Heiße Luft od. steckt hinter den billigeren Patrone was

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Nach dem Marktvorstoß von Kodak bringen plötzlich alle Druckerhersteller auch neue, günstigere Tntenpatronen auf den Markt. Der Kunden hat weniger davon als gedacht.

Weil es sich nämlich zumeist um Mogelpackungen handelt, wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine Studie berichtet. Viele der neue Patronen enthalten nämlich schlicht und einfach weniger Tinte, so dass der Seitenpreis - und der ist und bleibt der eigentlich interessante Maßstab - zum Teil sogar höher liegt als bei den alten teuren Patronen.

Bei HP zum Beispiel enthielt die frühere Schwarz-Standardpatrone elf Milliliter Tinte; die neue ist zwar mit 11,00 Euro ein Viertel günstiger als die alte (15 Euro), ist dafür aber nur noch mit 4,5 Millilitern Tinte gefüllt. Damit steigt laut Studie der Seitenpreis von 3,25 Cent bei der alten Patrone auf nun 5,5 Cent bei der neuen.

Ähnlich verhält es sich beim Mitbewerber Canon, wo zwar der Cartridge Preis von 15 Euro auf 12 Euro fiel, aber auch die Füllmenge von vorher 16 auf nur noch 11 Milliliter. Auch in diesem Beispiel wird die Druckseite teurer, und zwar von 4,1 Cent auf 5,0 Cent. Canons neue Farbpatrone (18,50 Euro) enthält nur noch neun Milliliter statt zwölf bei der alten (14,50 Euro), damit steigt der Seitenpreis hier von 10,1 Cent auf 11,4 Cent.

Und was Kodak angeht: Die 7,30 und 11,05 Euro teuren Patronen des Fotoriesen laufen nur in seinen eigenen Druckern, die in der Anschaffung zwischen 110 und 225 Euro und damit rund 40 Euro mehr als die Geräte von Wettbewerbern.

"Es wird Fälle geben, wo der Seitenpreis steigt", gibt sogar HP unumwunden zu. Trotzdem seien die Billigpatronen interessant für Nutzer, die nur wenig druckten und einfach nicht so viel im Voraus bezahlen wollten wie bei den alten Cartridges. Canon bläst ins gleiche Horn. Was alles nichts daran ändert, dass die neuen Patronen auf den zweiten Blick nun deutlich weniger attraktiv sind als anfänglich gedacht.

Also genau rechnen, welche Patrone, welche Drucker und vor allem die Kosten für Verbrauchmaterial, bevor Sie für die günstige Patrone kaufen, oder vielleicht eher die originale teuerer.

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