Hechtsicher auf scheue Forellen. (mit Praxisbericht)

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Hallo Angler,

es ist bestimmt schon dem einen oder anderen unter Euch so ergangen wie mir.
Man sitzt am Fluß und angelt auf Forellen.
Plötzlich ein Ruck an der Rute, man haut an, und zack ist die Schnur ab.
Ein Hecht fand unseren Köder gut.

Normalerweise benutze ich zum Forellen-Angeln ein 18er- oder 20er-Vorfach.
In einem Gewässer in dem Hechte vorkommen, ist das natürlich ein Risiko, da mein Lieblingsköder ein kleiner Köfi oder ein Wurm ist.

Da normale Stahlforfächer vorsichtige Forellen vertreiben, blieben diese meistens  verborgen.

Letztes Jahr entdeckte ich in einem Fachgeschäft für Angelbedarf ein superdünnes, flexibles und leicht zu knotendes Stahlvorfach.
"Flexonit", ein 7x7, also ein aus 49 einzelnen Fäden geflochtenes Stahlvorfach.
Ich benutze die Stärke 0,2 mm 4,5 kg, das gibt es aber auch stärker.
Der Preis ist mit ca.7 € auf 5m allerdings nicht gerade gering.

Ich fertigte daraus eine Montage, mit der ich auch schon einige Erfolge erzielen konnte.
Dies ist mein Erfahrungsbericht:

Als erstes möchte ich euch meine Montage (s.Foto) erklären:
  • Ich verwende eine Pickerrute 3,00 m mit ca 20g Wurfgewicht.
  • Monofile Schnur ca.20er oder 25er.
  • Auf die Hauptschnur kommt ein Rig, danach eine Gummiperle und ein feiner Wirbel.
  • Mit Hilfe einer Nadel wird auf das Vorfach eine Auftriebsperle (hier gelb) montiert.
  • Das Flexonit -Vorfach sollte ca.50cm-70cm lang sein.
  • Ein zu langes Vorfach verhindert nämlich das sich der Köder frei im Wasser bewegt.
  • An Das Rig lässt sich (gewässerabhängig) eine beliebig große Blei-Olive montieren.
  • An den Wirbel kommt das "Flexonit" Vorfach und danach ein Haken, ca. Gr. 12-18.
  • An den Haken kommt natürlich ein Köder und dann kann es losgehen.
  • Beim Köfi, der ca.4-5cm lang sein sollte, wird der Haken nur ins Maul von unten nach oben eingehängt.
Mit Hilfe der Auftriebsperle, die ungefähr in der Mitte montiert wird, bewegt sich der Köderfisch verführerisch in der Strömung.
Dies funktioniert auch perfekt mit einem Wurm
Die Größe der Perle sollte jeder selbst entscheiden. Es hängt von der Ködergröße, der Strömung und des Vorfaches ab.
Das Flexonit unterscheidet sich im Wasser kaum von einer monofilen Schnur und die Perle vertreibt auch keine Fische, sie zieht Forellen eher an.

Zum Spinnfischen hat sich das dünne Vorfach meineserachtens nicht bewährt,
weil es zu leicht (knittert) und mit ca.4-5 Kg nicht das stabilste ist.
Bei hängern bleibt der Köder meist im Wasser.

Nun folgt mein Praxisbericht:

Im Früjahr 2007 testete ich das erste Mal meine neue Montage, mit Erfolg!
Am Ismaninger Speichersee (in der Nähe von München) gingen mir zwei Regenbogenforellen ins Netz.
Die Forellen hatten 40 cm und 50 cm.
Der Auslaufbereich dieses Sees besitzt eine starke Strömung, darum funktioniert diese Montage einwandfrei.
Leider hatte ich damals keine Kamera dabei.

Im Juni testete ich meine Montage an der Mauka, ein kleiner Bach bei Eching.
Hier mein Erfolg:

Zwei schöne Bachforellen mit 30 cm und 35 cm.

Im Sommer 2007 angelte ich noch einmal am Speichersee und landete sicher einen Hecht von ca. 50cm.
Der Hecht durfte wieder schwimmen, weil dort ein Schonmaß von 60 cm gilt.
Somit bin ich mir sicher, dass das Vorfach auch Hechtzähnen standhält.

Auch noch im Sommer probierte ich am Isarkanal bei München/Oberföhring mein Glück,
und wurde mit einer 32er Regenbogenforelle belohnt.

Gegen Ende der Forellensaison im Oktober kam mein System am "Regen" in der Nähe von Cham im Bayerischen Wald zum Einsatz.

Das Fangergebnis konnte ich auf einem Foto festhalten:


Die Montage funktioniert somit auch bei Zandern.

Ich hoffe, ich konnte hiermit ein paar nützliche Tipps geben und freue mich, wenn Euch mein Ratgeber gefallen hat.

Ein fischreiches Angeljahr 2008 wünscht Euch
petriheil74


Ps. wenn euch mein Ratgeber gefallen hat würde ich mich über eine Bewertung freuen.

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