Hauskauf in Ungarn

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Na, ein kompletter Ratgeber soll das nicht werden, mehr eine Ergänzung zu dem von Stefan Wiemann von der Magyar Kúria Kft.

Der ist in vielen Sachen informativ, ich halte ihn aber, gerade mit dem Tipp, nie direkt und nur über Rechtsanwalt, also nicht gleich beim Notar zu kaufen, auch etwas parteilich aus der Sicht des Immobilienmaklers verfasst.

Ich selbst habe mein Haus ohne alle Problem von Privat gekauf, direkt beim Notar und nur mit Hilfe eines ungarischen Freundes. Das hat natürlich auch geholfen, die Genehmigungen, die es recht schnell gab, einzuholen. Das könnte aber auch ein Verkäufer übernehmen. Üblich ist bei Privatkauf in Ungarn, dass der Käufer 10% des Kaufpreises bei der Einigung über den Kauf an den Verkäufer zahlt. Diese Summe geht verloren, wenn der Käufer zurücktritt. Mich hatte diese Forderung zunächst recht stutzig gemacht, deshalb hier der Hinweis. Tritt der Verkäufer zurück, hat er die doppelte Summe zu zahlen.

Besondere Vorsicht und Hauptanlass dieses "Ratgebers" ist der Hinweis von Stefan Wiemann auf eine "Stiftung". Ich kenne da nur eine, am Balaton, die sich so nennt sich auf Eigentümer von Immobilien in Ungarn konzentriert.

Tatsächlich ist es mir und auch anderen Usern aus einem Ungarnforum, darunter auch Ungarn, nicht gelungen, einen Beweis für die rechtliche Existenz dieser "Stiftung" zu finden. Weder Steuernummer, oder nur eine offensichtlich nicht gültige, noch einen Eintrag im Handelsregister, wo in Ungarn Stiftungen registriert werden. Existenznachweise gab es lediglich für die vielen Firmen, an die die "Stiftung" vermittel. Alle diese Firmen hatten die gleiche Adresse, den gleichen Telefonanschluss wie die "Stiftung" selbst. Auch Angaben über Stiftungskaptial, Stiftungsrat, über Jahresberichte und -abschlüsse ließen sich nicht finden. Das alles aber sind Daten, die eigentlich öffentlich zugänglich sein müssten.

Vielleicht gibt es ja noch eine andere Stiftung, die Stefan Wiemann gemeint haben könnte und an der wirklich keine Zweifel bestehen, weder an der Berechtigung des Gebrauchs des Namens noch an der Existenz überhaupt. Bevor sich jemand aber an eine Stiftung wendet sollte er sich auf jeden Fall erkundigen, ob sie diesen Namen überhaupt zur recht trägt und sich ihre Existenz nachweisen lassen.





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