Haushaltsbatterien: Diese sollten Sie immer zur Hand haben

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Haushaltsbatterien: Diese sollten Sie immer zur Hand haben

Jedes elektrische Gerät benötigt eine eigene Energiezufuhr. Tragbare Geräte sind nicht an das Hausnetz angeschlossen und erhalten ihren Strom über Akkus oder Batterien. Die kleinen länglichen Speicher stehen ständig unter Energie und geben sie über einen längeren Zeitraum hin ab. Es gibt einheitliche Größen und Standards, wobei nicht jedes Gerät die gleiche Batteriegröße benötigt. In Bezug auf die Kapazität und Leistungsfähigkeit gibt es unterschiedliche Typen. Die Differenzierung erfolgt zwischen normalen Batterien und Akkus, die auch als Akkumulatoren bekannt sind. Die lassen sich bis zu 1.000-mal aufladen und können auf Dauer günstiger sein. Gleichzeitig schonen sie die Umwelt und besitzen eine ähnliche Leistungsfähigkeit, wie langlebige Batterien. Durch das Aufladen erhalten Sie eine immer wieder verfügbare Stromquelle, ähnlich einem Netzanschluss. Dafür sind sie teurer in der Anschaffung, gleichen diese Differenz aber bei jedem Ladevorgang wieder aus. Eingerechnet sind bereits die Zusatzkosten, die während des Aufladens durch den Netzanschluss entstehen. Nicht alle Batterien und Akkus sind gleich leistungsfähig oder für jeden Einsatzbereich vorgesehen. Laien sollten sich vor dem Kauf mit den technischen Unterschieden vertraut machen und die verschiedenen Zusammensetzungen und Typen der Akkus kennen. In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr über die Größen von Haushaltsbatterien und lernen, welche am häufigsten zum Einsatz kommt.

Wissenschaft – Funktionsweise und physikalisches Grundprinzip einer Batterie

Eine Batterie gewinnt ihre Energie aus der Zusammenschaltung mehrerer galvanischer Zellen. Daher hat sich auf der Begriff galvanische Zelle als Synonym für die Batterie etabliert. Die elektrochemischen Vorgänge im Inneren des kleinen Speichers wandeln die chemische Energie in nützliche elektrische Energie um. Äußerlich fallen die zwei elektrisch leitenden Anschlüsse ins Auge, die im Inneren nicht direkt miteinander verbunden sind. Ein elektrisch leitfähiges Material sorgt für den Fluss der Teilchen. Dabei gibt ein Material die Elektronen ab, während ein anderes Material diese wieder aufnimmt und damit eine elektrische Spannung erzeugt. Diese Reaktionen laufen nur, wenn der Batterie Energie entzogen wird. Stoppt die Stromentnahme, bleibt die Kapazität über einen längeren Zeitraum enthalten. In der Praxis zeigen Akkus und Batterien auch eine gewisse Selbstentladung, wenn sie nicht im Einsatz sind. Dafür sorgen unerwünschte chemische Reaktionen im Inneren des Speichers. Bei hohen Temperaturen werden diese Reaktionen noch mehr vorangetrieben, weswegen Sie Batterien nie zu warm lagern sollten.

Ein Akku besteht aus speziell optimierten galvanischen Zellen, die wieder aufgeladen werden können. Das Ladegerät erzwingt dabei einen elektrischen Stromfluss, der in die entgegengesetzte Stromrichtung verläuft. Die elektrochemischen Vorgänge laufen in umgekehrter Richtung ab, während das Ladegerät gegen die Zellspannung arbeitet. Einzige Ausnahme in diesem Bereich sind Knopfzellen. Sie bestehen aus Silberoxid und dürfen nie erneut geladen werden. Sie könnten möglicherweise explodieren. Hochwertige Akkumulatoren lassen sich mehrere hundertmal aufladen und zeigen nur einen sehr geringen Kapazitätsverlust über die Laufzeit hinweg. Akkus reagieren deutlich stärker auf Umwelteinflüsse und lassen bei sehr hohen oder sehr niedrigen Temperaturen in ihrer Energiedichte nach. Ist die Kapazität einer Batterie aufgebraucht, muss sie ordnungsgemäß entsorgt werden. Neben giftigen Stoffen gibt es durchaus wiederverwertbare Materialien im Speicher. Sie dürfen deshalb nicht in der Hausmülltonne entsorgt werden. Einzelhändler sind gesetzlich verpflichtet, die Batterien kostenlos zurückzunehmen. In fast allen Geschäften befinden sich grüne Sammelboxen für sämtliche Batterietypen.

Baugrößen – welche Haushaltsbatterien kommen am meisten in Geräten vor

Es gibt verschiedene Größen und Bauformen von Batterien. Dabei richtet sich ihr Gebrauch nach der Größe des jeweiligen Geräts und der benötigten Leistung. Am häufigsten kommen die zylindrischen AA-Zellen zum Einsatz. Sie werden auch als Mignon-Zelle bezeichnet und besitzen eine Länge von 50 mm. Ihr Durchmesser liegt bei 14 mm. Es handelt sich hierbei um Alkali-Mangan-Zellen, die mit einer Nennspannung von 1,5 Volt ausgestattet sind und rund 2,8 Ah an Kapazität aufweisen. Zu finden sind sie beispielsweise in Fernbedienungen, Taschenlampen, Rauchmeldern oder anderen nützlichen Haushaltsgeräten. Sie gehören zum Typ R6 oder LR6. Größere Geräte benötigen deutlich höhere Kapazitäten und eine gewisse Strombelastbarkeit. Hier kommen zylindrisch geformte C-Zellen oder D-Zellen zum Einsatz. C-Zellen werden auch als Baby-Zellen Typ R14 oder LR14 bezeichnet und besitzen Abmaße von 50 mm x 26 mm. D-Zellen gelten auch als Mono-Zellen vom Typ R20 oder LR20 und sind 61 mm lang und 34 mm breit im Durchmesser. Auch diese Größen sind mit einer Nennspannung von 1,5 Volt ausgestattet. Eine besonders schmale Bauform besitzt die AAA-Zelle, auch als Micro-Zelle bekannt. Mit 44 mm Länge und 10 mm Durchmesser kommt auch Sie in Fernbedienungen, Lampen und anderen Kleingeräten zum Einsatz. Sie wird unter dem Typ R03 oder LR03 geführt. Seltener muss eine 9-Volt-Blockbatterie ausgetauscht werden. Sie besteht aus insgesamt sechs Primärzellen und erreicht damit eine Spannung von 6 x 1,5 Volt. Die ist sofort an ihrer flachen Bauweise zu erkennen. Manche Kinderspielzeuge werden von mit einer 9-Volt-Blockbatterie betrieben.

Die größte Vielzahl an Typen und Baugrößen bieten die Knopfzellen. Es erweist sich nicht immer einfach, die richtige Knopfzelle für das jeweilige Gerät zu finden. Die verschiedenen Knopfzellen sind mit unterschiedlicher Spannung ausgestattet, beispielsweise mit 1,3 Volt oder 3 Volt. Ebenso spielen die Buchstaben in der Typenbezeichnung eine wichtige Rolle. Sie unterscheiden sich folgendermaßen:

  • C = Lithium-Manganoxid
  • B = Lithium-Kohlenstoffmonoflourid
  • S = Silber
  • L = Alkali-Mangan
  • P = Zink-Luft
  • M = Quecksilberoxid-Zink

Knopfzellen kommen beispielsweise in Taschenrechnern, Armbanduhren oder Hörgeräten zum Einsatz. Sie können grundsätzlich nicht wieder aufgeladen werden, überzeugen jedoch mit einer hohen Lebensdauer. Im Durchschnitt liegt diese bei sechs bis sieben Jahren. Besonders begehrt sind Lithium-Knopfzellen. Sie weisen eine hohe Energiedichte auf und bieten eine geringe Selbstentladung.

Knopfzellen als besondere Form der Haushaltsbatterien

Knopfzellen verdanken ihren Namen der Bauform. Sie sind flach, rund und meist nicht größer als ein Kleidungsknopf. Ihr Vorteil: Durch die schlanken Abmaße kommen sie selbst in den kleinsten Geräten unter. Auch Verbraucher mit einem geringen Strombedarf greifen auf Knopfzellen als langfristigen Speicher zurück. Die größten Durchmesser dieser Zellen liegen bei 20 mm. Es gibt sie nicht nur mit verschiedenen Durchmessern, sondern auch in unterschiedlichen Höhen und Spannungen. Sowohl die Zusammensetzung als auch die Ladungsmenge wird auf der Batterie angegeben. Letztere fällt mit der Größe der Knopfzelle und ist in Milliamperestunden angezeigt. Während Taschenlampen und Taschenrechner auf Alkali-Mangan Knopfzellen setzen, verwendet man Lithium-Knopfzellen in hochempfindlicher Computertechnik. Knopfzellen für Uhren bestehen aus Silberoxid und Modelle mit einem Zink-Luft-Gemisch findet man häufig in Hörgeräten. Ist die Kapazität der eingesetzten Zelle erschöpft, folgt der Austausch. Dabei lassen sich Knopfzellen schnell und einfach austauschen. Wichtig hierbei: Berühren Sie niemals die Kopfzelle mit ihren Fingern. Die Finger hinterlassen einen fettigen Film auf den Batterien, der den Übertragungswiderstand erhöht und die Leistung damit enorm schmälert. Schon bei der Berührung können sie teilweise entladen werden. Feuchte Finger erzeugen sogar einen Kurzschluss innerhalb der Knopfzelle. Greifen Sie beim Austausch am besten auf Gummihandschuhe oder einen anderen Schutz zurück. Besonders kleine Knopfzellen lassen sich gut mit einer Pinzette austauschen. Die kleinen runden Zellen gibt es meist in einem umfangreichen und praktischen Sortiment zu kaufen. Hierbei sollten je nach Typ alle wichtigen Größen und Ladungen vorhanden sein. Als Haushaltsbatterie können Sie sich auf ein derartiges Sortiment verlassen. Halten Sie es von Kindern und Haustieren fern und bewahren sie die Batterien sicher auf. Durch ihr kleine Bauform lassen sie sich leicht verschlucken.

So schonen Sie ihre Akkus für eine möglichst lange Kapazität

Mobile elektrische Geräte benötigen einen ständigen Stromfluss. Mp3-Player oder Digitalkameras sind deshalb mit Akkumulatoren ausgestattet. Sie lassen sich über ein Ladegerät einfach wieder mit Kapazität versorgen. Entscheidend ist hier der verwendete Speicherstoff in den Akkus selbst. Daneben gibt es zu herkömmlichen Batterien einen Unterschied in der Spannung. Während die normalen Modelle 1,5 Volt bieten, bringen vergleichbare Akkus nur 1,2 Volt. Viele Geräte bemerken diesen Unterschied kaum, andere wiederum reagieren sehr empfindlich darauf. Sie lassen sich dann nicht anschalten oder zeigen einen permanent leeren Speicher an. Für diesen Fall müssen Sie andere Akkus probieren oder auf herkömmliche Batterien setzen. Je nach Hersteller halten die Akkus 1000 Ladezyklen aus. In der Praxis reduziert sich die Anzahl schnell auf 500 bis 600 Zyklen. Nickel-Metall-Hybrid-Akkus besitzen unter allen Typen die höchste Lebenserwartung. Ebenso hochwertig sind Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus. Mit diesen Tipps schonen Sie ihre Akkus und erreichen dabei einen möglichst langen Energiespeicher:

  • Akkus dürfen nie komplett entladen oder gar überladen werden. Die meisten Ladegeräte sind deshalb mit einem Schutzmechanismus ausgestattet. Eine Art Memory-Effekt gibt es bei den neuen Akku-Varianten kaum noch. Laden Sie ihre Akkus deshalb immer auf, wenn die Leistung nachlässt.
  • Nicel-Cadmium-Akkus besitzen noch einen Memory-Effekt und sind daher nahezu komplett zu entladen. Auch hier schadet ein totaler Leerlauf dem Akku.
  • Vorteilhaft zeigen sich manuell einstellbare Ladegeräte. Hier können Sie den Stromzufluss beispielsweise bei 95 Prozent stoppen. Sind die Batterien bis zu 100 Prozent vollgeladen, erhöht sich im Inneren die Spannung und der Prozess der Alterung wird enorm beschleunigt.
  • Setzen Sie neue Akkus nie in ein Gerät ein, sondern laden Sie diese vorher komplett auf. Die meisten Typen entladen sich bei der Lagerung und brauchen die Verbindung zum Stromnetz. Bei sofortigem Einsatz können die Akkus zu Schaden kommen. Eine Ausnahme stellen Eneloop-Akkus dar, die sofort nach dem Auspacken zum Einsatz kommen können.
  • Mischen Sie die Typen von Akkus nicht innerhalb eines Geräts. Durch unterschiedliche Ladeströme büßen Sie auch hier an Kapazität und Lebenserwartung ein. Das Gleiche gilt für das Aufladen der Akkus.
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