Hartke HA2500

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Hartke HA2500

Ich hatte mir vorgenommen, mal eine Hartke Anlage auszuprobieren. Dazu habe ich mir bei ebay einen gebrauchten  und defekten HA2500
bestellt. Da ich das Ding selbst repariert und anschließend getestet habe, möchte ich hier über meine Erfahrungen berichten:

Der Hartke hat ein relativ großes 2HE Gehäuse mit Befestigungswinkeln für Rackmounting, es läßt sich aber stattdessen auch ein Haltegriff
befestigen.
Das Gehäuse ist sehr scharfkantig/-eckig. Wer hiermit irgendwo andotzt wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Amp ist auch kein Leichtgewicht
aufgrund des klassischen Netzteiles. Ansonsten ist alles solide, bis auch die kleinen Knöpfchen an den EQ-Fadern - die sind nur aufgesteckt.
Überraschenderweise hat der Amp auf der Rückseite auch eine Send und Return Klinkenbuchse sowie eine symmetrische XLR-Buchse samt Schalter
für Pre/Post sowie Ground-Lift (und einen etwas verborgenen Schalter für den Low Frequency Filter). Das ist im Owner Manual nicht vorhanden.
Aber gut, da hat die Firma Hartke wohl eine Verbesserung angebracht, ohne viel darüber zu reden...sehr lobenswert. Eingänge für Aktiv und Passiv, so muß
das sein. Und zwei Pre-Amp Potis für  Solid State und Röhrensimulation.  1 schaltbarer Poti für den Compressor, Schalter und Faders für 10-Band EQ.
Jeweils ein Poti für Low Shelf und High Shelf und Volume.
Was mir fehlt sind:
-Übersteuerungsanzeige für Eingang
-Clipping Anzeige für Endstufe
Na ja, einen richtigen Rocker mit Gehörschaden stört Übersteuerung und Clipping eh nicht...:)

Ich mußte an dem Amp sowohl das Netzteil wie auch den EQ reparieren. Die Platinen und die Elektronik sind qualitativ sehr gut und robust aufgebaut!
Potis und Fader laufen einwandfrei ohne zu kratzen. Technik ist konservativ Gegentakt AB-Endstufe mit symmetrischem Netzteil. Einfacher und schwerer Trafo
(eher aus dem Low Cost Segment...). Alle Verstärker sind rauscharme Operationsverstärker, mit denen nicht gespart wird.
Die Reparatur des EQ hat mich einige Zeit gekostet, da Stromlaufplan oder Service Manual im Internet nicht verfügbar sind. Außdem gibt die Fa. Samson
keine Unterlagen heraus! Meine Anfrage wurde einfach ignoriert - sehr schwach. Keiner wird so einen Amp irgendwo einschicken, 8 Wochen auf die Reparatur
warten, einen saftigen Reparaturpreis bezahlen....da kannst Du gleich einen neuen bestellen.
Die Schaltungstechnik (soweit vergleichbar mit den verfügbaren Unterlagen des HA3500) ist sehr solide.

Die Bewertungen im Internet über den Sound sind auch richtig. Anschließen, Anschalten, Röhren-Simulation auf Anschlag, Compressor auf 4, EQ off, Bass Schelf
6, Voume max. - und ab geht es. Sehr schön, ich kann alles einstellen was ich will - ein echter Rocker! Im Amp ist alles drin was der Basser braucht. Das Preis
Leistungsverhältnis ist sehr gut. Der HA2500 ist kein moderner Digitalamp, sondern ein klassischer analoger Amp, der bringt was Sache ist.

Zum Thema Lautstärke:
Manche glauben ja, wenn man 100 W mehr hätte, wäre es doppelt so laut. Dafür bräuchte man allerdings die 10-fache Leistung!
Der Hartke bringt an 8 Ohm 180W - lt Hersteller. Wie laut das empfunden wird und wie durchsetzungsfähig das ist, hängt von den
Einstellungen ab. Je mehr Mitten und Höhen, desto lauter und durchsetzungfähiger wird der Bass empfunden. Jedes Anheben des Signales
mittels Preamp (A+B beim Hartke), EQs und der Shelfs hebt auch den Ausgangspegel an, bzw. senkt ihn ab. Auch die Höhe des Eingangspegels
ist entscheidend über den Ausgangspegel. Selbstverständlich ist auch der Wirkungsgrad der Lautsprecher, deren Frequenzgang, mit und ohne Horn
entscheidend.
Ich lese immer wieder das Amps zu leise wären und sich nicht durchsetzen können, auch bezüglich des HA2500. Ich habe den Amp mit einem 15" und
einem 12" Speaker (Markbass) getestet. Ich fand das alles lt. genug - lt. genug um sich recht schnell einen Gehörschaden einzuhandeln, wenn man nicht aufpasst.
Wer allerdings den Gehörschaden schon hat....:( Na ja, das ist wohl ein Endlos-Thema...
Übrigens ist es sowieso besser, wenn die ganze Band mit der Lautstärke runter geht, als wenn alle versuchen der Lauteste zu sein.
Was mich aber immer wieder ärgert ist, dass die AMP-Hersteller ihre Leistung für 4Ohm Speaker angeben, obwohl deren Boxen  für 8Ohm ausgelegt sind, und
damit sowieso nur ein Bruchteil der Leistung zur Verfügung steht.

Ich habe noch einen Yamaha BBH 500 Digital-Amp. Der ist wesentlich kleiner und leichter, und was man da alles einstellen kann... Der klingt aber etwas
kühler und "analytischer". Der Harkte klingt eher charaktervoll, rockig, rausdrückend. Solche Vergleiche sind natürlich immer sehr subjektiv, und man kann an
beiden Geräten so viel einstellen und verbiegen.
Zu dem Preis kann man mit dem Hartke nichts falsch machen. Klassischer, schwerer Solid State Amp mit Charakter.

Manfred



 

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