Hannibal Rising - wie alles begann, Gaspard Ulliel, DVD

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Hannibal Rising - wie alles begann (Vergleich zum Rest der Filmreihe)

Die Geschichte wurde zwar hier schon bereits mehrmals näher geschildert, ich versuche sie aber, ebenfalls noch einmal (und vor allem etwas ausführlicher ... mit Anmerkungen und rein persönlichen Eindrücken) zusammenzufassen.

Zur Handlung:

Vergangenheit (die Jahre um 1944 - 45):

Als ältester Sproß eines litauischen Grafen bekommt der zu dem Zeitpunkt gerade einmal 8jährige den Tod seiner beiden Eltern in den letzten Wirren des zweiten Weltkrieges mit und muß dann auch noch später miterleben, wie einheimische Marodeure bzw. ehemalige Kollaborateure der deutschen Wehrmacht, die in ihr Versteck eindringen und dort - vom Wetter - überraschend gezwungen werden, längere Zeit (ohne Nahrung) sich aufzuhalten, seine jüngere Schwester irgendwann aus Verzweiflung kochen und verspeisen.

Er verdrängt dieses Erlebnis tief in seinem Wesen, wird fast stumm dadurch und hat an dem Punkt in seinem Leben bereits einen regelrechten seelischen Knacks davongetragen. Später wird er dann von Rotarmisten aufgefunden und vorläufig erstmal in ein neugebildetes Waisenhaus gesteckt (das sich, ironischerweise, exakt auf dem früheren Gut seiner Familie befindet).

- Kommentar zwischendurch - Gaspard Ulliel, der dann im Film ab hier den später, also in den (chronologisch betrachtet) nachfolgenden Filmen als Dr. Lecter bekannt gewordenen Protagonisten spielt, gibt sich zwar alle Mühe und passt auch ganz gut in diese Rolle, kann aber niemals dabei so richtig und vollkommen überzeugen.

Auch ist die Biografie bis hierhin schon bereits ins reichlich klischeehafte abgerutscht, denn, wenn ich mir Hannibal als letzten Verbliebenen einer aristokratischen, osteropäischen und/oder adeligen Sippe vorstellen soll, dann drängt sich - jedenfalls bei mir - ganz automatisch eine geistige Parallele zur Figur des Grafen Dracula auf.

Gegenwart (die Jahre um 1955 - 1960):

Hannibal, nun zu einem stattlichen jungen Mann herangewachsen, der aber immer noch (mehr) verschlossen und reserviert anderen gegenüber geworden ist, flieht schließlich aus seiner durch die Sowjetunion annektierten Heimat über Polen, Ost,-und Westdeutschland nach Frankreich zu seinem Onkel, der einen letzten Angehörigen für ihn darstellt. Dort nach einiger Odyssee angekommen (ebenfalls etwas lächerlich, wie er so relativ leicht die ganzen, zu dem Zeitpunkt bereits sehr gut gesicherten Grenzen bis hierhin überwinden konnte ;-), muß er aber feststellen, das dieser auch schon verstorben ist, nur noch dessen Witwe ist vorhanden.

Natürlich nimmt sie Hannibal auf, der einen (rein äußerlich natürlich nur) bemitleidenswerten Eindruck macht, und durch diese führsorgliche Art kommen dem so nach und nach auch wieder Worte (des Dankes) über die Lippen. Sie lehrt ihn ... als selbst gebürtige Japanerin, die ebenfalls ihre ganze Familie bei den Atombombenabwürfen der Amerikaner auf Hiroshima verloren hat ... asiatische Kampftechniken, Lebensweisheiten usw., und es beginnt sich auch, eine leicht erotische Beziehung zwischen den beiden herauszubilden.

Das wird der Auslöser sein für Hannibal's ersten Mord, begangen an einem rüpelhaften Fleischer, der seine Tante beleidigt und ebenfalls als ein ehemaliger Kollaborateur der deutschen Besatzer wärend des Krieges stadtbekannt ist. Mehr deshalb hilft ihm auch seine Tante, also weniger für diesen Ehrendienst und vertuscht die ganze Sache so dermaßen gut, das er nochmal ungestraft damit davonkommt.

Immer unberechenbarer (auch mit dadurch ... und ebenfalls, weil langsam immer mehr die Erinnerungen an seine Erlebnisse in der Kindheit herauskristalisieren) beginnt Hannibal, nun ein sehr begabter Medizinstudent geworden, die Mörder seiner Schwester einen nach dem anderen ausfindig zu machen und grausame Rache an ihnen zu nehmen, hier auch schon bereits mit seinen ersten, kannibalistischen Exzessen dabei.

Zukunft (im Film natürlich, also Schlußeinstellung / Zusammenfassung):

Nachdem er heraus gefunden hat, das der letzte von ihnen nach Kanada emigriert ist, verlässt Hannibal entgültig das gute, alte Europa (auch, weil die Behörden ihm bereits dicht auf den Fersen sind und der Boden langsam zu heiß wird), reist dann ebenfalls für immer in die USA, überrascht relativ leicht auch noch den letzten Mörder dort und fährt per Automobil dann, hierbei von etwas lächerlichen, deutschen Kinderlied "ein Männlein steht in Walde" dazu begleitet, in die weitere Geschichte hinein ...

... ab der dann später die anderen Filme, beginnend mit "das Schweigen der Lämmer" über "Hannibal" bis ("Blutmond - Manhunter" bzw.) "Roter Drache" ... wo dieser endet, fängt ja der erste wieder an, - der Kreis schließt sich also (gut vergleichbar hiermit wären z.B. auch die "Terminator 1 - 3" Filme), mit der viel besser bekannte Rolle eines Antony Hopkins die weitere Handlung noch fortführen oder auch - nochmal etwas später - abschließen werden.

Fazit: für Sammler und Besitzer der anderen Filme natürlich (und mehr aus Gründen der Vollständigkeit in der DVD - Sammlung) Kauftip bei günstiger Gelegenheit, - dh. sofern noch nicht bereits gesehen, aber auch für reine Gelegenheitszuschauer als Ausleihtip durchaus empfehlenswert, wenn auch kein Vergleich zu den restlichen Teilen ... wer z.B. schon immer mal erfahren wollte, "wie alles begann".
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