Handyvertrag: So bekommen Sie die besten Leistungen für Ihr Geld

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Handyvertrag: So bekommen Sie die besten Leistungen für Ihr Geld

Seit 2006 gibt es in Deutschland mehr Mobilfunkteilnehmer als Einwohner und die Zahl der Neukunden steigt jedes Jahr. Das kommt dadurch zustande, dass viele Menschen Zweithandys haben oder separate SIM-Karten für ihre Laptops und Tablets nutzen. Dementsprechend ist der Markt von diversen Unternehmen überschwemmt, die ein Stück vom großen Kuchen ergattern wollen. Viele verschiedene Mobilfunkanbieter buhlen um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden und versprechen allesamt die besten Konditionen sowie die günstigsten Tarife. Doch worauf kommt es bei einem Vertrag wirklich an? Wie können Sie die besten Angebote aus dem verworrenen Tarifdickicht herausfiltern und das Maximum an Leistung und Ersparnis bekommen? Nachfolgend erfahren Sie die Antworten auf diese und weitere Fragen sowie viel Wissenswertes rund um Handyverträge.

Netzanbieter in Deutschland – starke Konkurrenz und günstige Konditionen für Ihren Handyvertrag

Aktuell gibt es hierzulande vier Unternehmen, die über ein eigenes Mobilfunknetz verfügen: T-Mobile, Vodafone, E-plus und O2. Hinzu kommt eine Vielzahl von Serviceprovidern, die eines der großen Netze für ihre Angebote nutzen. Da ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten, denn die Tariflandschaft ist weitläufig und unübersichtlich. Aufgrund der Anbietervielfalt kommt jedoch zwangsläufig auch eine harte Konkurrenzsituation zustande, die Ihnen als Kunden zugutekommt. Sie können sich entspannt zurücklehnen, sie bei ihrem Treiben beobachten und ein Angebot wählen, das exakt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Neben dauerhaften Verträgen, die eine lange Laufzeit beinhalten, gibt es die unterschiedlichsten Prepaid-Angebote, die mehr Unabhängigkeit ermöglichen und keine monatlichen Mindestumsätze erfordern. Diese haben jedoch den Nachteil, dass die Minutenpreise für die Telefonie und SMS in der Regel weitaus höher sind. Aufgrund der monatlich garantierten Beträge können Ihnen die Vertrags-Anbieter weitaus günstigere Konditionen präsentieren als solche, die nicht mit Sicherheit wissen, wie hoch die tatsächlichen Umsätze sein werden.

Die Tricks der Handyvertrag-Anbieter

Selbstverständlich will jedes Unternehmen wachsen und die Kunden an sich binden, denn sie sind die Grundlage des Erfolgs. Daher locken die Mobilfunkanbieter mit attraktiven Angeboten und besonders günstigen Vertragspaketen. Jedoch wollen sie vor allem Geld verdienen und handeln in den seltensten Fällen uneigennützig. Deswegen ist es immer angebracht, sich die allgemeinen Geschäftsbedingungen aufmerksam durchzulesen. Auch wenn die Verträge immer kundenfreundlicher werden, bergen manche von ihnen noch immer versteckte Klauseln und unerwartete Extrakosten.

Sie können einen Mobilfunkvertrag spätestens drei Monate vor Ablauf kündigen und sich an einen anderen Anbieter wenden. Aus diesem Grund gibt es bestimmte Strategien, die Ihnen eine Verlängerung schmackhaft machen sollen. Zum Grundgerüst eines Vertrags gehört unter anderem fast immer die Option des kostenlosen Telefonierens ins gleiche Netz. Wenn Sie also zum Beispiel Base-Kunde sind, telefonieren Sie ebenfalls kostenlos zu simyo oder blau.de. Viele Menschen wählen aus diesem Grund einen Netzbetreiber, mit dem sie die meisten Freunde und Bekannte umsonst erreichen. Möchten sie also einen Wechsel vornehmen, kann es schnell passieren, dass die Anrufeinheiten in Fremdnetze zunehmen und sich dieser Umstand negativ auf die monatliche Rechnung auswirkt.

Andere Taktiken, die der langjährigen Bindung oder der Neuwerbung dienen, sind von Kunden durchaus gewollt. Bei jeder Verlängerung eines Vertrags winken attraktive technische Neuheiten zum Schnäppchenpreis oder besonders günstige Konditionen. Neuabschlüsse werden mit aktuellen Smartphone-Modellen und deutlichen Tarif-Rabatten schmackhaft gemacht. Auch hier lohnt sich jedoch das Lesen des Kleingedruckten, denn nicht immer ist auf lange Sicht günstig, was auf den ersten Blick verlockend scheint. Das allseits bekannte Handy für einen Euro hat nicht umsonst einen Stern über der Preisangabe. Letztendlich kommen zur Grundgebühr in vielen Fällen noch zusätzliche Kosten für die Endgerätmiete hinzu. Wenn Sie jedoch vergleichen und nachrechnen, können Sie ein sehr gutes Modell zum vergünstigten Gesamtpreis bekommen – häufig auch mit langer Garantie.

Vorüberlegungen sind entscheidend für die Wahl des optimalen Handyvertrags

Bevor Sie einen Vertrag abschließen, der Sie zwei Jahre lang an einen Anbieter bindet, sollten Sie im Vorfeld überlegen, was Sie für den zukünftigen, alltäglichen Gebrauch tatsächlich benötigen und auf welche Optionen Sie getrost verzichten können. Legen Sie Schwerpunkte fest, die Ihr Nutzungsverhalten prägen, und ziehen Sie die daraus resultierenden Schlüsse.

Wenn Sie beispielsweise viel Zeit im Netz verbringen und Ihre geschäftlichen Belange vorwiegend online regeln, ist eine schnelle Verbindung wichtig sowie ein großzügiges bis unbegrenztes Datenvolumen. Telefonieren Sie dagegen sehr häufig und finden sich unter Ihren Kontakten viele Benutzer von Fremdnetzen, dann kommen für Sie Tarife mit vielen Freiminuten oder Allnet-Flatrates infrage. Für alle, die sich nicht festlegen wollen, bietet sich ein flexibler Vertrag an. Zusätzlich zur Grundgebühr können Sie jeden Monat neue Pakete hinzubuchen oder bestehende abwählen. So haben Sie die Möglichkeit, unterschiedliche Optionen bequem auszuprobieren, ohne sich dauerhaft auf einen Tarif festlegen zu müssen.

Das sollten Sie über Freiminuten und Frei-SMS im Handyvertrag wissen

Wie bereits erwähnt, wird mit der Grundgebühr in den meisten Fällen das Telefonieren ins gleiche Netz abgedeckt – es kommen also keine zusätzlichen Kosten auf Sie zu, egal wie lange Ihre Anrufe dauern. Anders sieht es bei Fremdnetzen aus – hier können unter Umständen beträchtliche Summen auf Sie zukommen. Aus diesem Grund haben sich Mobilfunkanbieter sogenannte Freiminuten und Frei-SMS einfallen lassen. Je nach Tarif erhalten Sie eine bestimmte Anzahl Einheiten sowohl für Anrufe als auch für das Schreiben von Nachrichten. Diese sind entweder in der Grundgebühr enthalten oder müssen zusätzlich gebucht werden.

Auch hier ist Vergleichen und Nachrechnen angebracht. Vielleicht sind Sie nämlich nicht auf Freiminuten angewiesen, da die einzelnen Telefonate sehr selten sind und daher weniger kosten, als ein Gesamtpaket. Wenn Sie kaum Nachrichten schreiben oder einen anderen Dienst nutzen, können Sie auf die SMS-Option ebenfalls gut verzichten.

Darauf sollten Sie bei der Tarifwahl achten

Ist das Kontingent der kostenlosen Anrufe verbraucht, zahlen Sie für jede Minute eines abgehenden Telefonats, wobei die Preise je nach Anbieter variieren. Besonderes Augenmerk liegt für Sie dabei auf den Taktungen, mit denen die Gesprächseinheiten abgerechnet werden. Bei Tarifen mit einem 60/1-Takt zählt beispielsweise die volle Minute, auch wenn Sie sofort auflegen. Allerdings haben Sie in diesem Bereich häufig die Wahl zwischen unterschiedlichen Modellen und können sich das passende aussuchen. Eine Möglichkeit, die Kosten der Bezahlminuten zu senken, sind sogenannte Taktungspakete, die Sie zusätzlich zur monatlichen Grundgebühr wählen können. Diese bieten zum Beispiel besonders günstige Preise zu ausgewählten Fremdnetzen. Je präziser jedoch getaktet wird, desto höher sind die Aufpreise, die neben der Grundgebühr anfallen. Wenn Sie vorwiegend kurze Telefonate führen, lohnt es sich, alles genau durchzurechnen, denn häufig können Sie auf lange Sicht viel sparen.

Die Höhe der Gesprächskosten kann ebenfalls davon abhängen, um welche Uhrzeit und an welchem Tag Sie telefonieren. Es wird zwischen Haupt- und Nebenzeit unterschieden und zwischen Wochenenden sowie Feiertagen. Jeder Mobilfunkanbieter interpretiert diese auf eigene Art, sodass bei einigen das Wochenende bereits am Freitag beginnt und bei anderen erst am Sonntag. Nähere Informationen finden sich in den Geschäftsbedingungen, können aber ebenfalls telefonisch erfragt werden. Inzwischen finden sich in den meisten Fällen Pauschalpreise, doch schadet es nicht, genau hinzuschauen.

Internetflat des Handyvertrags – vergleichen lohnt sich

Überall und zu jeder Zeit im Internet zu surfen, ist für unseren Alltag inzwischen ebenso selbstverständlich wie der morgendliche Kaffee oder die Tageszeitung. Zu Hause können Sie dank einer WLAN-Verbindung unbegrenzt Videos anschauen und Daten herunterladen – unterwegs sieht es jedoch häufig anders aus. Auch Sie kennen sicherlich die SMS, die unweigerlich und meistens in der Mitte des Monats ankommt und Ihnen mitteilt, dass Sie von nun an mit eingeschränkter Geschwindigkeit surfen. Dies hängt nicht zuletzt mit der flexiblen Auslegung des Wortes „Flatrate" zusammen, die unter Mobilfunkanbietern sehr beliebt ist.

Wussten Sie, dass eine sogenannte Internet-Flatrate für mobile Geräte in den meisten Fällen eigentlich gar keine ist? Ihnen steht lediglich ein begrenztes Datenvolumen zur Verfügung, das von dem gewählten Tarif abhängig ist. Nach Verbrauch der vorgegebenen Menge können mitunter horrende Folgekosten anfallen. Glücklicherweise sind die Zeiten vorbei, in denen erschreckende Geschichten über vierstellige Telefonrechnungen kursierten, denn die meisten Anbieter setzen inzwischen auf gedrosselte Surfgeschwindigkeit. Diese kann jedoch ebenfalls sehr ärgerlich werden, wenn Sie sich eine App herunterladen oder einen Musikclip ansehen wollen und es gefühlte Stunden dauert, bis der Download vollständig ist. Sie werden feststellen, wie erstaunlich stark sich die Leistungen der Netzbetreiber unterscheiden, selbst wenn es sich um dieselbe Preiskategorie handelt. Es lohnt sich also für Sie, diese untereinander zu vergleichen.

Datenroaming – Auslandstarife unterschiedlicher Vertragsanbieter

In keinem anderen Bereich der Telefonie verbergen sich so viele Kostenfallen, wie beim Datenroaming. Ob im Urlaub oder auf Geschäftsreise, selbst die kleinsten Datenmengen verursachen unter Umständen enorme Gebühren. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich einige Programme, wie Wetterdienste oder E-Mail-Funktionen, in regelmäßigen Abständen automatisch mit dem Internet verbinden. Nach und nach werden aus diesen Gründen gesetzliche Kostenschranken eingeführt, doch die Preise betragen immer noch das Vielfache der Inlandnutzung.

Mobilfunkanbieter haben diese Lücke in den letzten Jahren entdeckt und bieten diverse Roamingpakete an. Diese sind entweder fest in den Vertrag integriert und müssen monatlich bezahlt werden oder sie stehen den Nutzern in einem begrenzten Zeitraum zur Verfügung – in Form von Stunden-, Tages- oder Wochenflats. Die Tarifpreise sind vor allem von der Region abhängig, in der Sie sich befinden – klären Sie vor Reisebeginn die Konditionen, um im Nachhinein böse Überraschungen zu vermeiden. Wenn Sie häufig verreisen, bieten sich Auslandsflatrates an, die Sie unbegrenzt nutzen können. Diese sind in der Regel nicht günstig, doch kann es sich auf lange Sicht durchaus rechnen und Ihnen viele vermeidbare Kosten ersparen.

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