Haftungsausschluss für Links (Disclaimer)

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Auch wenn wir alle diesen doch so einfachen Haftungsausschluss in all seinen schon formulierten Varianten von unzähligen Pseudojuristen gerne hätten, derzeit gibt es auch mit dezidiertesten "Disclaimer" keinen hundertprozentigen Schutz gegen Abmahnungen, da der Gesetzgeber noch nicht eindeutig darüber entschieden hat.
Zu den Pflichten eines Internetseitenbetreibers gehört neben einem Impressum auch die Prüfung sämtlicher auf seiner Website befindlichen Inhalte, die selbstverständlich weder politisch extremistisch oder kinderpornographisch noch marken- und urheberrechtsverletzend sein sollten. Dazu gehören auch die Links, welche auf andere Seiten führen. Natürlich käme niemand jemals auf die Idee bei der Verlinkung von großen bekannten Internetseiten auf zweifelhafte Inhalte zu stoßen und sich durch das Anbringen eines wohl formulierten Disclaimers von wohl unmöglichen Risiken zu distanzieren.
Hier ein paar Tipps für die Praxis
1. keinen allgemeingültigen Disclaimer auf die Homepage stellen, da dieser keinen umfassenden Schutz liefern könnte
2. auf Links bzw. zweifelhafte Links ganz verzichten
3. jeden Link auf Inhalte und Weiterverlinkungen prüfen
4. Frame linking vermeiden (Öffnen eines Links im Fenster der eigenen Seite)
5. detailliert begründen, warum man sich vom Inhalt eines bestimmtes Links distanziert
Eine ellenlange Liste mit Links war in den ersten Jahren des WWWs zwar von großem Interesse, aber dürfte dies heute niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Und wirklich empfehlenswerte oder verkaufsfördernde Links benötigen auch keinen Haftungsausschluss. Weniger bleibt mal wieder mehr!
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