Hähne krähen, Schweine grunzen, Beamte maulen.

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Dürfen Hähne krähen?

Das muss man offenbar gerichtlich klären.
Dürfen Beamte und Richter Sche**e bauen?
Das interessiert keinen.
Oder?

Immerhin hat dieser Richter mal mit VERNUNFT geurteilt.


Südtirol:

Hahn darf per Gerichts-Beschluss wieder krähen

20.11.2008 | 10:49 |   (DiePresse.com)

Ein aufwendiger Nachbarschaftsstreit endet in Südtirol mit einem Vergleich. Der krähende Hahn hatte ein Jahr lang Richter, Staatsanwalt, Lärmmesser und Anwälte beschäftigt.

Der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Malser Hahn darf nun auch per Gerichtsbeschluss wieder krähen. Nach dem aufwendigen Nachbarschaftsstreit, der ein Jahr lang im Südtiroler Vinschgau Richter, Staatsanwalt, Lärmmesser und Anwälte beschäftigt hatte, einigten sich die Streitparteien auf einen Kompromiss: Der "Gigger", wie der Hahn im Dialekt genannt wird, darf sich lautstark in der Öffentlichkeit zu Wort melden. Sein Eigentümer verpflichtete sich, keinen zweiten Hahn zu halten, um den Lärm in Grenzen zu halten.

Vor einem Jahr hatte der Hahn für Schlagzeilen weit über Südtirol hinaus gesorgt. Der Fall landete vor der Schlanderer Außenstelle des Landesgerichts und endete kürzlich mit einem vollen Freispruch für den stolzen Hahnbesitzer, berichtet die Tageszeitung "Dolomiten" in ihrer Donnerstagausgabe.

Zunächst war der Fall eine zivilrechtliche Angelegenheit wegen Lärmbelästigung. Parallel war der Fall dann auch auf die strafrechtliche Ebene gehievt worden. Dem Bauer flatterte ein Strafbefehl ins Haus, in dem er aufgefordert wurde, eine Geldbuße in Höhe von 200 Euro zu entrichten. Dagegen legte sein Rechtsanwalt Einspruch ein.

Derweil hatte der "Gigger"- Besitzer bereits die potente und vor allem laute Spitze seiner Federviehgruppe dezimiert: Übrig geblieben war nur mehr ein Hahn samt Anhang. Was folgte waren neben einem Lokalaugenschein auch akustische Messungen, mit deren Hilfe der Lärmpegel des krähenden Hahns ermittelt werden sollte, und schließlich kam die Verhandlung vor das Bezirksgericht.

Die geklagte Partei hatte dann zwar eine Reihe von Zeugen aufgeboten; zu deren Anhörung kam es dann aber nicht mehr. Nach der Einigung forderte auch der Staatsanwalt letztlich einen Freispruch, und diesem Ansuchen kam der Richter dann auch nach.

diepresse*com/home/panorama/skurriles/431727/index*do?from=simarchiv


Ich kann nur jedem raten, sich mal ein Dezibel-Messgerät zu kaufen oder zu leihen. Dann kann man rasenmähende Nachbarn, kläffende Hunde, schreiende Kinder, keifende Mütter jaulende Katzen usw. in flagranti überführen.

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