HERMES-Versand, eine Erfahrung.....

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Hallo Leute,

im Sinne eines reibungslosen Ablaufes bei eBay, auch nach der Auktion, halte ich es für wichtig, die kürzlich gemachte Erfahrungen mit obigen Versender darzustellen, die sicherlich den Einen oder Anderen mindestens zum Nachdenken, eher wohl zu Grübeln, letztendlich sogar zum Handeln bringen wird, um gerade solchen Ärger zu vermeiden.

Ich habe mal wieder etwas bei eBay als Verkäufer eingestellt und auch prompt verkauft. Ich habe in meiner Artikelbeschreibung angegeben, das Selbstabholung empfohlen wird, aber der Versand, zwar versichert, aber ausschließlich auf Risiko des Käufers durchgeführt wird. Das Gerät, das ich veschickt habe,war schwer und auch empfindlich.

Da ich mir kürzlich ein Notstromaggregat zugelegt habe, war der überaus stabile Originalkarton noch vorhanden und ideal für das nun zu verschickende Gerät. Sorgfältig und spielfrei wurde eingepackt und gesichert, schließlich bin ich nach fast 10 Jahren eBay und 430 ausschließlich nur positiv-Bewertungen wohl sicher kein Verpackungs-Anfänger mehr und so ging das Paket auf die doch weite Reise in den Süden Italiens. Von dort aus bekam ich dann auch, nachdem das Paket eingetroffen war, ein e-Mail, nebst schockierenden Bildern. Die Bilder zeigten mit eine zerstörte Front des verschickten Gerätes, Bruch selbst massiver Kunststoff-Teile und in Mitleidenschaft gezogene Elektronik. Das Paket an sich war lt. Aussage des Empfängers unauffällig, d.h. es waren keine auffälligen Deformierungen von außen erkennbar. Aus diesem Grund wurde das Paket wohl auch angenommen und der Paketbote ist nach Auslieferung mit Lieferquittung wieder verschwunden. Die "Überraschung" für den Empfänger kam erst nach dem Auspacken.

Mit schlechtem Deutsch, wohl aus einem PC-Übersetzter, wollte der Italiener mir dann vermitteln, das ich den Schaden zu ersetzen habe und mir unterschwellig unterstellen, das ich das Gerät bereits kaputt verpackt haben soll. Inwieweit diese Unterstellung überhaupt plausibel sein könnte, nachdem ja das Gerät im Angebot ja unversehrt fotografiert wurde, konnte er mir auf diesen Hinweis hin nicht beantworten. Über HERMES ist das Paket ja versichert, dachte ich zumindest. Er hat mich gebeten, den Schaden HERMES zu melden. Entgegenkommenderweise tat ich das auch. 

Es wurde mich aber schnell klar, das es für mich schier unmöglich ist, den Schaden beim Emfänger überhaupt auch nur annähernd beschreiben zu können und dabei stehts auf die schlechten Bilder und unpräzise Beschreibungen in schlechtem Deutsch vom Italiener angewiesen zu sein, was allein schon nervig war. Schon allein dieser Umstand ist als massives,chancenloses Handicap für eine erfolgversprechende Regulierung zu begreifen. Eine fehlende Schadensmitteilung vom Empfänger an den Lieferer/Boten und ein äußerlich nicht sofort erkennbar beschädigter Karton war für HERMES Grund genug, eine Regulierung abzulehnen, man hat sich nicht mal die Mühe gemacht, den Schaden vorort mal in Augenschein zu nehmen.

Mich würde schon mal interessieren, wann überhaupt die Versicherung bis 500€, wie so vollmundig erwähnt, tatsächlich greift. Braucht man da dann einen Notar oder Rechtsanwalt zum Ein-und Auspacken, der alles dokumentiert? Gibt es unter den Lesern hier überhaupt jemand, dem HERMES einen Versandschaden tatsächlich mal ersetzt hat?

Ich kann jedem hier nur dringend empfehlen, jedes Paket von HERMES im Beisein des Boten, auch wenn der noch so mault, auszupacken, am Besten Fotos vom Ein- und Auspacken herstellen oder gar die Videokamera mitlaufen zu lassen und selbst dabei habe ich noch Bedenken im Schadensfall.

Besser ist ohne Frage immer eine Selbstabholung, wenn der zu verschickende Gegenstand schwer und empfindlich sein sollte. Will der Empfänger dann trotzdem einen Versand, dann unbedingt ausschließlich auf dessen Risiko, entweder im Angebotstext vermerken, oder vom Käufer sogar ausdrücklich bestätigen lassen, sonst kann es im Schadensfall Ärger geben, schlechte Bewertungen, für den eigentlich weder der Verkäufer, noch der Käufer wirklich was kann.

Ich betrachte die Transportversicherung in diesem Zusammenhang nur als Marketinggag, der wohl in den seltensten Fällen wirklich greift und reguliert wird, dafür sind viel zu viele "Fallstricke" ausgelegt, in die man mit Otto-Normal-Rechtsempfinden mehrheitlich garnicht in Betracht zieht und deshalb viel zu oft mit beiden Beinen 'drinsteht und das große "L", für Loser, dann in der Tasche hat.

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