HDMI Splitter: Tipps und Tricks für die Suche nach dem passenden Gerät

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HDMI Splitter: Tipps und Tricks für die Suche nach dem passenden Gerät

Die moderne Unterhaltungstechnik setzt auf digitale Übertragungswege. Die Bilder sind deutlich schärfer und der Ton klingt klarer. Analoge Verbindungen mit Scart oder Cinch sind abgelöst. Der neue Standard in Bezug auf Kabel und Anschlüsse nennt sich HDMI. Die Abkürzung steht für High Definition Multimedia Interface und ist die hochauflösende Schnittstelle in jedem Heimkinosystem. Moderne Fernseher, TV-Receiver und andere Geräte sind mit einem HDMI-Anschluss ausgestattet, um die hochauflösenden Inhalte ohne Qualitätsverlust übertragen zu können. Der Vorteil gegenüber anderen Standards und Anschlüssen: HDMI transportiert sowohl Video- als auch Audiodaten. Die Kabel stellen demnach die perfekte Verbindung zwischen Abspiel- und Wiedergabegeräten dar. Neben der hohen Qualität spielt auch der integrierte Kopierschutz bei HDMI eine wichtige Rolle. Über HDCP (High-bandwidth Digital Content Protection) lässt sich die Möglichkeit von Kopien steuern und in welcher Qualität diese zugelassen werden. Kommt dieses Verfahren bei bestimmten Sendern oder Abspielgeräten zum Einsatz, muss auch der Fernseher über HDCP verfügen. Andernfalls kann kein Bild dargestellt werden.

Wissenswertes zu den Anschlüssen

Grundsätzlich gilt HDMI als Weiterentwicklung von Scart und DVI. Der Anschluss DVI stammt ursprünglich aus dem Bereich der PC-Monitore und kann als Standard kein Ton mit übertragen. HDMI ist hier deutlich vielseitiger. Bis zu 20 Meter Kabellängen lassen sich mit HDMI überbrücken. Ein Verstärker, oder auch Repeater genannt, weitet diese Distanz zusätzlich auf 100 Meter aus. HDMI-Stecker ähneln der USB-Schnittstelle und sind sehr klein. Die dünnen Kabel zeugen von Flexibilität und lassen sich leicht verlegen. Um möglichst viele Verbindungen zwischen den einzelnen Geräten im Heimkinosystem herstellen zu können, sollten viele HDMI-Anschlüsse vorhanden sein. Ein Receiver braucht beispielsweise mindestens drei Anschlüsse, um Fernseher, Rekorder und andere Geräte problemlos miteinander zu koppeln. Sind zu wenig Anschlüsse an einem Gerät vorhanden, kommt ein HDMI Splitter zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein komplettes Gerät als eine Art Y-Kabel. Aus einem Eingangssignal werden zwei Ausgangssignale geschaffen, ohne großen Qualitätsverlust. Im Folgenden erfahren Sie mehr über den Aufbau der HDMI Splitter und ihre konkreten Einsatzweise. Erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf eines neuen HDMI-Splitters achten müssen.

Aufbau und Einsatzbereiche der HDMI Splitter in der Praxis

Werden Signale über analoge Geräte geteilt und wieder verstärkt, kommt es häufig zu einem Qualitätsverlust. HDMI gilt als bester Standard für die Übertragung hochauflösender Inhalte. Die passenden Splitter vermeiden bei der Aufteilung des Signals den Verlust von wertvollen Informationen. In einem HDMI Splitter wird das ankommende Signal geteilt und sofort wieder verstärkt. In der Branche ist hier von einem aktiven Splitter die Rede. Dabei stabilisiert die Verstärkung nicht die gute Bildqualität, sondern ermöglicht einen längeren Übertragungsweg.

Einsatz eines HDMI Splitters für zwei Bildschirme

Es gibt verschiedene Player oder Spielekonsolen, die nur mit einem HDMI-Ausgang versehen sind. Ein Splitter ermöglicht das Ansteuern von gleich zwei Bildschirmen oder Fernsehern. Spielefreaks nutzen diese Möglichkeit, um ihre Spiele auf gleich zwei Bildschirmen wiederzugeben und damit ein besseres Spielerlebnis zu erhalten. Kommt beispielsweise ein Beamer und ein Fernseher im Heimkinosystem zum Einsatz, so erspart der Splitter das lästige Umstecken der Kabel. Normalerweise müsste das HDMI Kabel immer an genau das Gerät geführt werden, welches das entsprechende Bild ausgeben soll. Die Integration des Splitters in ein bestehendes System ist nicht schwer. In der Regel müssen nur alle Schnittstellen miteinander verbunden und der Splitter selbst an den Strom angeschlossen werden. Schon ist die Konfiguration erledigt und das Signal spaltet sich auf zwei Ausgänge aus.

HDMI Splitter zur Trennung von Audio- und Video-Spuren

HDMI besitzt den Vorteil, gleichzeitig Ton und Bild zu übertragen. Ein Beispiel in der Praxis ist die Verbindung zwischen BluRay-Player und Fernseher. Sämtliche Bild- und Toninformationen transportiert das HDMI Kabel zum Fernseher, sodass ein einheitliches Film- und Fernseherlebnis entsteht. Soll das Tonsignal abgetrennt und separat übertragen werden, bietet sich der HDMI Splitter an. So lassen sich Fernseher und separater Audio-Receiver gleichzeitig an den Player anschließen. Im Normalfall lassen sich die drei Geräte in Reihe schalten. Auch der Audio-Receiver verfügt über ein Video-Out-Port, welcher das Signal via HDMI an den Fernseher weitergibt. Ältere Geräte unterstützen hier keine 3D-Funktionalität. Somit kommt der Videoausgang am Receiver nicht infrage. Das Bildsignal muss folglich direkt vom Player zum Fernseher und das Tonsignal gleichzeitig zum Receiver geführt werden. Voraussetzung ist, dass alle drei Produkte miteinander harmonieren. Manche Hersteller lassen beispielsweise das mischen bei 3D-Formaten nicht zu. Sie sollten den Splitter demnach immer an ihrer eigenen Anlage testen.

Wichtige Kauftipps für den richtigen HDMI Splitter

Der HDMI Splitter muss alle gängigen und gewünschten Formate wiedergeben können. Dazu zählt beispielsweise das bekannte 5.1 Dolby DTS-Tonsignal oder der Dolby AC3-Sound. Auch bei längeren Kabeln kann ein HDMI Splitter sinnvoll sein, da er das Signal zusätzlich verstärkt und die Bildqualität nicht mindert. Hochwertige Geräte besitzen eine interne Korrektur, um kleine Bildsprünge am Fernseher zu vermeiden oder anderen Problemen in diesem Zusammenhang vorzubeugen. Die Modelle gibt es als günstige Varianten oder qualitativ hochwertige Markenmodelle. Je mehr Anschlüsse an einem Splitter oder Switch vorhanden sind, desto teurer ist das Produkt. Allerdings erfüllen auch günstige Varianten ihren Zweck. Der Vorteil der digitalen Übertragung ist das halten einer guten Qualität. Dies können günstige Modelle ebenso gut. Muss das Signal über eine längere Strecke verstärkt werden, raten Experten eher zu einem besseren Modell. Am häufigsten kommen Switches und Splitter mit drei Anschlüssen zum Einsatz. Folgende Anforderungen im Bereich Audio und Video sollte ein Splitter unterstützen:

  • 1080i/p und kleine Auflösungen bei der Bildübertragung
  • DTS und DTS-HD Sound
  • Dolby Digital
  • Dolby True HD

Erfüllt das ausgewählte Modell einen dieser Standards nicht, sollten Sie sich nicht für das Produkt entscheiden. Mit einer Unterstützung aller erdenklichen Standards bleiben Sie flexibel in ihrem Heimkino-System. Ein HDMI Switch mit mehreren Anschlüssen kann als manuelle oder automatische Version genutzt werden. Bei einem automatischen Switch wählt sich das Gerät die Quelle von selbst, sobald diese aktiviert wird. Schalten Sie ein weiteres Gerät ein, schaltet der Switch direkt um. Bei der Verwendung von mehreren Geräten funktioniert das automatische Umschalten nicht immer wie gewünscht. Hierfür dienen manuelle HDMI Switches. Sie bekommen mit diesem Produkt die Möglichkeit, die HDMI Signale selbst zu wählen und zu steuern. Einzelne Knöpfe oder Schalter aktivieren den richtigen Anschluss.

Welche HDMI Versionen gibt es und was ist zu beachten?

Der HDMI Standard geht auf das Jahr 2002 zurück. Seither wurde er stetig weiterentwickelt und an die neuste Technik im Bereich Audio und Video angepasst. Neue Bildnormen oder Tonformate kamen mit den jeweiligen HDMI Versionen hinzu, bis hin zur 3D-Technik. Achten Sie beim Kauf der richtigen Kabel und Splitter deshalb auch auf die unterstützen Versionen der Geräte. Ältere Modelle können oft den 3D-Standard nicht weiterleiten und das Signal erscheint dann als 2D-Format auf dem Fernseher. HDMI überträgt grundsätzlich mit 10,2 Gbit/s. Der Standard 1,4a ermöglicht eine 3D-Wiedergabe bei Spielen und bei Filmen. Hierbei lässt sich eine Bildauflösung von 3840 x 2160 Pixeln erreichen. Die normale HDTV-Auflösung, die von fast allen Fernsehern dieser Art unterstützt wird, liegt bei 1080p. Mit dem HDMI 1.3 Standard kann die 3D-Fähigkeit eingeschränkt sein. Außerdem gelten Farbräume als weniger umfangreich. Mit dem höheren Standard verlassen Sie sich grundsätzlich auf mehr Farbnuancen.

Im Audio-Bereich wurden bereits mit der Version 1.3 sämtliche Tonformate im Original und verlustfrei übertragen. Der Vorteil bei der HDMI Version 1.4 ist der zusätzliche Audio-Rückkanal, auch als ARC bezeichnet. Sie kommen bei dieser Version mit nur einem HDMI Kabel zwischen dem Receiver und dem Fernseher aus. Während das Bildsignal, beispielsweise vom BluRay-Player an den Fernseher geleitet wird, geht das Tonsignal an AV-Receiver weiter. Sie erhalten dabei den Ton der BluRay für ihre separate Tonanlage mit dem HDMI Kabel.

Tipps zu Stecker und Kabel

HDMI besitzen einen kleinen Stecker und ein dünnes Kabel. Sie lassen sich selbst hinter dem Fernseher flexible anbringen und schnell Umstecken. Durch die empfindlichen Pins und den leichten Rahmen lassen sich die Stecker allerdings auch schnell verbiegen. Beim Umstecken von HDMI Kabeln müssen Sie sehr vorsichtig sein, damit Sie nicht beschädigen. Einziger Nachteil dieser Steckverbindungen: Die Kabel lassen sich nicht zusätzlich mit Schrauben am Gerät fixieren. DVI-Kabel sind beispielsweise mit zwei Schrauben befestigt. Somit bleibt auch beim versehentlichen Ziehen am Kabel die Verbindung bestehen und der Stecker kann nicht aus der Buchse rutschen. Bei HDMI empfehlen Experten für diesen Fall etwas Klebestreifen. So rutscht der Stecker nicht heraus und das Signal bleibt stabil. HDMI Kabel besitzen außerdem eine etwas längere Reaktionszeit, als DVI Kabel. Dies ist im Kopierschutz HDCP begründet. Nach dem Umschalten an einem Switch dauert es wenige Sekunden, bis das Bild auf dem Fernseher erscheint.

Fazit

Der mit Abstand größte Vorteil bei einer HDMI Verbindung ist, dass Audio- und Videosignale mit nur einem Kabel übertragen werden. Mit einem richtigen Anschluss vermeiden Sie demnach den Kabelsalat hinter dem Fernseher. Sämtliche Scart- oder Audiokabel können mit nur einem HDMI-Kabel ersetzt werden. Außerdem bleibt die Qualität selbst bei längeren Kabeln zwischen den Endgeräten bestehen. Bei analogen Varianten kam es bisher schnell zu Bildstörungen. Grundsätzlich bieten HDMI Kabel einen großen Spielraum in Bezug auf die Zukunft. Sie erhalten eine höchstmögliche Übertragungsrate und einen Standard, der sich bisher an allen neuen Endgeräten durchgesetzt hat.

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