HABA - Brettspiel 'Der schwarze Pirat'

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Hallo, ich bin nun nicht gerade Experte zum Thema Kinderbrettspiele, schliesslich ist unser Kind noch nicht ganz in dem Alter. Doch sind in unserer Familie Brettspiele angesagt und bei meinen kleinen Geschwistern der Renner. Daher der Brettspiele-Tipp für 'Der schwarze Pirat'.

Wir haben uns das Spiel erst kürzlich gekauft. Etwas abschreckend ist bei den HABA-Spielen der teils recht hohe Preis. Wir hatten Glück, denn unseres war runtergesetzt und so grade noch zu verkraften. Ausserdem trösten wir uns damit, dass die Verarbeitung des Spiels sehr hochwertig ist,die Bestandtandteile des Spiels sind massiv Holz und wir erhoffen uns dadurch eine verlängerte Lebensdauer...

Der Ablauf: Jeder Spieler erhält ein Segelschiff seiner Farbe; rot, gelb, grün oder blau. Auf dem Spielplan, der das Meer darstellt, sind verschieden Inseln. Dort gilt es, im Verlauf des Spiels von jeder Insel die angesammelten Goldmünzen mit seinem Schiff abzuholen und einzukassieren. Die Schiffe werden je nach Angabe des Würfels mit einem Blasebalg bewegt, der Würfel gibt vor, mit wievielen Windstössen das Schiff bewegt werden darf. Interessant wird es, wenn der schwarze Pirat ins Spiel kommt. Und das ist nicht nur ein Spieler, sondern das kann Jeder sein, je nachdem, ob der Pirat gewürfelt worden ist. Der Spieler, der in seinem Zug das Piratenschiff bewegen darf, ist berechtigt, sowohl Inseln zu plündern, als auch seine Mitspieler zu überfallen, aber nur, wenn er das Piratenboot geschickt an ein Boot seines Konkurrenten segeln lässt, d.h. das Piratenschiff muss das Gegnerschiff mindestens berühren. Der zu überfallende Gegner muss dann seine bislang erbeuteten Münzen dem Piraten vermachen. Aber nur, wenn der Pirat eine gute Nase hat, denn der Überfallene darf alle Münzen aus seinem Goldsäckchen nehmen und einen Teil in die linke-, den anderen in die rechte Hand nehmen. Hat der Pirat Pech, erbeutet er auf seinem Raubzug keinen Penny!!! Die Münzen, die der Spieler als Pirat erbeutet, darf er behalten und in seine eigene Tasche stecken. Ziel des Spiels, ganz klar: Wer nach dem Plündern aller Münzen von allen Inseln die meisten Goldmünzen in seinem Beutelchen hat, ist der Sieger des Spiels.

Nun aber im Überblick:

- Kinderspiel des Jahres 2006 , hat den Kritikerpreis gewonnen, ich denke, das ist ein Kriterium, dass das Spiel nicht 08/15 ist...

-  geeignet laut Hersteller von 5-99 Jahren; ich muss dazu erwähnen, dass das Fortbewegen der Holzschiffe per Blasebalg auch durch Erwachsene ein wenig schwierig ist, denn nicht immer zeigt die Spitze des Blasebalgs nach dem Durchdrücken noch auf das Schiff und man bläst dadurch glatt daneben! Meine 6jährige Schwester war recht schnell gelangweilt, da sie ihr Schiff kaum allein vom Fleck brachte. Das allerdings birgt widerum für Erwachsene einen gewissen Reiz, denn nicht alle Spielzüge werden dadurch so rasch und einfach gespielt... Durch die Grösse des Spielplans und der Tatsache, dass man ein Schiff in alle Richtungen bewegen kann und muss, ist es teilweise von Nöten, einmal rund um den Tisch zu marschieren, um auch in die richtige Richtung segeln zu können. Das bringt im wahrsten Sinn Bewegung ins Spiel und man hockt nicht nur auf seinem Stuhl.

- Material: Die Segelschiffe sowie die Goldmünzen sind alle aus Holz, die Segel aus Stoff, ebenso wie die Beutelchen zum Einsammeln der Beute. Der Spielplan ist aus festem Karton, der wie ein Puzzle in 4 grossen Teilen vor dem Spiel zusammengesteckt wird, dadurch platzsparend im Karton aufbewahrt werden kann. Ausserdem gehören noch 2 Würfel zum Spiel, einer gibt die Inseln vor, wo Goldmünzen zum Anfang des Spiels verteilt werden müssen ( Fahnenwürfel), der andere Würfel bestimmt das Schiff und die Windstösse( Windwürfel). Und die Spielanleitung natürlich. Alles in allem hochqualitativ an und für sich. Einziger kleiner Minuspunkt vielleicht: Durch den Spielplan in Puzzleform kann es vorkommen, dass ein Schiff an den jeweiligen Spielplankanten nicht weiter kommt, wenn der Spielplan nicht exakt ineinander gepuzzelt ist oder auf unebener Unterlage gespielt wird. Ausserdem hat unser Spiel eine kleine Produktionsunebenheit an genau einer der 'Puzzlekanten', eine kleine Welle, mit der ich schon ab und an kleine Probleme hatte. Das sollte allerdings nicht als Abschrecker gewertet werden, denn HABA bietet zumindest bei diesem Spiel ( denke, bei anderen auch!) die Möglichkeit,Ersatzteile nachgeliefert zu bekommen. Also auch hilfreich, wenn denn doch mal ein Bestandteil die Konfrontation mit dem Staubsauger nicht überlebt... ;0)

- Spielspass: Wie gesagt, wenn man den Dreh raushat, wo genau man den Blasebalg am Besten draufrichtet und auch bedenkt, nicht allzu fest zuzudrücken, ist es nicht allzu schwer, die Schiffe vom Fleck zu bekommen. Dann macht das Spiel unheimlich Spass, auch durch die Sache mit dem Piraten; mein Mann und ich hatten einen sehr kurzweiligen Abend mit viel Gelächter und auch meine Geschwister fanden das Spiel toll, denn es ist einfach mal was Anderes wie nur ein Würfelspiel. Zudem fördert es laut Hersteller die Auge-Hand-Koordination ( wir haben festgestellt: eben nicht nur bei kleinen Leuten ;0) ) und das vorrausschauende Denken. Noch ein Grund, sich die Anschaffung dieses Spiels zu überlegen.

Fazit: Wer sich und seinen Kindern ( oder auch nur den Erwachsenen ) ein tolles Spiel gönnen will, das einfach richtig Spass macht und auch fürs Auge etwas bietet, sollte das Geld investieren in ein - wie wir hoffen! - langlebiges Spiel!

Viel Spass beim selber ausprobieren wünscht

chickenhubi

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