Gut fürs Gedächnis !!! Hält die Zellen fit.

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Willkommen beim Gehirn-Jogging

Ich war anfangs ganz schön platt: 73 Jahre sollte mein Hirn alt sein! Unglaube stieg auf. Gleich nocheimal. 74 Jahre! Was soll das denn? Spinn ich jetzt? Frust fing an den Unglaube zu ersetzen. Okay, sei's wie's sei, ich probier mal das Training. Rechnen 20", hört sich doch einfach an....40 Sekunden??? Das kann doch nicht sein. Gleich Rechnen 100" probieren, die Hoffnung stirbt zuletzt. 5 Minuten! Voller Selbstzweifel lege ich meinen DS beiseite....und hänge 20 Minuten schon wieder dran. Yeah! Hab mich verbessert! 60 Jahre ist mein Hirn jetzt alt, damit kann ich ja schon fast leben....

So etwa fing meine Leidenschaft für dieses Spiel an. Mit Frust, aber auch mit steigendem Kampfeswillen, der nicht zuletzt durch die graphische Darstellung der Leistung im Diagramm noch intensiviert wurde. Mittlerweile hat mein Hirn sein Soll- Alter von 20 Jahren erreicht und auch die Leistungen im Training können sich sehen lassen. Doch was macht man eigentlich im Training bzw. Alterstest?
Das Training besteht aus anfangs 3 Übungen, die durch regelmäßiges Jogging auf 9 erweitert werden.
In Rechnen 20" bzw. Rechnen 100" muss man so schnell wie möglich die 20/ 100 Ergebnisse einfacher Rechenaufgaben ( Addition, Subtraktion, Multiplikation und später auch Division) errechnen.
In Lesen" erhält man täglich einen Auszug bekannter Romane und Werke von Goehte, Fontane und anderer großen Schriftsteller und Denker, den es schnellstmöglich vorzulesen gilt. Man sollte diese Aufgabe allerdings nicht unterschätzen, da die Texte meistens alles andere als anspruchslos sind (kaum geeignet für kleine Kinder)
Merken" ist mit die schwierigste und frustrierendste Aufgabe. Hier sieht man auf dem linken (bei Linkshändern rechten) Bildschirm unterschiedlich angeordnete Kästchen (von 4 bis 10), in denen für einen extrem kurzen Zeitraum Zahlen von 1 bis 10 gezeigt werden. Auf dem anderen Bildschirm müssen dann die leeren Kästchen der Reihe nach von der kleinsten bis zur größten Zahl angetippt werden. Meiner Meinung nach ein Ding der Unmöglichkeit, alles richtig zu haben...
In Silben" müssen Silben kurzer bis mittellanger Sätze gezählt und niedergeschrieben werden. Wieder einigermaßen machbar
Haus" war zunächst auch recht überfordernd. Man sieht ein Haus, in dem Leute rein und raus gehen, am Ende gleichzeitg und bei schweren Aufgaben sogar noch in und aus dem Schornstein klettern. Irgendwann ist Schluss und man muss die Anzahl der sich im Haus befindenden Leute kennen. Anfangs brechschwer, man gewöhnt sich aber daran und mit der richtigen Taktik gut zu lösen.
Magisches Dreieck" ist wieder eine Rechenspielerei, die auf normalem Schwierigkeitsgrad keine großen Probleme machen, auf Schwer allerdings Köpfe rauchen lassen.
Dann bleiben noch Zeit", bei der 2 Uhren gezeigt werden und man die vergangenen Stunden und Minuten herauszufinden hat und Laut rechnen", wieder leichte Aufgaben, deren Ergebnisse ins Mikro gesprochen werden müssen. An sich ganz nett, würde der DS auch jede Zahl verstehen, bei mir zumindest wird aus einer gesprochenen 2 ganz schnell eine 3. Das kostet Zeit und nerft ohne Ende. Selbes Problem gibt es manchmal beim Schreiben der Zahlen. (Aus 1 wird 7, zeichnet man nicht für die 1 einen simplen vertikalen Strich)
Das Schöne ist nun, dass beim Alterstest nicht die selben Aufgaben zu lösen sind (mit Ausnahme von Rechnen 20) was für zusätzliche Abwechslung sorgt. 3 von 6 speziellen Übungen sind hier zu meistern, von der Gedächtnis" aber wohl die Fordernste ist. Hier hat man einen Zeitraum von 2 Minuten, in dem man sich von 30 Wörtern (Substantive und Adjektive) so viele wie möglich im Kopf behalten muss.
DKGJ motiviert durch den Erfolgsgraphen für's Alter und den einzelnen Trainingsübungen und den täglich anzubringenden Stempel für den Tag enorm. Abwechslung gibt's außerdem durch ab und an gestellte Malaufgaben (Zeichne einen Wasserfloh, Giraffe, Toilette, Gottesanbeterin, Rennwagen usw), die mit Anderen Benutzern des Spiels verglichen werden (kann sehr lusitg werden) oder Erinnerungsfragen, die ein paar Tage später wieder gestellt werden. Interessant sind auch die zahlreichen Tipps von Doc Kawashima zum Thema Gedächtnis und Hirnfitness.
Und obendrauf gibt's dann ein grandioses Sudoku, dass wirklich einfandfrei funktioniert aber teilweise wirklich schwer ist.
Nach nun mittlerweile 3 Monaten täglichen Benutzens bin ich des Spiels immer noch nicht müde geworden. Lediglich den Alterstest habe ich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gemacht, was daran liegt, dass man für das perfekte Alter (20 Jahre) nicht alles richtig haben muss und daher die Motivation flöten geht, da man sich nach einer bestimmten Zeit nicht mehr anzustrengen braucht, man wir halt schlauer :-)
Weiterhin ist mir aufgefallen, dass ich mir mittlerweile viel besser die unterschiedlichsten Dinge merken kann, und auch das Lernen ist effektiver geworden. Es gibt also durchaus leckere Früchte die es zu ernten gibt!!

Soll man nun dieses Spiel hier kaufen oder Big Brain Academy? Gar nicht so einfach zu beantworten. Ich habe beide und muss sagen, dass DKGJ einen doch nicht unerheblichen Schwierigkeitsgrad hat, der die Kleineren vielleicht zu sehr frustrieren könnte. Zudem wird hier viel mehr Wert auf Rechnen und Zahlen gelegt, was manch Einen wohl abschrecken wird.
Big Brain Academy ist da etwas einfacher, aber auch dieses Game hat ein, zwei unmöglich harte Übungen, bietet dafür auch abwechslungsreichere Tests (Logik, Memoria, Vision und Analyse neben Mathematik). Ich persönlich lege lieber DKGJ in den Schacht, mein Bruder Big Brain Academy. Bei Erwachsenen wird es egal sein, welches der beiden Spiele man sich gönnt (Aber Vorsicht, BBA ist von seiner Aufmachung her wesentlich kindlicher), Jüngere sollten jedoch lieber zum Konkurrenten" greifen.

 

 

 

 

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