Günstige und zuverlässige SIM-Karten finden

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Günstige und zuverlässige SIM-Karten bei eBay finden

Ratgeber: Das sollten Sie vor dem Kauf über SIM-Karten wissen

Die Suche nach günstigen und zuverlässigen SIM-Karten wird immer schwieriger. Eine Vielzahl von Mobilfunkanbietern aus unterschiedlichen Netzen umwirbt die Kunden mit den verschiedensten Angeboten. Günstige Prepaid-Karten, attraktive Flatrates – aber welche SIM-Karte den eigenen Vorstellungen entspricht, muss jeder für sich selbst herausfinden.

Dieser Ratgeber soll ein wenig Übersicht in das riesige Angebot bringen. Die Funktionsweise von SIM-Karten, die unterschiedlichen Formate und welche Tarifkombinationen für welches Mobilfunkverhalten die günstigsten sind – all dies soll so etwas transparenter werden.

Die SIM-Karte ist die Eintrittskarte in die Mobilfunkwelt

Ohne SIM-Karte funktioniert kein Handy. Über den integrierten Chip wird der Mobilfunkteilnehmer identifiziert, und er kann so die mobilen Dienste des jeweiligen Anbieters zum Telefonieren oder Versenden von Daten auf unterschiedliche Arten nutzen. Auf der SIM-Karte befinden sich ein Prozessor und ein Speicher.

Mit dem SIM (Subscriber Identity Module) wird das Mobiltelefon einem bestimmten Netz zugeordnet und innerhalb dieses Netzes authentifiziert. Gleichzeitig ist auf der SIM-Karte gespeichert, für welche Tarifkombination die Karte anwendbar ist. So ist für den Mobilfunkanbieter sofort erkennbar, ob es sich um

  • eine Prepaid-Karte oder
  • eine SIM-Karte in Verbindung mit einem Mobilfunkvertrag handelt.

Außerdem sind hier die Informationen zu eventuell gebuchten Flatrates festgehalten. Flatrates gibt es in den unterschiedlichsten Variationen. Sie können einzeln oder in Paketen gebündelt mit der entsprechend programmierten SIM-Karte genutzt werden. Folgende Flatrates sind die gebräuchlichsten:

  • Telefonieren ins Festnetz,
  • SMS verschicken,
  • Surfen im Internet,
  • Telefonieren in andere Handynetze.

Es gibt eine Reihe von Anbietern, die verschiedene Flatrates miteinander kombinieren und zum Beispiel Internetanwendungen sowie das Telefonieren ins Festnetz und andere Handynetze innerhalb eines Tarifs zusammenfassen. Auch andere Kombinationsmöglichkeiten werden je nach Anbieter zur Verfügung gestellt.

SIM-Karten gibt es in unterschiedlichen Formaten

Die ersten SIM-Karten hatten noch die Größe einer Scheckkarte. Da aber die Mobilfunkgeräte immer kleiner werden, haben sich auch die Abmessungen der SIM-Karten deutlich verändert. Die meisten modernen Handys arbeiten heute mit den Mikro-SIM-Karten (ID-1-Format). Apple verwendet in den neuen iPhones und iPads aber auch schon Nano-SIM-Karten. Wer jedoch ein älteres Handy hat, muss auch heute noch SIM-Karten im größeren ID-000-Format verwenden.

Seitdem Ende der 1990er-Jahre der sogenannte UMTS-Standard (Universal Mobile Telecommunications Systems) eingeführt wurde, sind die mobilen Endgeräte immer kleiner geworden. Experten gehen davon aus, dass sich dieser Trend grundsätzlich fortsetzen wird. Deshalb wurde auch für UMTS-fähige Handys inzwischen eine deutlich kleinere Karte entwickelt. Die Mini-UICC-Karte (Universal Integrated Circuit Card) wurde übrigens erstmals 2010 im iPhone 4 verbaut.

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden aber auch die UMTS-fähigen Chipkarten einfach als SIM-Karte bezeichnet. Die UICC-Karte ist dementsprechend bei vielen Herstellern einfach als Mikro-SIM-Karte spezifiziert, die auch für UMTS-fähige Handys geeignet ist.

Wie SIM-Karten arbeiten und was alles gespeichert werden kann

Den Zugriff auf eine SIM-Karte regelt die sogenannte I/O-Einheit (in and out). Dieses Steuerungselement fungiert als Schnittstelle zwischen dem Prozessor auf der SIM-Karte und dem mobilen Endgerät. Dabei ist der CPU (Prozessor) hauptsächlich zuständig für die interne Speicherverwaltung. Allerdings ist er auch in der Lage, kleinere Programme selbstständig auszuführen.

Der Speicher einer SIM-Karte besteht aus

  • RAM,
  • ROM und
  • EEPROM.

Das Betriebssystem der SIM-Karte ist im ROM gespeichert. Hier werden auch die Brandings der jeweiligen Mobilfunkunternehmen wie zum Beispiel Startlogos oder Ähnliches abgelegt. RAM ist ein Begriff, der aus der Computertechnik bekannt ist und den Arbeitsspeicher beschreibt. Hier handelt es sich um einen sogenannten flüchtigen Speicher, der die gerade benötigten Daten enthält, um zum Beispiel Gespräche zu führen, SMS zu versenden oder im Internet zu surfen. Das EEPROM (electrically erasable programmable read-only memory) dient dazu, die Benutzerdaten des Inhabers der SIM-Karte zu speichern.

Im SIM-Kartenspeicher können die unterschiedlichsten Daten fest gespeichert werden. Dazu gehören unter anderem

  • Rufnummern im integrierten Telefonbuch einschließlich Adressangaben,
  • versendete und empfangene Kurzmitteilungen (SMS),
  • Fotos, die mit der Handykamera aufgenommen wurden,
  • Listen der zuletzt gewählten Rufnummern, von angenommenen Gesprächen und von Anrufen, die in Abwesenheit erfolgt sind.

Was bedeutet eigentlich SIM-Lock?

SIM-Lock ist ein Netzcode, der verhindern soll, dass Mobilfunkgeräte, die an bestimmte Vertragskriterien gebunden sind, mit jeder beliebigen SIM-Karte verwendet werden können. Häufig werden in Verbindung mit Mobilfunkverträgen Handys kostenlos oder stark subventioniert angeboten. Der Kunde verpflichtet sich in diesem Fall, einen Vertrag mit dem Mobilfunkanbieter abzuschließen, der in der Regel eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten hat.

Die SIM-Karte, die zu diesem Vertrag gehört, beinhaltet alle Vertragsinformationen und auch den ausgewählten Tarif beziehungsweise die gewünschte Flatrate. Darüber hinaus gibt es aber noch andere Arten von SIM-Locks, und zwar

  • Sperren für bestimmte Länder oder
  • Sperren für bestimmte Netze.

Die sogenannten Ländersperren sorgen dafür, dass ein Mobiltelefon nur mit SIM-Karten funktioniert, die aus einem bestimmten Land oder einer Ländergruppe stammt. Die Netzsperre legt die SIM-Karte auf bestimmte Mobilfunknetze fest.

In Deutschland ist die Netzsperre die am häufigsten verwendete Art des SIM-Lock. Damit ist festgelegt, dass das jeweilige Mobiltelefon nur innerhalb bestimmter Mobilfunknetze genutzt werden kann.

Damit entsteht eine Bindung des mobilen Endgerätes an einen bestimmten Mobilfunkanbieter. SIM-Karten anderer Dienstanbieter, auch wenn sie im gleichen Mobilfunknetz tätig sind, können an gesperrten Endgeräten nicht verwendet werden.

Tipp: Man kann die SIM-Karte entsperren lassen. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit ist das bei den meisten Anbietern problemlos und ohne Kosten durch die Eingabe eines bestimmten Codes über die Handytastatur möglich. Soll vor Ablauf des aktuellen Vertrages entsperrt werden, fallen Gebühren an, die von Anbieter zu Anbieter deutlich differieren können.

Tipp: Ob bei Ihrem Handy mit Vertrag und SIM-Karte eine vorzeitige Entsperrung erlaubt, erfahren Sie auf der Webseite des Mobilfunkanbieters.

Eine SIM-Karte ist nicht unbegrenzt haltbar

SIM-Karten werden in der Praxis relativ häufig gewechselt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass immer wieder neue Anbieter mit ausgesprochen attraktiven Tarifen und Angeboten auf den Markt drängen. Wer jedoch nie den Anbieter und den Tarif wechselt, würde rein theoretisch ein ganzes Leben lang mit nur einer SIM-Karte auskommen.

Dass das – obwohl es auch unwahrscheinlich ist – in der Praxis nicht unbedingt möglich ist, liegt an der begrenzten Lebensdauer von SIM-Karten. Bei jeder Authentifizierung im Netz erfolgt auf dem nichtflüchtigen Kartenspeicher ein Lösch-Schreibzyklus. Ältere SIM-Kartenhersteller haben bis zu 100.000 solcher Zyklen garantiert. Heute sind es etwa fünf Mal so viele, und manche SIM-Karten haben einen integrierten Schutzmechanismus im Betriebssystem, der sogar bis zu 1 Million Lösch- und Schreibzyklen garantiert. Bei etwa 50 Authentifizierungen pro Tag würde das eine Haltbarkeit der SIM-Karte von durchschnittlich 50 Jahren bedeuten. Aber nicht jede SIM-Karte verfügt über diese Mechanismen, sodass die tatsächliche Haltbarkeit deutlich unter diesem Zeitraum liegen dürfte.

Dual-SIM-Handys oder Adapter

Manche Mobiltelefone werden sowohl beruflich als auch privat genutzt. Wer für jeden Bereich eine eigene SIM-Karte verwenden möchte, benutzt häufig direkt zwei unterschiedliche Handys. Praktischer ist aber ein Dual-SIM-Handy, also ein Gerät, in dem sich zwei SIM-Karten parallel zueinander betreiben lassen. Elegant ist die Lösung, bei der sich das eine Gespräch auf der einen SIM-Karte halten lässt, während man auf der zweiten SIM-Karte einen weiteren Anruf entgegennimmt.

Es gibt inzwischen aber auch Adapter, die aus einem herkömmlichen Handy ein Dual-SIM-Handy machen können. Hier ist es allerdings häufig nicht möglich, zwei parallele Gespräche zu führen, weil eine manuelle Umschaltung von einer SIM-Karte auf die andere nur möglich ist, wenn das mobile Endgerät nicht aktiv ist.

Tipp: Ob Sie an ihr aktuelles Handy einen Dual-SIM-Adapter anschließen können, lässt sich auf der Herstellerwebseite herausfinden.

Dual-SIM-Handys oder Adapter sind aber nicht nur für die Trennung zwischen Berufs- und Privatleben interessant. Sie lohnen sich auch dann, wenn man für unterschiedliche Anwendungen SIM-Karten von verschiedenen Anbietern verwenden möchte. So könnte zum Beispiel bei Anbieter A eine günstige SIM-Karte für das Telefonieren, bei Anbieter B eine für das Surfen im Internet gekauft werden. Mithilfe des Adapters kann man für die jeweiligen Anwendungen dann auf die günstige SIM-Karte umschwenken.

Prepaid oder Vertrag – die Vor- und Nachteile

Eine generelle Bewertung der Vor- und Nachteile ist hier ausgesprochen schwierig. Es kommt ja bei jeder SIM-Karte zunächst darauf an, für welchen Tarif sie ausgewählt wird. Früher galt die Faustregel, dass Prepaid gut für die Kostenkontrolle sei, aber eher ungünstig wegen der hohen Verbindungsgebühren. Inzwischen kann man aber bei einigen Herstellern sogar Flatrates als Prepaid-SIM-Karte erwerben und muss sich vertraglich nicht mehr binden.

Trotzdem hat die Prepaid-Karte natürlich einen Nachteil. Ist das Guthaben abgelaufen, muss erst wieder aufgeladen werden. Sofort notwendige Anrufe müssen also mit einem anderen Kommunikationsgerät abgewickelt werden.

Bei festen Verträgen hat man sich in der Regel vorher die Tarifkonditionen der jeweiligen Anbieter genau angeschaut und die für das eigene Telefonverhalten beste Variante ausgesucht. Diese SIM-Karte ist also immer einsatzbereit. Wer jedoch gleichzeitig auch ein Handy, möglicherweise subventioniert und mit SIM-Lock kauft, ist in der Nutzungsfähigkeit wieder etwas eingeschränkt.

Kauftipp für Eltern: Bei Kindern und Jugendlichen hat sich die Prepaid-SIM-Karte als ausgesprochen nützlich erwiesen. Hier ist das Guthaben auf ein bestimmtes Volumen begrenzt. Das trägt unter anderem auch dazu bei, das Telefonverhalten und das Kostenbewusstsein zu trainieren. Wenn „Nachladen“ vom Taschengeld bezahlt werden muss, sind manche Anrufe auf einmal gar nicht mehr so wichtig.

Ein kleiner Tipp zum Schluss

SIM-Karten sind je nach Anbieter heute teilweise schon für deutlich unter 10 Euro erhältlich. Die Haltbarkeit der Karten ist in der Regel hier überhaupt nicht von Bedeutung. Wichtiger ist der Vergleich der Tarifkonditionen. Denn selbst die günstigste SIM-Karte nützt nichts, wenn man anschließend für das Telefonieren und Schreiben von SMS viel Geld bezahlen muss.

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