Günstig ist smarter! Die fünf besten Smartphones ab 60 Euro

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Für knapp 1.100 Euro gibt’s einen gebrauchten Kleinwagen, einen schicken Urlaub – oder ein iPhone 6S Plus. Der Preis-Wahnsinn im Smartphone-Sektor kennt kaum Grenzen. Wer da nicht mitmachen will und das Handy nicht als Statussymbol braucht, kauft sein Smartphone deutlich günstiger – und viel smarter – für weniger als ein Zehntel des Preises! Gute Smartphones gibt es nämlich bereits ab 60 Euro. Wir stellen die Top 5 der gut und günstigen Smartphones vor.
Diese Smartphones sind echte clevere Schnäppchen (© Microsoft / LG / THL)
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Diese Smartphones sind echte clevere Schnäppchen (© Microsoft / LG / THL)

Kein Schnickschnack, dafür solide Technik

Dass Du für 60 bis 120 Euro keine iPhone-Qualität erwarten kannst, liegt auf der Hand. Hier laufen die Prozessoren etwas langsamer, die aktuellsten 3D-Spiele-Apps ruckeln eher gemächlich übers Display – wenn sie überhaupt laufen. Die Bildschirme sind weniger scharf und die Kameras liefern keine HD-Fotos. Aber: Mailen, Surfen, WhatsApp, Facebook, Telefonieren, Simsen, also die Pflichtaufgaben, die vielen Handy-Besitzern völlig genügen, erledigen auch die Günstig-Smartphones problemlos.

Die Checkliste: Auf diese 4 Kriterien kommt es an

Der Preis ist nicht alles – auch im Günstig-Segment gibt es gute und schlechte Ware. Daher solltest Du beim Kauf einige entscheidende Kriterien beachten:
  • Als Software sollte zumindest Android 5 (oder eines der Updates wie Android 5.1) installiert sein. Denn der Vorgänger Android 4 ist vor allem in Sachen Sicherheit mittlerweile völlig veraltet, hier haben Hacker leichtes Spiel. Und die meisten Geräte ermöglichen keine Aktualisierung auf Android 5.
  • Zum schnellen Surfen sollte der Mobilfunkturbo LTE an Bord sein, denn mit dem Vorgänger 3G/UMTS tröpfeln die Daten nur zäh durch die Leitung.
  • Drittes wichtiges Kriterium ist die Schärfe des Bildschirms, die in Bildpunkten oder Pixeln pro Zoll (ppi) gemessen wird. Ab etwa 300 ppi sind Bildschirme superscharf, wie beim Retina-Display des iPhone 6S mit seinen 326 ppi. 200 ppi sind das Minimum für ein ordentliches Smartphone – und je mehr, desto besser.
  • Bei den Rückkameras sind 5 Megapixel (MP) in dieser Preisklasse Standard. Noch wichtiger: Achten Sie darauf, dass auch die Frontkamera für Selfies zumindest 2 MP liefert.
Diese 5 Modelle gehören zu den besten ihrer Preisklasse:
Bekommt 3 von 4 Sternen: das Moto E der zweiten Generation. (© Motorola)
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Bekommt 3 von 4 Sternen: das Moto E der zweiten Generation. (© Motorola)

Motorola Moto E (2. Generation)

Für rund 90 Euro erfüllt das Motorola Moto E viele der Kriterien. Android ist mit Version 5.0 recht aktuell, der Bildschirm bietet mit 4,5 Zoll einen guten Kompromiss aus Größe und Handlichkeit. Außerdem ist er mit 245 ppi sogar relativ scharf. Vor allem der Akku glänzt und hält beim Surfen gut 11 Stunden durch. LTE und die 5-Megapixel-Rückkamera passen ebenfalls. Extrem gespart hat Motorola allerdings an der Frontkamera: Bei 0,3 MP wenden sich Selfie-Fans erschüttert ab. Ansonsten ist das Moto E ein sehr solides Einsteiger-Smartphone, das im Fachmagazin Chip nicht umsonst mit einem Preis-Leistungs-Verhältnis von 93 Prozent überzeugt. Aber Vorsicht: Achte beim Kauf unbedingt auf den Hinweis „2. Generation“! Denn auch der Vorgänger wird als „Moto E“ noch verkauft, ist sein Geld aber längst nicht mehr wert.
Der Preis-Leistungs-Sieger: das LG G4c. (© LG)
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Der Preis-Leistungs-Sieger: das LG G4c. (© LG)

LG G4c

30 Euro teurer als das Motorola, aber für gut 120 Euro bekommst Du auch deutlich „mehr Smartphone“. Der Bildschirm des LG G4c ist größer (5 Zoll) und schärfer. Mit 294 ppi liegt er fast schon auf iPhone-Niveau. Die 5-MP-Frontkamera sorgt für ordentliche Selfies und die Rückkamera knipst sogar mit 8 Megapixel. Für das Magazin Chip ist das G4c das Einsteiger-Smartphone mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Satte 98 Prozent gibt es in dieser Wertung. Aber Achtung, lass Dich nicht täuschen: Mit dem „großen“ LG G4 hat dieses Sparmodell nichts zu tun, der kleine Buchstabe „c“ sorgt für völlig andere Technik, für ein völlig anderes Smartphone. Dank guter Hardware und Android 5 ist das G4c sein Geld aber allemal wert.
Smartes Auslaufmodell zum Dumping-Preis: das Lumia 550. (© Microsoft)
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Smartes Auslaufmodell zum Dumping-Preis: das Lumia 550. (© Microsoft)

Microsoft Lumia 550

Android 4, 5 oder 6? Mit dem Lumia 550 für rund 90 Euro braucht Dich Googles Software-Wirrwarr nicht zu interessieren, denn es läuft schlicht und einfach mit Windows 10. Die Bedienung mit ihren Kacheln erinnert also an den PC zuhause und MS Office mit Word oder Excel ist auch an Bord. Ideal für Einsteiger, die sich damit nicht groß umgewöhnen müssen! Die Windows-Handys konnten sich zwar nie gegen iPhone und Android durchsetzen und Microsoft gibt das Geschäft daher demnächst auf. Doch mit dem Lumia 550 bist Du in Sachen Software und Sicherheit sicher noch drei, vier Jahre auf einem aktuellen Stand. Auch die Hardware mit 4,7-Zoll-Bildschirm (wie beim iPhone 6S) und exzellenten 315 ppi überzeugt. Selbst die Kameras (5 MP/2 MP) schlagen sich überraschend gut. Das Lumia ist eine erstklassige Alternative zu Android-Handys und ist übrigens nur deshalb so günstig, weil Microsoft zuletzt mit echten Kampfpreisen in den Markt drängte.
Buntes Schnäppchen mit viel Speicherplatz: das 9681 Jerry. (© Wiko)
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Buntes Schnäppchen mit viel Speicherplatz: das 9681 Jerry. (© Wiko)

Wiko 9681 Jerry

Die französisch-chinesische Billigmarke Wiko baut ordentliche Einsteiger-Smartphones mit wenig Prestige, aber vernünftiger Technik. Das neue 9681 Jerry kostet rund 100 Euro und bietet für diese Preisklasse einen besonderen Clou: Es läuft bereits mit Android 6. Damit sind Besitzer in Sachen Sicherheit und Komfort deutlich länger auf dem neuesten Stand als mit Android 5. Bei der Hardware müssen Käufer allerdings Abstriche machen: Der 5-Zoll-Bildschirm löst mit 196 ppi nur unscharf auf und statt mit LTE surfen Sie mit 3G. Der coole Look in fünf verschiedenen Farben (darunter Orange, Pink und Türkis), der Vierfach-Prozessor, solide 16 GB Speicher (erweiterbar) und Android 6 machen das Wiko trotzdem zu einem interessanten Schnäppchen.
Der absolute Preishammer: Das T6C kostet neu schlappe 60 Euro. (© THL)
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Der absolute Preishammer: Das T6C kostet neu schlappe 60 Euro. (© THL)

THL T6C

Das kryptische Kürzel steht für den absoluten Preisbrecher aus China. Ein aktuelles Smartphone mit 5-Zoll-Bildschirm, Android 5, zwei Kameras und als besonderer Gag mit UKW-Radio für 60 Euro – das gab’s noch nie! Okay, das THL T6C sorgt für nicht ganz so viele Glücksgefühle, wie es der optimistische Firmenname („Technology Happy Life“) verspricht. Denn der Bildschirm macht mit 196 ppi eher weniger happy, der Akku ist kein Marathonläufer und die Kameras halten weniger, als ihre Leistungswerte (8 und 2 MP) auf dem Papier versprechen. Aber für 60 Euro können Käufer wenig verkehrt machen. WhatsApp oder Facebook klappen auch mit dem THL – allerdings mangels LTE etwas langsamer als gewohnt. Doch wer sein Smartphone selten braucht, wer ein Zweitgerät für den Notfall sucht oder das erste Smartphone für die Kids, kann hier viel Geld sparen. Immerhin: Für die 1075 Euro eines iPhone 6S Plus gibt es beinahe 18 THL T6C.
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