Graupner - Bell MICRO 47G V06

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Ich habe mir Mitte 2006 einen gebrauchten Grauper Bell Micro 47G über ebay zugelegt. Nach vorheriger Recherche musst es unbedingt die 2006'er Version sein, da Graupner die Antennenführung, Akkuaufnahme und den Regler verbessert hat. Durch die Modifikation des Reglers wird der Akku geschont, und der Hubschrauber landet bei sich leerendem Akku fast von ganz alleine. Abstürze durch einen leeren Akku können also nicht mehr passieren. So einfach, wie es immer wieder gernde dargestellt wird, ist Hubschrauberfliegen allerdings nicht. Auch nicht mit den neuen Koaxialhelikoptern, bei denen zwei gegenläufige Hauptrotoren den Heckrotor überflüssig machen. Das Giermoment muss dennoch ständig über die Fernsteuerung ausgeglichen werden, zumal es sich bei erwärmenden Motoren (die werden nach ca. 5 Min Flugzeit richtig heiss!) stetig steigert. Das heißt, man muss immer mehr gegensteuern. Durch den Einbau eines ALU-Motorkühlers ist es etwas besser geworden. Nach ca. 5 Tagen, an denen ich jeden Tag einen Akku leergeflogen habe, das sind dann so ungefähr 20 Minuten, bekam ich den ersten richtigen, kontrollierten Schwebeflug in Augenhöhe hin. Mittlerweile schaffe ich sogar die Landung auf einem kleinen Tischchen, allerdings muss der Heli dann immer noch mit der Nase von mir weg fliegen, sonst komme ich mit der Steuerung durcheinander und habe ärgste Probleme den Quirl wieder unter Kontrolle zu bringen. Ansonsten habe ich mir noch einen zweiten Akku zugelegt, um das Flugvergnügen zu verdoppeln. Man sollte die Motoren, nachdem man einen Akku leergeflogen hat, allerdings erst ein wenig abkühlen lassen, bevor man mit dem zweiten Akku weiterfliegt. Mein Fazit ist, das dieser Heli so wie er aus der Kiste kommt prima zu fliegen ist und qualitativ sein Geld wert! Man sollte sich allerdings immer darüber im Klaren sein, dass er KEIN Kinderspielzeug ist (nicht unter 16 Jahren würde ich sagen) und auch nicht von heute auf morgen zu fliegen ist! Aber ein bisschen Geduld und regelmäßiges Üben, besonders am Anfang, machen sich schnell bezahlt. Ich denke mal, dass jeder nach einer Woche in der Lage sein wird, dieses nette Hubilein halbwegs sicher in der Luft zu halten. So, ansonsten kann ich allen Hubipiloten und solchen, die es werden wollen, nur viel Spaß mit dem Graupner 47G wünschen!

Rotor- und Rumpfbruch wünscht Euch Euer A. Lüders

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