Gratis Autogramme per Post? Funktioniert das?

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Die kurze Antwort vorweg: Nein, nur in den seltensten Fällen.

Vermutlich haben die meisten Autogrammsammler auf genau diese Art zu ihrem Hobby gefunden - eine Autogrammadresse und das unvorstellbare Glücksgefühl, eine Antwort auf den sorgsam geschriebenen Fanbrief zu erhalten. Nach einigen Autogrammanfragen waren Sie dann vermutlich schon mit den ersten Stolpersteinen des Hobbies vertraut: gedruckte Unterschriften, Stempel, Autopens und Sekretärsunterschriften, die dem ambitionierten Sammler das Leben schwer machen und die ursprüngliche Freude schnell trüben.

Leider gehen auch dann noch viele Sammler sehr unbedarft an ihr Hobby ran und horten fröhlich die unechten Signaturen in ihren Alben. Vordrucke, Stempel und sogar Autopens erkennen die meisten Sammler noch zuverlässig - danach wird es jedoch schnell komplizierter. Aus unerklärlichen Gründen neigen viele Sammler dazu jede handschriftliche Signatur als echt (also von dem Star selbst erstellt) anzuerkennen, solange nichts Gegenteiliges bewiesen wurde und öffnen so Tür und Tor für Unmengen von Sekretärsunterschriften in ihren Sammlungen.

Viel logischer ist es doch genau andersherum: jedes Autogramm wird als unecht behandelt, bis das Gegenteil hinreichend bewiesen ist! Eine Maxime, der ich jedes einzelne meiner Autogramme unterwerfe.

Die guten Gründe, gerade Autogrammen die per Post auf eine Anfrage hin eintreffen, kritisch zu beurteilen sind zahlreich und schwer zu ignorieren:

Zeit: Menschen von denen Sie sich ein Autogramm wünschen sind zumeist für Ihre hingebungsvolle Arbeit berühmt. Wer sich an die Spitze der Schauspielerei, des Sports oder auch der Politik gekämpft hat, der ist eindeutig ein Arbeitstier mit nur knapper Zeit zur freien Verfügung. Filmstars arbeiten täglich unzählige Stunden am Set, reisen von Premieren zu Filmfestivals und weiter zu Preisverleihungen oder zeigen sich bei Wohltätigkeitsveranstaltungen. Wo in diesem Tagesablauf soll die Zeit herkommen Körbe und Säcke von Fanpost jeden Tag einzeln zu öffnen, zu lesen und individuell mit Autogrammen zu beantworten?
Selbst als 24-Star Kiefer Sutherland im Gefängnis einsaß, bekam er jeden Tag über 100 Autogrammanfragen in seine Zelle geschickt (Quelle: http://stars.aol.de/News/Sutherland-kriegt-Fanpost-ins-Gefaengnis-1501194223-0.html). Haben Sie schon einmal versucht einhundert Briefe an einem Tag zu schreiben, mit Autogrammen zu versehen und zu verschicken? Könnten Sie an einem solchen Tag noch Ihrer Spitzen-Karriere widmen? Stellen Sie sich vor, wieviel Post dann wohl erst ein Daniel Craig oder eine Kristen Stewart zu beantworten haben muss!?

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