Gold Silber Bronze Messing Tibetsilber Neusilber - Übersicht Metalle

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Einige Käuferinformationen vorab
Grundsätzlich: Eine WERTANLAGE ist ein Einkauf bei mir bestimmt nicht!
Aber wenn keine Wertanlage - worauf kommt es mir bei der Schmuckherstellung eigentlich an?:
  • Auf den Spass beim Herstellen: Es ist mein Hobby, der Hauptzweck ist der Spass, die Freude und die innere Befriedigung, die ich empfinde, wenn wieder ein neues Stück entstanden ist. Oft probiere ich gleich mehrere Varianten aus- aber jedes Teil ist ein einzigartiges Unikat!
  • Auf das Aussehen: Sieht das Stück gut aus, ist es schick, modisch, stylisch eindeutig?
  • Auf die Haltbarkeit: Hält das Stück den normalen Gebrauch aus, wie lange behält es Form und Farbe?
  • Auf die Vertäglichkeit: da ich selber oft mit geschwollenen, juckenden oder nässenden Hautreaktionen zu tun hatte, achte ich beim Einkauf meiner Rohmaterialien auf nickelfreies Metall. Auch Blei oder Cadmium haben in meinem Schmuck eigentlich nichts zu suchen. Als allergiesicher geltenZink, aber auch Eisen, Titan, Zinn und Rhodium.
Auch wenn ich mir alle Mühe gebe, die Materialien so genau wie möglich zu benennen - ich bin kein Fachmann, ich gebe die Informationen nach besten Wissen und Gwissen so weiter wie ich sie von meinen liefernden Händlern erhalten habe. Im Laufe der Zeit haben sich Fragen und Antworten zu Handelsnamen, Herkunft und Eigenschaften der Materialen angesammelt, unsortiert als verschiedene Textdateien abgespeichert. Ich habe angefangen, sie zu sortieren und so entsteht eine kleine Informationsdatei, die ich auch mmeinen Käufern zur Verfügung stellen möchte.
  •  Diese Datei wird nie fertig oder vollständig sein, da die Themenvielfalt im Bereich Schmuck und Material einfach unendlich sind! Die wichtigsten Quellenhinweise finden sich am Ende dieser Seite. Auf Links habe ich bewusst verzichtet. Manchmal gibt es Hinweise zu speziellen Quellen oder Suchbegriffen.
Achtung: dies hier ist keine technische oder wissenschaftliche Abhandlung, sondern eine unvollständige Kurzinformation zu verschiedenen Metalllegierungen. Wer genaueres wissen möchte, kann hier bei ebay weitere Ratgeber aufrufen oder sich im Internet über die verschiedenen Suchmaschinen entsprechende Seiten ansehen.

METALLE
Platin, Gold, Silber  - ganz kurz:
Edelmetalle sind Metalle, die besonders korrosionsbeständig sind. Neben der Schmuckherstellung sind alle Edelmetalle wichtige und begehrte Rohstoffe der Industrie. In der Weltwirtschaft sind bzw.  waren sie die Grundlagen der meisten Währungen und wurden / werden in vielen Staaten eingelagert.  Da die Resourcen dieser Metalle relativ gering sind erklärt sich der Preis für sie.
  • Platin (Pt) ist ein chemisches Element und als solches ein korrosionsbeständiges, schmiedbares und weiches Schwermetall. Da der Preis dafür sehr hoch ist, kommt es für mich leider nicht als Material in Frage.
  • Gold (Au) wird sowohl als chemisches Element als auch als Mineral angesprochen. Das Schwermetall ist unlegiert weich wie Zinn. Erst als Legierung erhält es seine Eigenschaften, wie wir sie am Schmuck schätzen. Feingold ist fast reines Gold 999 Gewichtspromille (24 kt). (Die Behandlung der Reinheitsgrade sprengt den hiesigen Rahmen - ich verweise auf die Lexikotheken und Suchmaschinen im Internet.)
    Farbgoldlegierungen:
    Gelbgold ist dem Feingold ähnelnde gelbe Goldlegierung aus Feingold mit Silber und Kupfer. wobei mit zunehmendem Silberanteil die Farbe heller wird. 
    Rotgold ist eine Goldlegierung aus Feingold, Kupfer und ggf. etwas Silber. Es ist relativ hart - der Farbton ist kupferähnlich.
    Grüngold ist eine grünlichgelbe Goldlegierung ohne Kupferzusatz. Die Farbe entsteht durch einen Siberanteil von  deutlich über 40%.  646 entspricht dem Anteil an 1000, bei dem der deutlichste Grünton auftritt. Bis zu einem Drittel des Silbers kann durch Cadmium ersetzt werden, wobei sich das "Grün" verstärkt. Die Legierungen sind sehr weich, wenig farbstark und die Legierungen neigen zum Anlaufen. Der Schmelzpunkt ist reduziert.
    Weißgold und Graugold: Weißgold als Sammelbegriff bezeichnet Goldlegierungen, die durch Beimischung deutlich entfärbender Zusatzmetalle eine weiß-blassgetönte Goldlegierung ergeben. Als Legierungszusätze werden hauptsächlich das Platinnebenmetall Palladium, (früher sehr häufig) Nickel oder bei niedrigen Goldgehalten Silber verwendet. Die Entfärbung des von Natur aus gelben Goldes tritt kontinuierlich ein und setzt eine gewisse Menge des entfärbenden Zusatzes voraus; der Rest, der dann noch bis zum berechneten Gesamtvolumen fehlt, wird oft aus Kupfer/Silber gestellt. Diese fast farblosen Werkstoffe wurden in den Jahren 1912/13 als kostengünstiger und punzierfähiger Platinersatz für Schmuckzwecke in Pforzheim entwickelt und werbewirksam als Weißgold eingeführt. Im frankophonen Sprachraum sind diese Werkstoffe treffender als „or gris“, Graugold bekannt. Ziel war ein gut zu verarbeitendes, anlaufbeständiges Material, in dem farblose Brillanten hervorragend ihre Wirkung zeigen konnten. Bis dato war man auf Silber, das nachdunkelt, oder eben Platin und das etwas dunklere und leichtere Palladium angewiesen. Folgerichtig existieren auch vor dieser Zeit keine Schmuckstücke mit Weißgold.
    Viele Metalle bilden mit Gold „weiße“ Legierungen, so Quecksilber, Eisen, das dadurch mitnichten rostfrei wird, und auch Platin, das eine schwere, teurere und sehr gut aushärtbare Legierung mit Gold bildet. Die in präkolumbischer Zeit in Südamerika hergestellten Platinobjekte bestehen aus diesem weißlich-beige bis schmutzig-grau aussehenden Material.
    Nickelhaltiges Weißgold (eine Gold-Kupfer-Nickel-Zink-Legierung mit variablen 10–13 % Nickelanteil) kann auch als durch den Nickelzusatz entfärbte Rotgoldlegierung aufgefasst werden; demzufolge ist es auch relativ hart und kann bis zur Federhärte gewalzt, gezogen oder geschmiedet werden. Die hohe Grundfestigkeit ermöglicht beispielsweise geringere Wandstärken bei gleicher Stabilität. Weitere Eigenschaften wie hervorragende Zerspanbarkeit und Polierbarkeit sind von großem Vorteil. Dazu kommen noch der niedrige Schmelzpunkt und günstigere Preis, der wiederum daraus resultiert, dass keine weiteren Edelmetalle im Zusatz enthalten sind und die Dichte geringer ist als beim palladiumlegierten Pendant. Für mechanisch beanspruchte Teile wie Broschierungen, Nadeln, Scharniere und Verbindungsteile wird dieses Material von den Schmuckherstellern und Juwelieren aufgrund der Festigkeit sehr geschätzt. Nickelweißgold ist die Basis von weißgoldenen Lotlegierungen. Da jedoch der Nickelanteil auf der Haut allergische Reaktionen hervorrufen kann, wird es mittlerweile in fast allen modernen Schmucklegierungen weitestgehend vermieden.
    Die edlere Alternative ist palladiumhaltiges Weißgold, eigentlich treffender als Graugold zu bezeichnen. Es ist vergleichsweise weich, wobei es unterschiedliche Rezepturen von harten bis weichen Legierungen gibt. Es handelt sich um Mehrstofflegierungen mit bis zu sechs Komponenten. Der Grundfarbton der palladiumbasierten Goldmischungen ist allgemein dunkler, eben „grauer“ als der des nickelbasierten Weißgoldes. Diese Weiß-/ Graugoldlegierungen werden nach meist der Bearbeitung rhodiniert. Daher ist es nicht so wichtig, ob die Legierung rein weiß oder hellgrau erscheint, und man spart bewusst am teuren Palladium, welches die Mischung oft auch zu dunkel färbt. Nativ, unbearbeitet sehen diese Werkstoffe demzufolge oft leicht beige aus. Der Vergleich mit Platin oder Silber ist augenfällig. Die Verarbeitungseigenschaften, wie Zerspanbarkeit, welche bei maschinellem Drehen z.B. von Trauringen (Ehering) gefordert ist, stellen andere Anforderungen an die Werkzeuge. Die Gieß- eigenschaften (höherer Schmelzpunkt und höhere Oberflächenspannung der Schmelze) unterscheiden sich auch vom nickelbasierten Pendant. Eine strukturelle Zähigkeit der Legierungen erhöht z. B. den Aufwand der Hochglanzpolitur in ungewohnter Weise. Nachteilig ist der erhöhte Preis durch den nicht unbeträchtlichen Palladiumanteil und die höhere Dichte des Materials. Positiv zeigen die Legierungen ihren hohen Anteil an Edelmetallen (Gold-Palladium-Silber) in deren Eigenschaften. Ein Schmuckstück in Palladiumweißgold ist derzeit (Januar 2007) ca. 20 % teurer als das vergleichbare aus Gelbgold bei gleichem Feingehalt.
  • Titan-Gold-Legierung: Eine aushärtbare Titan-Gold-Legierung mit 99 % Gold und 1 % Titan wird in der Trauringherstellung und Medizintechnik eingesetzt. Der hohe Edelmetallanteil in Verbindung mit hoher Festigkeit machen den Werkstoff interessant. Die gelbe Farbe ist vergleichbar mit der von 750 Gelbgold, jedoch „grauer“. Durch den Titanzusatz ist die Legierung beim Schmelzen sehr empfindlich und reagiert mit Sauerstoff und Stickstoff.
Anbieter von Goldlegierungen entwickeln immer wieder neuartige Werkstoffe. So gibt es Weißgoldlegierungen mit Cobalt, Chrom, Mangan-Germanium und anderen Metallen. Verarbeitungsprobleme, Preisentwicklungen oder mangelnde Akzeptanz der Kunden lassen solche neuen Goldlegierungen häufig schnell wieder vom Markt verschwinden.
Da sich „weißes“ Gold nicht elektrochemisch abscheiden lässt, werden Schmuckerzeugnisse aus Weißgold in der Regel auf galvanischem Wege rhodiniert. Dieser Überzug mit Rhodium, einem Platin-Nebenmetall, bewirkt eine Farbverbesserung hin zu einem reinen, silberartigen Weiß, sowie einer verbesserten Kratzfestigkeit gegenüber der unbeschichteten Metalloberfläche aus reinem Weißgold. Dieser Rhodiumüberzug muss nicht explizit angegeben werden. Durch Abtragen dieses Überzuges kommt das eigentliche Weiß- oder Graugold wieder zum Vorschein, was z. B. bei Trauringen oft zu optischen Beeinträchtigungen führt.

Kupfer - Bronze, Messing, Tibetsilber, Neusilber
  • Kupfer (Cu): Reines Kupfer ist in der Regel für die Schmuckherstellung zu weich. Meist werden verschiedene Legierungen verwndet. Die Anzahl dieser Legierungen ist riesig und wächst ständig weiter, da Kupfer und die verschiedenen Legierungen in der Industrie eine nicht wegzudenkende Bedeutung hat.
  • c) Bronze, Messing, Tibetsilber, Neusilber - Was ist was?
    1. Es handelt sich um Legierungen = Mischungen aus verschiedenen Metallen. Obwohl die Mischungsverhältnisse im einzelnen definiert, d.h.: festgelegt sind, ist die Unterscheidung der Legierungen in der Praxis oft recht schwierig, da fließende Übergänge möglich sind.
    2. Eine eindeutige Bestimmung der verschiedenen Legierungen ist für den Laien meist nicht möglich. Erst wenn man im Besitz des Stückes ist, kann man für sich Aussagen zu Farbe, Gewicht und zuweilen über die Sprödigkeit eines Teiles machen (spätestens, wenn die Brosche oder der Ring zerbricht!). Auch kann man an einer unauffälligen Stelle eine Kratzprobe machen - aber das war's dann auch. Meist muß man dem Verkäufer/Händler vertrauen!
Einige wichtige Kupferlegierungen:
  • - Bronze  (CuSn) = Kupfer + Zinn
  • - Messing (CuZn) = Kupfer + Zink 
    - klassisch reines Standardmessing = Ms63 oder CuSn37 =>    63% Kupfer + 37% Zinn  
    - Goldmessing /Tafelmessing   => ab 70% Kupfer + 30% Zinn  
    - Gelbguss = Messing mit 56-80% Kupfer
    - Sondermessing, Zerspanungsmessing => Speziallegierungen, die in der Industrie gebraucht werden
  • es gibt eine Vielzahl an Messinglegierungen mit weiteren Zugaben, die sich aus den Anforderungen an das Material - insbesondere der Industrie - ergeben. Es handelt sich überwiegend um Beimengungen von Blei, Eisen, Nickel, Aluminium, Mangan usw..
    Für die Schmuckherstellung interessante Legierungen sind:
    - Neusilber: Legierung aus 47–64 % Kupfer, 10–25 % Nickel, 15–42 % Zink, silberweiß glänzend, relativ hart und hohe Korrosionsbetändigkeit.
    => andere Bezeichnungen: Alpaka/Alpacca (gesch.Warenzeichen), Perusilber, Argentan, Minargent, Semilargent, Kunstsilber, Maldior (Melchior), Cuivre blanc / Maillechort / Argent d Àllemagne (franz.), Berndorfer Silber, German Silver/germansilver (engl.), Englischsilber, Hotelsilber, Packfong / Pak-ton o. Pakdong (chin.), plata alemana (span.), Sterlingmetall, Wiener Neusilber, Ambrac, Alfenide, Argyrolith, Argyroide, Argyrophan (HINWEIS: galvanisch versilbertes Neusilber nennt man auch Chinasilber; die sehr alte, als Suhler Weißkupfer bekannte Legierung ist aufgrund der Zugabe von Arsen hochgiftig und heute nur noch als einzelne Museumstücke erhalten.) => Offiziell verkauftes Neusilber erkennt man am Gewichtszahlenstempel.
    - Tibetsilber: ist eigentlich nicht anderes als eine Neusilberlegierung, die ursprünglich 250/1000 (=25%) Silberanteile enthalten sollte.
    Im asiatischen Raum wurde Silber eine spiritistische Schutzfunktion zugesprochen, war aber für die Bevölkerung zu teuer. Daher ist in echtem "Tibetsilber" auch heute noch Silber enthalten.
    Leider werden neuerdings jedoch vom Handel sehr oft auch andere (versilberte und unversilberte) Zinnlegierungen als "Tibetsilber" bezeichnet. Zum Galvanisieren mit Silber wird die Ware vorher vernickelt (!). Silber hingegen ist in den allermeisten dieser Legierungen, die früher Weißmetall, Metall oder Weichgussmetall genannt wurden, nicht enthalten. Den Unterschied kann man als Laie jedoch kaum ausmachen! 
  •  Rotguss, Gelbguss, etc.

                                             - Hier wird noch weiter gearbeitet! Bei Gelegenheit als mehr! -


Quellen: ebay.de skai-asiatika (Händler!)
         ebay.de tms-perlentrends (Händler!)
         de.wikipedia.org/wiki/Neusilber
        beyars.com/de_schmuckwissen
          


 
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