GoPro Hero 3 als Helmkamera – Hightech für tolle Actionaufnahmen

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GoPro Hero 3 als Helmkamera – Hightech für tolle Actionaufnahmen

Die GoPro Hero 3 gibt es in drei unterschiedlichen Varianten, nämlich Silver, White und Black. Sie unterscheidet sich deutlich von ihren Vorgängern. Sie ist sichtlich dünner, weshalb sie auch inkompatibel mit schon existierenden Unterwasser-Gehäusen ist. Weiter verwenden können Sie jedoch das Display zum Aufstecken sowie das Wifi-Modul. Außerdem können Sie zwischen vielen Möglichkeiten wählen, zum Beispiel die Kamera am Kopf oder Helm zu befestigen.

Einleitende Worte zur Video- und Bildqualität der GoPro Hero 3

Bei der Auflösung haben Sie viele Optionen zur Verfügung. Zunächst wären da die zwei gewohnten Einstellungen 720p und 1080 p. Dazu kommen aber die Modi 2,7K und 4K. Durch diese Auflösungsdaten schafft es die Helmkamera, besser als führende Camcorder zu sein. Das Ergebnis muss Sie nicht überraschen, da es sich hierbei um cineastische Maße handelt, die ein Seitenverhältnis von 1,9 : 1 haben. Es handelt sich folglich um einen flachen Bildausschnitt. Wenn Sie die 4K-Einstellung verwenden, nehmen Sie wesentlich mehr Pixel auf, wobei Sie diese sogar unbearbeitet zu sehen bekommen. Über so viele Pixel zu verfügen, hat für Sie den Vorteil, dass Sie viele Informationen einfangen und hinterher beispielsweise Rauschen verhindern können. In der Praxis ist eine bessere Lowlight-Qualität erstrebenswert, sofern Sie die Kamera gut an das Umgebungslicht anpassen. Zudem existiert die Möglichkeit, Full-HD-Aufnahmen zu machen. Beachten Sie aber, dass die Aufnahmen im Automatik-Modus sehr warm ausfallen, wodurch eventuell eine Nachbearbeitung anfällt.

Wie Sie die Kamera vernünftig befestigen

Grundsätzlich ist die GoPro Hero 3 am Helm am besten zu befestigen. Wenn Sie gerade keinen zur Verfügung haben, können Sie es auch am Kopf tun. Speziell dafür gibt es das Kopfband, das mit allen GoPro Versionen kompatibel ist. Durch die verstellbaren Größen ist die Kamera an jede Kopfform anpassbar. Das Kopfband ist jedoch nicht für Sportarten empfohlen, wo es zu hohen Stoßbelastungen kommt. Im Falle solcher Aktivitäten sollten Sie eher auf die Front-Helmhalterung zurückgreifen. Damit ist eine Installation im vorderen Bereich des Helms machbar wie bei einer Stirnleuchte. Die Position der Kamera am Helm ermöglicht es sogar, Videos und Porträts von sich selbst zu machen. Eine andere Möglichkeit ist die selbstständige Befestigung am Helm mit dem mitgelieferten Zubehör.

Suchen Sie sich zunächst den Helm aus, auf dem die Kamera seitlich angebracht werden soll. Anschließend ist dieser gründlich zu reinigen, da die Klebeteile sonst nicht haften werden. Sobald die Säuberung beendet ist, nehmen Sie eine der flachen Klebebefestigungen und befestigen die an der Seite des Helms. Vergewissern Sie sich über den festen Sitz. In diese Klebebefestigung müssen Sie eine Schnellspannschnalle einrasten. Das geschieht ohne jeglichen Druck, da die Bauteile füreinander konzipiert sind. Mit nur wenigen Handgriffen und dank kleiner Schrauben kann anschließend die Schwenkarm-Baugruppe an der Schnellspannschnalle angebracht werden. Sobald Sie damit fertig sind, vergewissern Sie sich noch einmal, ob alles seinen festen Sitz hat. Eine gründliche Arbeit garantiert Ihnen eine einwandfreie Verwendung im Anschluss. Im letzten Schritt stecken Sie die GoPro Hero 3 auf die Schwenkarm-Baugruppe und befestigen diese mit den mitgelieferten Schrauben. Durch zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten ist die genaue Position der Kamera beliebig justierbar. Ganz zum Schluss sollte das Abschlussgummi befestigt werden, das für zusätzliche Stabilität sorgt. Die Kamera dürfte sich nun kein Stück mehr bewegen und einsatzfähig sein.

Befestigung der GoPro an der Oberseite eines Helms

Auch hierbei sollten Sie den Helm an entsprechender Stelle zunächst reinigen, damit die Klebebefestigung gut hält. Diese bringen Sie nun an gewünschter Stelle oben auf dem Helm an. Anschließend kann die J-Halterung darin eingerastet werden. Sie ermöglicht es Ihnen, den Winkel der Kamera genau einzustellen. Auf die J-Halterung setzen Sie die Kamera und ziehen die entsprechende Schraube fest. Damit ist die Arbeit erledigt und einem sorgenfreien Einsatz steht nichts mehr im Wege.

Es spielt zunächst einmal keine Rolle, für welche Sportart die Kamera Verwendung findet. Sie eignet sich gleichermaßen für beispielsweise Downhill und Motocross. Grundsätzlich können Sie die GoPro an jedem Helm anbringen, der über eine ebene Fläche verfügt, somit auch an Motorradhelmen. Alternativ zur Befestigung mit den Klebepads kann ein Saugnapf Halt bieten. Auch wenn dieser normalerweise eine einwandfreie Standkraft aufweist, sollten Sie insbesondere bei höheren Geschwindigkeiten etwas vorsichtiger sein. Sind Sie sich unsicher, ob der Saugnapf den Belastungen durch den Wind standhält, wählen Sie lieber die Klebepads. Bei diesen ist die Verwendung allerdings nur einmal möglich. Beim Ablösen und erneuten Ankleben können Sie sich nicht mehr auf eine sichere Klebeleistung verlassen. Zusätzlich zum Klebepad können Sie die GoPro mit einem Sicherungsseil absichern. Sollte der Fall eintreffen, dass sich die Kamera aus der Klebevorrichtung löst, wird das Sicherungsseil unter Garantie dafür sorgen, dass sie nicht weiter beschädigt wird.

Weiterhin wichtig beim Anbringen der Kamera ist der richtige Winkel. Bevor Sie die Aufnahme starten, sollten Sie sich von einer angemessenen Bildfeldabdeckung überzeugen. Ob die Kamera oben oder seitlich angebracht ist, ist zunächst unwichtig. Doch gerade bei letzterer Möglichkeit können Sie den Winkel so einstellen, dass der zugehörige Helm im Bild kaum noch wahrnehmbar ist. Sollten Sie den Klebepads nicht trauen, haben Sie natürlich die Möglichkeit, die Kamera festzuschrauben. Diese Variante hat jedoch klare Nachteile. Einerseits verursachen Sie dauerhafte Schäden am Helm, wenn Sie diesen mit Schrauben durchlöchern. Andererseits müssen Sie die optimale Länge der Schraube wählen. Sie darf weder zu lang, noch zu kurz sein, da sich beides negativ auf den Halt auswirkt.

Details zum Bildwinkel und zur Bildrate

Bedenken Sie beim Anbringen der Kamera, dass es auf den eingestellten Bildwinkel ankommt, weil möglichst viele der Sensoren zum Einsatz kommen sollen. In 720p und 1080p können Sie Narrow, Medium und Wide auswählen. Leider hat die GoPro keinen optischen Zoom, sodass sich beim Ändern des Bildwinkels eigentlich bloß der Bildausschnitt verkleinert. Das hat aber weniger genutzte Pixel zur Folge, wodurch es zu verstärktem Bildrauschen kommen kann. Im selben Zusammenhang steht das Feature "Protune". Dieses ähnelt dem RAW-Format, das normalerweise bei Fotokameras zum Einsatz kommt. Sie können unbehandelt und unkomprimiert über das Bildmaterial verfügen. Der Sinn davon ist, dass durch Nachbearbeitungen auf diese Weise ein besseres Ergebnis erzielt wird. Sie können Schatten besser darstellen und helle Flecken vermeiden. Mit Protune können Sie die Farbtemperatur und den manuellen Weißabgleich beeinflussen.

Die Kamera erreicht ganze 240 fps, somit ist sie eine High-Speed-Kamera. Über diese überaus hohe Bildrate können Sie aber nur mit der WVGA-Auflösung verfügen. Im Alltag findet das jedoch weniger Anwendung. Aber mit 720p erreichen Sie durchaus brauchbare Auflösungen, ebenso wie einen Geschwindigkeitszuwachs. Sie haben die Wahl zwischen 50 fps 60 fps, 100 fps oder 120 fps. Mit diesen Einstellungen können Sie beeindruckende Slow-Motions aufnehmen. Dabei ist es unwichtig, ob Sie sich gerade in Bewegung befinden oder nicht. Auch wenn Sie die Kamera am Helm angebracht haben, sind die Modi anwählbar. Selbst wenn Sie die Auflösung erhöhen, können Sie noch über 100 Bilder pro Sekunde erhalten. Im Full-HD-Bereich sind immerhin noch 60 Bilder je Sekunde machbar.

Nützliche Zubehörteile zum Bedienen der GoPro Hero 3

Sobald Sie die Kamera erst am Helm angebracht haben, ist es nur noch unter Umständen möglich, Einstellungen vorzunehmen. Niemand möchte für einen kleinen Knopfdruck den gesamten Helm abnehmen. Deshalb können Sie sich speziell für die GoPro eine Fernbedienung zulegen. Diese befindet sich sogar im Lieferumfang der Black Edition. Ohne Frage ist sie ein praktisches Zubehörteil, da Sie mit ihrer Hilfe die Kamera ein- und ausschalten und Aufnahmen starten können. Die Fernbedienung verfügt zudem über ein Display, sodass Sie dank ihr sogar Änderungen an aktuellen Einstellungen vornehmen können.

Näheres zur Ausstattung der Kamera

Die GoPro verspricht eine große Leistung und verfügt über ein kleines Gehäuse. Leider werden Sie einige Defizite beim GoPro-Akku bemerken. Je nach Temperatur und Verwendungsart kann die Aufnahme bereits nach 50 Minuten vorbei sein. Überlegen Sie sich am besten vorher schon, worauf Sie mit der jeweiligen Aufnahme hinaus möchten. Wenn Sie die Kamera am Helm befestigen, werden Sie ohnehin nicht viele Gelegenheiten haben, die Einstellungen zu ändern. Falls Sie vorhaben, wirklich lange Aufnahmen zu machen, sollten Sie über einen Ersatzakku nachdenken. Eine andere Möglichkeit ist das Battery Bacpac, wodurch die Akkulaufzeit sogar verdoppelt werden kann.

Mit der GoPro Hero 3 können Sie auch Fotos machen. Diese kommen jedoch in puncto Farbechtheit, Schärfe und Detailreichtum nicht an die Videoqualität heran. Sinnvoll ist dieser Modus vor allem für Timelapse-Aufnahmen. Weiterhin können Sie die Kamera einwandfrei mit einem Smartphone koppeln. Dazu gibt es eine zugehörige App. Beachten Sie aber die stark ansteigende Latenzzeit, die bis zu vier Sekunden erreichen kann. Die Reichweite hingegen fällt recht hoch aus. Sie können Akkuleistung sparen, indem Sie die Geräte gekoppelt lassen, die GoPro aber nicht zwingend einschalten müssen. Mittels Fernbedienung holen Sie die Kamera aus dem Stand-by-Modus und können alle Funktionen reibungslos verwenden.

Gerade in der alltäglichen Verwendung ist die Kopplung mit dem Smartphone sehr praktisch. Die Kamera muss allerdings schon zu Beginn richtig ausgerichtet sein. Anschließend haben Sie 137 Aufnahme-Set-ups zur Wahl, wobei die Entscheidung eigentlich leicht fällt. Zunächst müssen Sie überlegen, ob Sie viel oder wenig nachbearbeiten möchten. So entscheiden Sie sich für oder gegen Protune. Eine Auflösung von 4K ist im Alltag weniger nützlich, ebenso wie WVGA. Wenn Sie das Video bloß für YouTube machen, sollte eine Auflösung von 720p reichen. Für Full-HD Videos wählen Sie 1080p aus.

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