Gitarren Multi-FX - Gebraucht gut und günstig?

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Wir kennen alle das Problem, Musiker sein ist ein teures Hobby und insbesonders als Gitarrist ist man oft geplagt von Geldnot für das nötige Equipment. Es ist dank der digitalen Technik einfacher geworden, sich mit durchaus tauglichen Equipment ein zu decken, doch fehlt immer mal wieder der ein oder andere Groschen. Daher empfiehlt es sich oft, Auslaufmodelle oder Gebrauchtgeräte zu kaufen, aber worauf soll ich achten?

Die Modelle

Die in Frage kommenden Modelle für den kleinen Geldbeutel sind:

BOSS GT 6 - etwas betagt aber der Klassiker

Das Boss GT 6 zeichnet sich durch seine enorme Auswahl an Bodeneeffekten aus. Natürlich verfügt es wie alle anderen auch über eine gute Auswahl an Simulationen legendärer Amps, doch liegt hier das Hauptaugenmerk auf die Simulation ganzer Effektketten. Es bietet meiner Meinung nach die besten Simulationen legendärer Zerrer (Distortion, Metalzone) und HI-Gain-Amps (Rectifier, Hughes Kettner Triple Stack). Ein weitere Pluspunkt ist der tolle Equalizer, der aber in der Bedienung recht viel Fachwissen verlangt. Die Bodenbedienung läuft tadellos und ist nicht auf externe Midipedale angewiesen, doch sind diese für Rackbesitzer mit einem Bodentreter wie dem FC-50 von Roland/Boss (je nach Land) auch ansteuerbar. Hat man die Bedienung einmal begriffen, lässt sich mit Leichtigkeit der richtige Sound finden.

Soundbeispiele Boss GT 6 (Alle Lieder wurden mit Hilfe des Boss GT 6 aufgenommen)

http://www.myspace.com/blutgerichtband

http://www.myspace.com/psnes

Line 6 Pod 2 - In kleineren bis mittleren Projektstudios immer wieder zu sehen

Das POD 2 ist meiner Meinung nach ein gutes Teil für Studios. Da hier kein Fußschalter eingebaut ist oder mitgeliefert wird, ist dieses Teil als Desktopanwendung gedacht. Seine Stärken liegt meiner Meinung nach in Clean-Sound und leichten Zerrungen und von daher empfehle ich dies Blues-Musikern oder Soft-Rockern. Leute die sich einen drückenden Metalc/Hardcore-Sound wünschen schaffen dies nur mit zusätzlichen Geräten und sehr viel Geduld. Die Bedienung ist recht umständlich, da man die Cabinet-Auswahl (Boxen-Typen-Simulation) und die Effekte wie Flanger doer Phaser nur in Kombination mit einer Tap-Taste auswählen kann und am Anfang daher recht viele Setting-Fehler begeht. Darüber-Hinaus ist der Sound recht dumpf und lässt sich meines erachtens nur mit Röhren-Preamps aufwerten.

Digitech GNX 3 - Der etwas unterschätzte Konkurrent

Ein sehr schönes Teil mit einer riesen Palette an Funktionen. Die Fußbedienung gefiel mir am besten, da man hier verschiedene Modi einstellen kann. Man hat die Wahl zwischen dem Stompmode, bei dem man seine einzelne Effekte pro Fußtaster auswählt oder der echt gelungene Bankmode, der ganze Presets/Patches lädt. Für Live-Musiker bietet es sich von daher gut an. Auch in Sachen Verzögerung schlägt es die meisten Multi-FX Pedale. Das am meisten hervorstechende Merkmal ist der Warpmodus. Mit ihm ist es möglich zwei Verstärker zu mischem, um so einen total individuellen Sound zu erhalten. Außer dem GNX 3 bietet die Funktion erst das BOSS GT 8, der  Nachfolger des oben erwähnten Testmodells. Hinzu kommt eine eher schlichte aber zur Übung praktikable Drum-Machine, die ein paar Standardbeats beinhaltet, die sich in der Geschwindigkeit anpassen lässt. Ein weitere tolle Fuktion ist das Aufnehmen auf SD-Cards, was sich äußert praktisch für Live-Sampling oder sammeln von neuen Ideen eignet. Erwähnenswert ist zudem die große internationale Web-Community, die sich über dies Sounds der Gitarrenhelden austauscht und euch dabei hilft, einen tollen Sound zu erhalten.

Soundbeispiele GNX 3 - Folgenden Songs wurden mit dem GNX3 aufgenommen:  Girl from Work, Circles in the Pit

http://www.myspace.com/corporatecarouser

ZOOM G 7.1UT GUITAR FX - der gute Junge mit Röhrenpreamp

Dieses Modell besticht durch seine Vorstufenröhre und wärmt den Sound echt auf. Natürlich kommt es nicht an einen Röhrenamp á la ENGL oder Mesa/Boogie ran, kann aber durchaus soundtechnisch mit Hybridverstärkern mithalten und wertet den Sound eines Transistor-Amps ein wenig auf. Doch hört man dies eher bei Aufnahmen, da die Aufwertung eher im feinen Höhenbereich stattfindet. Das Gerät bietet die meisten Ampsimulationen, die durchaus gelungen sind. Erwähnenswert ist auch das USB Interface, dass in Kombination mit der mitgelieferten Cubase LE 4 den User befähigt durchaus toll klingende Aufnahemn zu machen.

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