Gibt es preiswerte Verstärker, die nur den Bass meines Audio-Gerätes verstärken?

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Gibt es preiswerte Verstärker, die nur den Bass meines Audio-Gerätes verstärken?

Die klangtechnisch optimale Verstärkung von Basssignalen ist keine einfache Aufgabe. Bei den vielen angebotenen Kombisystemen stellt sich die Frage, ob es Lösungen gibt, mit denen mehr Eingriffs- und Kombinationsmöglichkeiten geschaffen werden können.

Welche Wege Sie dabei im Heim- und Car-Hi-Fi-Bereich gehen können und welche Produkte sich eignen, zeigt der folgende Ratgeber zur Bassverstärkung.

Der Heimbereich: Welche Systeme sind verfügbar? Subwoofer-Verstärker und aktive Subwoofer

Wer nur einzelne Bass-Kanäle verstärken möchte, greift am besten zu den Mono-Endstufen. Mono-Endstufen kommen im Gegensatz zu aktiven Subwoofern ohne Lautsprecher aus und eignen sich besonders für benutzerdefinierte Basseinstellungen und für maximale Auswahl- und Kombinationsmöglichkeiten mit weiteren Komponenten. Allerdings kann eine Mono-Endstufe auch recht kostspielig werden, aber wer den Anspruch auf absolute Kombinationsfreiheit hat, wird sich vermutlich auch nicht an den Kosten stören. Bei den folgenden Endstufen-Modellen herrscht ein Preisniveau von etwa 100 Euro für Geräte aus der PA-Technik bis hin zur High-End-Version mit 1.600 Euro – es sollte also für jeden etwas dabei sein.

Mono-Endstufen und Subwoofer-Verstärker

Endstufen aus der PA-Technik eignen sich auch für den Heimbereich. Sie können hier in der Regel eine Stereo-Endstufe auf einen Kanal „brücken". Eine preiswerte Lösung für weniger als 150 Euro ist der Power Dynamics PDA-B500. Ein sogenannter Subwoofer-Verstärker ist der A 407 von der Firma Reckhorn. Der A-407 ist bautechnisch gut gestaltet und schaltet auch bei geringem Eingangssignal nicht ab. Durch einen sogenannten Ground Lift sorgt er für ein störungsfreies Abspielen. Zur Ausstattung gehört eine 75 mm Schwingspule und ein kühlendes Aluminiumgehäuse, das eine extreme Hitzebeständigkeit bis zu etwa 250 Grad aufweist. Dieser Subwoofer besitzt ein Magnetsystem, das schwingt und über zwei Glasfaserzentrierungen geführt wird. Kontrollierte Bassimpulse aufgrund einer BS-200-Abstimmung, die rund um 50 Hz liegt, runden das Angebot des A-407 ab. Der Reckhorn kostet etwa 300 Euro.

Für Selbstbau-Liebhaber gibt es auch Endstufen- bzw. Subwooferbausteine in Digitaltechnik von der Firma Monacor. Das Aktiv-Modul SAM-500D ist für etwa 370 Euro erhältlich und bietet druckvolle Bässe bei moderatem Energieverbrauch.

Ein waschechter Bassverstärker in High-End-Ausstattung ist der Vincent SP-998. Die Übertragungsrate der Endstufe Vincent SP-998 liegt dabei zwischen 10 Hz und 20 kHz sowie einer Nennleistung von 8 Ohm und 300 Watt, 4 Ohm und 600 Watt sowie einer Empfindlichkeit des Einganges von 1.1 Volt bei einem Gewicht von etwa 31 kg. Der SP-998 ist für etwa 1.600 Euro erhältlich.

Aktive Subwoofer

Wenn Ihnen die bisher angeführten Lösungen technisch zu anspruchsvoll erscheinen und Sie stattdessen eine kompakte Lösung bevorzugen, bei der die Lautsprechertechnik gleich mit einbezogen ist, können Sie einen aktiven Subwoofer einsetzen. Werfen Sie einen Blick auf die folgenden fünf Vorschläge für Subwoofer.

  • Der Subwoofer Jamo SUB 260 verfügt über eine gute Außen-und Innenverarbeitung. Diesen Subwoofer zeichnet zudem eine schnelle und impulstreue Wiedergabe der Bass-Signale aus. Bei einem Kaufpreis von etwa 300 Euro bietet der Jamo SUB 260 einen kraftvollen Sound und ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Mit den Canton your_Sub- und den Canton_Your World-Produkten treten Sie in die kabellose Signalübertragung bis zu einer Entfernung von 20 Metern ein. Von der Akustik gestaltet sich der Canton your_Sub als äußerst kompatibel zu vorhandenen aktiven Lautsprechern. Dabei wirkt er nicht abdrängend und vermeidet grelle Frequenzen. Der Canton your_Sub bietet eine enorme Tiefe an und ist sehr gut verarbeitet. Ab etwa 499 Euro ist dieser kabellose Subwoofer erhältlich.
  • Die Firma Teufel hat sich auf aktive Subwoofer für alle Raumgrößen im heimischen Bereich konzentriert. Als Einstiegsmodell dient der T1300. Zum Charakter des 260 Watt starken Subwoofers gehören die perfekt gesteuerte Basswiedergabe sowie die untere Frequenz im Grenzbereich von 33 Hz für eine optimale Ausgabe tiefer Bässe. Des Weiteren punktet der Aktiv-Subwoofer T1300 mit einem optimierten Klippel-250-mm-Treiber für Lautstärken in hoher Frequenz und dabei geringfügigsten Verzerrungen. Der Subwoofer verfügt zudem über einen Reflexkanal für eine Ausgabe des Basses ohne Störungen sowie eine Ein-und Ausschaltoption, ein abnehmbares Frontgitter, eine Phasenanpassung und einen Sockel. Dieser Aktivsubwoofer wird zu etwa 299 Euro angeboten.
  • Der Subwoofer M 5500 SW eignet sich für Heimkino und Musikausgabe bei einem Raum von 50 qm und vor allem für das System 5 THX Select. Der Lautsprecher verfügt über einen Tieftöner von 300 mm und wird am Boden ausgerichtet. Konzipiert ist er mit einer Leistung von 360 bis 700 Watt. Aufgrund der anspruchslosen Aufstellfläche ist der Aktiv-Subwoofer M 5500 für all diejenigen geeignet, die als Anspruch viel Kraft im Bass bei wenig zur Verfügung stehendem Raum haben. In der Ausstattung zeigt sich ein Gehäuse, das als kompakt beschrieben werden kann und mit einem 300-mm-Tieftöner mit einem Neodym-Magnet ausgestattet ist. Angetrieben wird dieser über eine Class-D-Endstufe, die eine konstante Leistung von 350 Watt aufbringen kann. In Kombination mit einer DPU-Reflextechnik wird der Bass störungsfrei abgesichert. Mit etwa 550 Euro sind Sie dabei.
  • Der THX-Ultra-2 Norm zertifizierte S8000 von Teufel ist fern bedienbar und verfügt über eine 500-Watt-Leistung. Der Subwoofer S 8000 kann das Klangbild konstant anbringen und verfügt des Weiteren über einen digitalen Signalprozessor, dem sogenannten DSP. Von Vorteil könnte hier der 300-mm-Toner sein, da dieser auch für Home Entertainment aufgrund der Größe gut geeignet ist. Man kann durchaus sagen, dass bei dem Subwoofer S 8000 Leistungsverhältnis und Ausstattung bestens kombiniert wurden. Im Vergleich zu anderen Subwoofern seiner Preisklasse bietet der Subwoofer S 8000 einiges mehr. Zur Ausstattung gehören u. a. ein Hochpassfilter und ein Rumpelfilter von 20 bis 60 Hz, der variabel an die jeweiligen Bedingungen angepasst werden kann. Auch verfügt der Subwoofer über einen Tiefpassfilter, der verschiedene Kombinationsmöglichkeiten anbietet. Für diesen Subwoofer müssen Sie etwa 1.500 Euro investieren.

Welche Voraussetzungen muss ein Bass-Verstärker im Auto erfüllen?

Bass-Verstärker fürs Auto sollen in erster Linie das maximale Potenzial der Schwingspulen von Tieftonlautsprechern ausschöpfen. Allerdings dürfen sie dabei nur die Frequenzen abdecken, die auch tatsächlich verwendet werden, um diese kontrollierbar zu machen. Im Bereich der Bass-Verstärker im Auto gibt es einige Unterschiede. Im Vergleich zu den als Allrounder geltenden Multikanal-Verstärkern, die mittels eines Lautstärke-Pegels vom Fahrersitz aus gesteuert werden, grenzt die sogenannte Aktivweiche den Verstärker und den Subwoofer von höheren Tonlagen ab. Aufgrund der teilweise massiven Kraft, die ein solcher Bass-Verstärker mit sich bringt, hat man für eine bessere Kontrolle Subsonicfilter eingeführt, die den Woofer vor einer mechanischen Überbelastung schützen sollen. Die folgenden fünf empfehlenswerten Bassverstärker zu einem moderaten Preis unter 300 Euro können Sie bei eBay finden.

Preiswerte Bassverstärker-Lösungen

  • Renegade REN 850 S: Bei einem Preis von ca. 120 Euro ist dieser Bass-Verstärker als preisgünstig anzusehen. Auch die Ausstattung wie Anschlussterminal, Seitenteil und Kühlkörper kann als optimal bezeichnet werden. Der Verstärker Renegade REN 850 S verfügt über einen regulierbaren Tiefpassfilter sowie einen variablen Subsonicfilter. Auch ein Terminal inklusive gelegter Pegelfernbedienung beinhaltet das Angebot. Tests im Labor ergaben Bestwerte. Bei 207 Watt an 4 Ohm und 323 Watt an 2 Ohm hält der Renegade REN 850 S mit Woofern höher gelagerter Preissegmente durchaus mit. Es wird bei seinem Einsatz empfohlen, einen Pufferkondensator vor den Stromklemmen anzubringen, da bei etwa 12 Volt ein geringfügiger Nachlass der Leistung eintritt.
  • Der Spectron SP-M 1500 Bass-Verstärker bietet eine hohe Ausgangsleistung und liegt dabei bei einem ungefähren Kaufpreis von 145 Euro. Auf die „Außenwirkung" kommt an: Der Verstärker präsentiert sich hochglanzvergoldet und erstklassig verarbeitet. In der Ausstattung bietet der Spectron SP-M 1500 eine Bassanhebung bei 45 Hz, und der Verstärker hat einen variablen Subsonic- und Tiefpassfilter anzubieten. Vor allem aber die Leistungsfähigkeit ist hier hervorzuheben: bei 205 Watt und 4 Ohm und 350 Watt an 2 Ohm. Dazu bietet der Spectron eine Erhöhung bis auf bis zu 507 Watt an einem Ohm und einem Voltspan von 13,8 Volt. Einen geringfügigen Mangel bildet das Netzteil, das noch nicht optimal geregelt ist. Allerdings handelt es sich hierbei um 30 Prozent weniger Leistung an 12 Volt, was nicht ausschlaggebend sein muss.
  • In Sachen Gehäuse und einer Ausstattung, die einfach nur als praxisnah zu bezeichnen ist und zudem sauber verarbeitet wurde, punktet der Axton A 1350 Verstärker. Basspegelfernbedienung, Tiefpassfilter und auch der Subsonicfilter weisen gute Leistungswerte auf. Bei einem Kaufpreis von etwa 160 Euro verfügt die Axton A 1350 technisch gesehen über eine gute Ausstattung. Vor allem in ihrer Kompatibilität mit Doppelwoofer und Schwingspule zeigt diese Bass-Endstufe ihre Leistung. Er bietet der 500 Watt bei 2 Ohm an.
  • Bei einem Kaufpreis von etwa 200 Euro bringt der Ampire MB 1000.1 1000 Watt auf. Der Verstärker verfügt in seiner Ausstattung über Basspegelfernbedienung, Tiefpassregler sowie eine Anhebung des Basspegels und einen Phasenschalter. Letzteres kann an dem Hauptlautsprecher für eine leichtere Anpassung sorgen. Die Ampire kann 486 Watt bei 4 Ohm anbieten. 796 Watt an 2 Ohm und 902 Watt an 1 Ohm sorgen für Ausdruck. Weiter aufzustocken ist der Verstärker über den Einsatz zweier Ampires im Brückenbetrieb. Hier kann die Ampire mehr als 1800 Watt aufbringen.
  • Der Rodek RN-1600 Bassverstärker verfügt über ein gut verarbeitetes Gehäuse. Der Verstärker ermöglicht in seinen Anschlussklemmen auch Querschnitte, die größer sind. Die Basspegelfederbedienung ist als solide verarbeitet anzusehen. Auch verfügt der Rodek RN-1600 über einen Subsonicfilter von 10 bis 40 Hz und einen ausreichend verstellbaren Tiefbass. Der Verstärker überzeugt mit 191 Watt an 4 Ohm. Bei 2 Ohm liefert er 333 Watt und 510 Watt mit 1 Ohm. Der Kaufpreis liegt bei etwa 250 Euro.
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