Gewerblich: Abmahnsicher auf Ebay handeln! Tipps !

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Die Abmahnwelle war und ist präsent - das Ende ist noch lange nicht in Sicht. Ob tatsächlich wettbewerbswidrig oder nur Abzocke müssen Gerichte selber entscheiden - mein Ratgeber soll Ihnen helfen nicht in die Abmahnfalle bei offensichtlichen Verstößen zu geraten. Er ersetzt selbstverständlich keine Rechtsberatung und soll zur Orientierung dienen. Ich übernehme für Vollständigkeit und Richtigkeit meiner Angaben keine Haftung.


Mein Ratgeber ist hauptsächlich an gewerbliche Ebaymitglieder gerichtet.

1. Artikelbilder

Achten Sie darauf, dass Bilder, die Sie nutzen, nicht urheberrechtlich genutzt sind. Auch das verarbeiten und umänndern macht Sie nicht zum neuen "Urheber" des Bildes.


2. Kaufabwicklung, Versand, Zahlungsangaben

Weisen Sie den Käufer auf die gesamte Vorgehensweise und Zustandekommens des "Kaufvertrags" hin - bis hin zum Warenerhalt. Um absolut auf der sichersten Seite zu sein am besten noch Angaben zum Kundenservice geben.
Sie tragen das Versandrisiko! Erläutern Sie auch woraus die Versandgebühren bestehen, falls welche bestehen.

3. Impressum, Widerrufsbelehrung, AGB

Es gibt, im Gegensatz zu einigen, die das meinen, keine Pflicht für eine AGB. Es gelten die üblichen gesetzlichen Bestimmungen, falls man keine AGB benutzt. Das kann Vor- und Nachteile haben. Bei Angaben wie "Es werden 100 Euro Gebühren für einen nicht bezahlten Artikel berechnet" und das auch noch bei einem 2 Euro Artikel, können Sie sich sicher sein, dass die Abmahnung schon unterwegs ist.
Ein Impressum (bestehend aus Name/Firmenbezeichnung, Anschrift, Tel, Email, Fax, Steuernummer, Umsatzsteueridentifikationsnummer und eventuell das Amtsgericht, wo die Handelsregistereintragun stattgefunden hat) ist hingegen Pflicht für jeden gewerblichen Händler.
Die Widerrufsbelehrung muss ebenfalls korrekt angegeben werden. Wichtig ist vor allem, dass die Widerrufsfrist (noch) 1 Monat beträgt (ab Mai sollen es nur noch 2 Wochen sein). Hierzu stellen viele Internetseite gute Musterbeispiele bereit, die mehr oder weniger abmahnsicher sind.

4. Verpackungsverordnung, Batterieverordnung, EAR- Registrierung

Wer Verpackungen, Batterien(auch Akkus) oder elektronische Geräte aus dem Ausland importiert und hier an Verbraucher vertreibt (B2C), muss diese im 1. Fall bei einem Dualen System (z.B. Landbell) registrieren und im 2. und 3. Fall bei der EAR eine Registrierung abschließen.
Die Kosten für die Registrierung bei einem dualen System betragen ca 200 Euro brutto für 2 Jahre - das gilt allerdings für kleinere Unternehmen. Die Kosten bei der EAR bestehen aus einer Stammregistrierung (90 Euro) plus weitere Kosten, je nach Umsatz, Warenmenge ect.
Auch die Angaben zur Batterieverordnung müssen erfolgen.

5. Artikelbeschreibung

Wer mit "2 Jahre Gewährleistung" wirbt, kann abgemahnt werden. Das gilt auch für alle Selbstverständlichkeiten, da der Unternehmer diese Leistungen anbieten MUSS und nicht dem Kunden so Vorteile einräumt. Die Klausel "2 Jahre Garantie", ohne die Erläuterung, was genau zu verstehen ist, kann auch eine Abmahnung zu Folge haben.

6. Markenrecht

Achten Sie darauf, dass Sie keine gefälschten Artikel/Plagiate verkaufen. Das kann sehr teuer werden.
Wenn man Druckerpatronen für einen Drucker anbietet MUSS man angeben, dass diese "nur" kompatibel sind nur nicht vom Druckerhersteller selber.






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