Gewährleistung Rücknahme Umtausch Garantie

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1.Gewährleistung, Rücknahme und Umtausch


1.1:Mängelansprüche (Gewährleistung)

Die gesetzlichen Mängelansprüche werden oft, trotz des seit dem 01.01.2002 geltenden neuen Schuldrechts fälschlich Gewährleistungsansprüche genannt. Es gibt aber keine Gewährleistung mehr, der Käufer kann aber im Falle einer mangelhaften Lieferung die in § 437 BGB aufgeführten Mängelansprüche geltend machen. Der Käufer kann:

• Nacherfüllung verlangen,

• bei wesentlichen Mängeln nach der fehlgeschlagenen Nacherfüllung (zwei Versuche) oder, wenn der Verkäufer die Nacherfüllung verweigert, vom Vertrag zurücktreten

• oder nach der fehlgeschlagenen Nacherfüllung den Kaufpreis mindern,

• bei Verschulden des Verkäufers Schadensersatz oder Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangen.

Die Ansprüche sind in der Regel gem. §438 Abs.1 Nr.3 BGB in zwei Jahren nach der Lieferung verjährt. Wurde der Mangel arglistig verschwiegen verjähren sie erst nach 3 Jahren. Der Verkäufer oder Käufer hat das Recht auf Nacherfüllung §439 BGB,oder auf Reparatur der mangelhaften Sache. Umgetauscht werden kann aber nur wenn die Sache nachweislich mangelhaft ist. Der Käufer muss nachweisen dass ein Mangel besteht ( also die Sache hat eine Abweichung der vereinbarten Beschaffenheit oder der gewöhnlichen Beschaffenheit) und das der Mangel schon bei der Lieferung bestanden hat. Ausnahme ist der Kauf einer beweglichen Sache, dann liegt die Beweislast in den ersten 6 Monaten beim Verkäufer.

1.2 Umtausch

Der Verkäufer oder Käufer hat das Recht auf Nacherfüllung §439 BGB oder auf Reparatur der mangelhaften Sache. Umgetauscht werden kann aber nur wenn die Sache nachweislich mangelhaft ist. Der Käufer muss nachweisen dass ein Mangel besteht ( also die Sache hat eine Abweichung der vereinbarten Beschaffenheit oder der gewöhnlichen Beschaffenheit) und das der Mangel schon bei der Lieferung bestanden hat. Ausnahme ist der Kauf einer beweglichen Sache, dann liegt die Beweislast in den ersten 6 Monaten beim Verkäufer

1.3 Rücknahme


Der Verkäufer ist zur Rücknahme verpflichtet, wenn ein erheblicher Mangel vorliegt und die Nacherfüllung fehlgeschlagen ist. §323 Abs.5 BGB

Fazit: der Käufer hat also nur ein Recht auf Umtausch oder Rückgabe wenn die Sache bei der Lieferung nachweislich mangelhaft war. Wenn manche Verkäufer ein Rückgabe- und Umtauschrecht auch bei mangelfreien Waren für eine bestimmte Zeit nach Lieferung einräumen, handelt es sich hier um eine freiwillige Leistung. Ein gesetzlicher Anspruch besteht demnach nicht.
Der Verkäufer kann aber in seinen AGBs die Verjährung bei Mangelansprüchen auf ein Jahr beschränken und sich die Wahlmöglichkeit zwischen Nacherfüllung, Reparatur oder Neulieferung freihalten. Die Haftung kann in den AGB vollständig ausgeschlossen werden, wenn die Sache gebraucht ist und ein Mangel nicht vorsätzlich oder arglistig verschwiegen wurde §202 BGB und §276 Abs.3 BGB.


Ein Sachmangel liegt dann vor, wenn eine Sache nicht wie vereinbart geliefert wurde. Ein Sachmangel liegt nicht vor, wenn der Käufer den Mangel bei Vertragsschluss kannte oder kennen musste.§442 BGB. Der Käufer sollte also das Verkaufsformular sorgfältig lesen ggf. Fragen stellen. Der Verkäufer sollte den Liefer-und Funktionsumfang seiner Artikel genau beschreiben.

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