Gestaltung von Terrasse und Balkon: Ratgeber zum Überwintern von Kletterpflanzen

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Gestaltung von Terrasse und Balkon: Ratgeber zum Überwintern von Kletterpflanzen

Ganz gleich, ob Sie Ihren Sommer geschützt vor neugierigen Blicken auf Ihrem Balkon oder auf Ihrer Terrasse genießen wollen – für beide Oasen der Ruhe und des Wohlbefindens gilt gleichermaßen: Kletterpflanzen bieten nicht nur effektiven Sichtschutz, sie sind auch naturnah, licht- und luftdurchlässig und erfreuen uns je nach Pflanzenart mit üppigem Grün, herrlichen Blüten oder sogar essbaren Früchten. Wenn Sie jetzt selbst Lust verspüren, Ihre Terrasse oder Ihren Balkon mit Kletterpflanzen zu umranken, dann lassen Sie sich am besten auf eBay von der Vielfalt der Kletterpflanzen inspirieren.

Kletterpflanzen für Terrasse, Garten & Balkon

Kletterpflanzen gedeihen besser, wenn sie im Garten gepflanzt werden und sich ihr Wurzelwerk nach Belieben ausbreiten kann. Wenn Sie also über eine Terrasse und einen Balkon verfügen, spricht nichts dagegen, Kletterpflanzen wie zum Beispiel wilden Wein oder Clematis über eine die Terrasse beschirmende Pergola bis auf den Balkon ranken zu lassen. Wenn Sie aber auf den Balkon als alleinige Blumen- und Pflanzenoase angewiesen sind, können Sie mit etwas Geduld die meisten Kletterpflanzen auch als Balkonpflanzen kultivieren – vorausgesetzt, Sie halten sich an einige wichtige Regeln:

Bei der Wahl des Pflanzkübels sollten Sie darauf achten, dass er mindestens 10 Liter, besser 30 Liter Inhalt fasst. Stellen Sie ihn so auf, dass er keine Staunässe bilden kann. Das funktioniert am besten, wenn Sie kleine Holzklötzchen unterschieben; Plastikuntersetzer sind weniger geeignet, weil dadurch den gefürchteten "nassen Füßchen" der Pflanzen Vorschub geleistet wird. Außerdem sollten Sie den Kübel im Winter gegen schlechtes Wetter und Frost schützen können. Wenn Sie Ihren Pflanzkübel schon vor dem Bepflanzen an einem geschützten Ort Ihres Balkons platzieren, genügt es, wenn Sie die Pflanze im Winter mit Mulch abdecken und regelmäßig, aber nicht zu intensiv gießen. Denn viele Pflanzen leiden im Winter nicht so sehr unter der Kälte, sondern vielmehr darunter, dass sie zu wenig Wasser bekommen.

Kletterpflanzen für jeden Geschmack

Ob Clematis, Kletterrose, Wilder Wein oder üppiger Blauregen, auch bekannt als Wisteria: Für jede Terrasse und für jeden Balkon finden sich ganz sicherlich die Pflanzen, mit denen Sie sich Ihren ganz persönlichen Traum vom idealen sommerlichen Wohnzimmer im Freien erfüllen können. Und falls Sie sich dabei Gedanken darüber machen, wie Sie Ihre Kletterpflanzen am besten überwintern: Gut angewachsene, gesunde Kletterpflanzen können mit ein paar wenigen, effektiven Maßnahmen ganz einfach gegen Frost und Winterkälte geschützt werden, sodass Sie sich schon bald wieder über das satte Grün und den üppigen Pflanzenwuchs Ihrer Kletterpflanze freuen dürfen. Wenn Sie sich vor dem Einpflanzen einer Kletterpflanze für eine Pergola entscheiden, die Ihre Terrasse überdacht, sparen Sie sich im Sommer nicht nur den Sonnenschirm oder die Markise, unter der es bei starker Hitze schnell drückend heiß werden kann. Mit dieser naturnahen und attraktiven Außenbepflanzung schaffen Sie zugleich begehrte und gern genutzte Rückzugsorte und Nahrungsquellen für viele Vögel und Insekten.

Blauregen

Die herrlichen blauen Blütentrauben der Glyzine, besser bekannt als Blauregen, lassen jede Terrassenpergola zum idyllischen Landhaus werden und fangen mit ihrem zarten, süß-würzigen Duft am Abend noch einmal die ganze Schönheit eines vollkommenen Sommertages ein. Glyzinen sind typische Schmetterlingsblütler und unempfindliche Blüher, die rasch und zügig wachsen und dabei wenig Pflege brauchen. Es genügt, wenn Sie im Frühjahr den Wurzelbereich mulchen. Sobald die Glyzine einige Jahre alt und gut eingewachsen ist, braucht sie im Winter keinen speziellen Frostschutz mehr. Einzig die etwas kälteempfindlichere Sorte "Macrobotrys" sollte in kalten Wintern im Wurzelbereich mit Mulch, Holzwolle oder Laub abgedeckt werden. Als Kübelpflanze für den Balkon ist die Glyzine wegen ihres starken Wuchses eher nicht geeignet. Wenn Sie es dennoch versuchen, achten Sie auf regelmäßigen Schnitt und kontrollieren Sie Wuchsgeschwindigkeit und Wuchsrichtung permanent, vor allem während der Blütezeit.

Kletterrosen

Kletterrosen gehören zu den beliebtesten Rankpflanzen, stellen aber auch gewisse Ansprüche an Boden und Pflege. So mögen sie zwar Sonne, aber keine brütende Mittagshitze im Sommer. Ein idealer Standort ist daher eine Südost- oder Südwestwand. Auch Kletterrosen bevorzugen, wie ihre einzeln blühenden Verwandten auch, humusreiche, lehmigen und gut mit Nährstoffen versorgten Boden. Staunässe dagegen sollten Sie unbedingt vermeiden. In Gegenden mit rauerem Klima und für Jungpflanzen empfiehlt sich zudem in der kalten Jahreszeit ein Winterschutz in Form einer Abdeckung mit Reisig, leichtem Jutegewebe oder einigen Fichtenzweigen am Fuß der Kletterrosen.

Trompetenblume

Wie kaum eine andere Kletterpflanze wird die in Trichtern blühende Trompetenblume von Juli bis September zur flammend orangefarbenen Augenweide, wenn sie an Ihrer Pergola oder Ihrem Balkon entlang klettert. Ein paar Bedingungen knüpft diese besondere Schönheit unter den Rankpflanzen aber schon an ihren wunderbaren Pflanzenwuchs: Die Trompetenblume mag es gerne sonnig, fordert Schutz vor Wind und Wetter für ihre empfindlichen Blüten und ist im Winter leicht frostempfindlich. Als Schutz gegen Winterkälte und Frost helfen Reisig, alle Mulcharten und trockenes Laub.

Akebie

Bei der Akebie handelt es sich um eine Kletterpflanze, die ursprünglich aus Ostasien stammt. Eigentlich winterhart treibt sie bereits im April zwei bis drei Zentimeter große, dunkelrot-braune Blüten aus und ist deshalb sehr spätfrostgefährdet; die gleichzeitig knospenden männlichen Blüten sind rosafarben. Da es Ende April bis weit in den Mai hinein in vielen Gegenden Deutschlands noch empfindliche Nachtfröste geben kann, wird die Akebie eher für wärmere Gegenden als Kletterpflanze empfohlen. Als Faustregel gilt: Überall da, wo Wein wächst, gedeiht auch die Akebie. Und in einem solchen, ihr gemäßen milden und warmen Klima kann sie auch violett-purpurfarbene, essbare und süßliche Früchte in Gurkenform ausbilden, weshalb sie auch als Blaugurkenwein oder Schokoladenwein bezeichnet wird.

Winterjasmin

Wer sich bereits an üppigem, sonnigen Gelb erfreuen will, wenn die Nachbarn noch auf kahles Astwerk schauen, wählt am besten einen Winterjasmin als Berankung. Er gehört zu den Spreizklimmern, wächst problemlos und schnell an Kletterhilfen etwa drei Meter hoch und wird ebenso breit. Im Sommer sind die dunkelgrünen, dreizähligen Blätter eher unauffällig. Beeindruckend ist die primelgelbe Winterblüte, die sich oft schon im Dezember, aber spätestens im Februar zeigt und bis in den April hinein bleibt. Winterjasmin benötigt durchlässigen und lockeren Boden und bevorzugt Sonne oder Halbschatten. Auf schweren Lehmböden ist er frostgefährdet und muss mit Mulch, Reisig oder Laub gegen die Winterkälte geschützt werden.

Passionsblume

Wenn Sie sich für die Passionsblume als rankende Zierpflanze entscheiden, dürfen Sie sich in der Zeit von Juni bis September über eine reiche, unaufhörliche Blüte freuen. Sehr beliebt ist die Blaue Passionsblume mit ihren fedrigen, kräftig blauen Blütenblättern. Eine besonders auffällige Blüte zeichnet die traubige Passionsblume aus. Sie entwickelt bis zu dreißig Zentimeter lange, rot blühende Trauben und lässt sich besonders gut als Kletterpflanze kultivieren, die sich an Zäunen entlang rankt. Gleichzeitig handelt es sich bei der Passionsblume auch um eine Nutzpflanze. Ihre Beeren, die Passionsfrüchte oder Maracuja, sind essbar. Früchte entwickelt die Passionsblume allerdings nur, wenn sie einen ihr gemäßen Standort bekommt: Sonnig und hell sollte der sein. Pflanzen sollten Sie die Passionsblume erst nach den Eisheiligen, damit sie frostgeschützt anwachsen kann. Ganz wichtig: Die Passionsblume wächst schnell und kann bis zu drei Meter hoch werden. Deshalb sollten Sie ihr von Anfang an eine Rankhilfe zur Verfügung stellen. Außerdem benötigt die Passionsblume viel Wasser. Um ein Austrocknen zu verhindern, sollten Sie die junge Pflanze ausgiebig mulchen und regelmäßig gießen. Rindenmulch und Laub sind auch der beste Frostschutz für den Winter, weil sie gleichzeitig ein Austrocknen der Pflanze verhindern. Zwar können Sie die neuen Triebe bereits im Februar auf drei Augen kürzen und die Pflanze von jetzt an auch wieder regelmäßig gießen. Den Frostschutz sollten Sie allerdings zur Sicherheit erst Ende Mai wieder entfernen. Die besonders schöne Blütenform der Passionsblume tritt besonders schön zutage, wenn sie gemeinsam mit dunkelgrünem Efeu um die Wette rankt.

Clematis

Ursprünglich wurde die Clematis Waldrebe genannt. Heute gibt es fast dreihundert unterschiedliche Clematissorten, die sich alle durch ihre attraktiven, meist sternenförmigen Blüten auszeichnen. Wenn es um Tipps und Ratschläge rund um Clematis-Pflanzen als Kletterpflanzen geht, ist häufig das Motto zu hören: warmer Kopf und kühle Füße. Und in der Tat – die Clematis darf nicht austrocknen, hat es aber von oben gerne warm. Wählen Sie deshalb am besten einen sonnigen und windgeschützten Standort aus und bereiten Sie einen guten, humus- und kalkreichen Boden vor. Wenn Sie gut verrotteten Kompost sowie etwas Laub und Sand in die Pflanzgrube mit hineingeben, dankt es Ihnen die Clematis mit schnellem Anwachsen und gutem Wachstum. Da die Clematis niemals austrocknen soll, empfiehlt sich nach der Pflanzung das Aufbringen von Rindenmulch, wodurch die Pflanze mehr Feuchtigkeit speichern kann. Freilandclematis sind in der Regel winterhart. Dennoch empfiehlt es sich, die Kletterpflanze spätestens bei mäßigem bis strengem Frost auf dem Boden großzügig mit Tannen- oder Fichtenzweigen abzudecken. Wegen ihres eigentlich pflegeleichten Wachstums werden Clematis gerne mit anderen Rankgewächsen zusammengepflanzt, was zu sehr attraktiven Blütenkombinationen führt. Besonders empfehlenswert ist ein gemeinsamer Auftritt mit Kletterrosen, Zwergkiefern oder wildem Wein. Da es Clematispflanzen mögen, wenn ihre Wurzeln im Schatten von anderen Gewächsen wachsen können, bieten sich Tränende Herzen, Funkien, aber auch Dreimasterblumen oder Akeleien als Nachbarpflanzen an.

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