Gesangslautsprecher - und die Stimme stimmt!

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Ob Sie nun Mitglied einer Band sind und für den Proberaum ein entsprechend lautes Gerät brauchen oder ob der richtige Lautsprecher für Ihre Stimme auch bühnengeeignet sein soll – bei eBay finden Sie auf jeden Fall, was Sie brauchen.

Ein kleiner Ausflug in die Funktionsweise von Lautsprechern

Manchen Sängern reicht es vollkommen aus, ein Gerät vor sich stehen zu haben, das zufriedenstellend funktioniert. Um den richtigen Lautsprecher für Ihre Stimme zu finden, müssen Sie auch nicht unbedingt wissen, wie Lautsprecher funktionieren. Doch alle, die es dennoch interessiert, haben die Möglichkeit, einen kleinen Einblick in die Welt der Lautsprecher zu erhalten. Vor allem, wenn Sie ohne persönliche Beratung einkaufen möchten, können Informationen dieser Art Gold wert sein. Denn dieses Wissen erlaubt es Ihnen, selbst einen Lautsprecher auszuwählen, der auch wirklich für diesen Verwendungszweck gebaut wurde.

Wie funktionieren Lautsprecher?

Lautsprecher sind Beschallungsgeräte. Sie wandeln elektrische Signale, wie etwa Ihre Stimme über das Mikrofon, in mechanische Schwingungen um. Diese Schallschwingungen können für menschliche Ohren hörbar gemacht und sogar sehr laut verstärkt werden. Daher kommt auch der Name Lautsprecher. Ein wirklich guter Lautsprecher zeichnet sich dadurch aus, dass er so viel der eingegebenen Leistung wie möglich in Luftbewegung, also Schall, verwandelt. Die meiste Energie geht jedoch leider nach wie vor als Wärmeenergie verloren.

Für die Wandlung der elektrischen Pulse in Schallwellen werden Membranen in Schwingung versetzt. Diese dünnen Oberflächen sind bei Lautsprechern in der Regel in einen Konus eingesetzt. Wegen dieser Form werden diese Art von Lautsprechern fachtechnisch Konuslautsprecher genannt. Der Durchmesser der Konen wirkt sich unmittelbar auf die Übertragungsfrequenzen des Lautsprechers aus. Je größer der Durchmesser, desto weiter verschiebt sich diese nach unten. Das liegt daran, dass tiefe Töne sehr lange Wellen haben. Es muss sehr viel mehr Luft in Bewegung gesetzt werden, bevor ein wirklich tiefer Ton zu hören ist. Folgende Arten werden unterschieden:

  1. Tieftöner haben in der Regel einen relativ großen Durchmesser. Sie sind vor allem in Basslautsprechern verbaut.
  2. Mittentöner rangieren in der Mitte. Sie eignen sich besonders als Gesangslautsprecher, da sich auch die menschliche Stimme im mittleren Frequenzbereich befindet.
  3. Hochtöner umfassen besonders die hohen Frequenzen. Ihr Durchmesser ist eher klein, weshalb sie auch in kleinen Boxen verbaut werden können.
  4. Breitband-Lautsprecher versuchen, den gesamten Audio-Bereich abzudecken. Das ist nur eingeschränkt möglich, da die verschiedenen Frequenzen ja verschiedene Bauweisen benötigen. Durch die unterschiedlichen Wellenlängen können auch unangenehme Dopplereffekte entstehen. Bei nicht allzu großer Lautstärke haben Breitband-Lautsprecher dafür den Vorteil, die eingängigen Signale sehr natürlich wiederzugeben.

Lautsprechersysteme, bei denen Tief- Hoch- und Mittentöner gemeinsam das Klangbild zusammenfügen, können kleine, störende Übergangseffekte von Frequenzen auftreten, die von zwei Lautsprechern ausgespielt werden. Die üblichen Maße für Musik-Lautsprecher, für gewöhnlich in Zoll angegeben, sind 12’’, 15‘‘ und 18‘‘. Diese Maße beschreiben den äußeren Durchmesser der Konen.

Achtung Verwechslungsgefahr

Oft werden die Begriffe Lautsprecher und Lautsprecherboxen synonym verwendet. Lautsprecherboxen jedoch sind ein akustisches System, die Lautsprecher selbst nur ein Teil davon. Die Box ist das Gehäuse, in welchem der Lautsprecher verbaut ist. In diesem System werden Lautsprecher auch Treiber oder Chassis genannt. Dies sei nur am Rande erwähnt, damit Sie darauf achten können, auch wirklich Gesangslautsprecherboxen zu bekommen. Denn wenn Sie nicht die Absicht haben, selbst Boxen zu bauen, können Sie mit reinen Lautsprechern wohl nicht besonders viel anfangen.

Mit welchen technischen Daten Sie verschiedene Lautsprecher miteinander vergleichen können

Werden bei Lautsprecherboxen Werte unter der Bezeichnung RMS angegeben, so beziehen sie sich immer auf einen Mittelwert. Dieser soll die tatsächliche Belastbarkeit des Geräts angeben und nicht die Spitzenleistungen, die nicht auf Dauer erbracht werden können. Diese Belastbarkeit wird in Watt angegeben. Sie hat jedoch nichts mit der Lautstärke zu tun, die der Lautsprecher erbringen kann.

Der Frequenzgang zeigt an, welche Frequenzen der Lautsprecher übertragen kann. Hier sind wir wieder im Bereich der verschiedenen Töner. Diese Angabe ist besonders wichtig, da sie beispielsweise mit einer Basslautsprecherbox nicht glücklich werden können. Der Pegel der gemessenen Frequenzen ist genormt und wird in dB angegeben. Ein linear übertragenes Tonsignal hat dabei den Wert 0. Gehen die Werte in den positiven Bereich, bedeutet das eine Anhebung einer bestimmten Frequenz, im negativen Bereich heißt es, dass die Frequenz gedämpft wird.

Die Lautstärke eines Lautsprechers ist ebenfalls von großer Wichtigkeit. Es macht schließlich einen Unterschied, ob Sie alleine üben oder gegen eine ganze Band samt Schlagzeug ankommen müssen. Die Lautstärke der Boxen wird in Pa angegeben und über den erzeugten Schalldruck gemessen. Etwa 100 Pa sind die Schmerzgrenze für ein menschliches, normal empfindliches Ohr. Die Signalstärke wird in dB angegeben, hier stoßen die Ohren bei etwa 130dB an ihre Grenzen. Was darüber hinausgeht, wird bereits als unangenehm laut empfunden.

Der Wirkungsgrad eines Lautsprechers gibt an, wie viel Energie tatsächlich in Schalldruck umgesetzt wird. Ein Lautsprecher mit einem hohen Wirkungsgradwert erzeugt auch einen hohen Druck und ist bei gleicher Verstärkung wesentlich lauter als ein Lautsprecher mit einem niedrigeren Wirkungsgrad.

Das Impulsverhalten gibt an, wie genau und rasch die gesendeten Impulse umgesetzt werden. Dieser Wert ist nicht angegeben. Wer keinen Oszillographen bei sich zu Hause hat, hört sich verschiedene Lautsprecher am Besten im direkten Vergleich an. So lässt sich das Impulsverhalten gefühlsmäßig ermitteln.

Verschiedene Boxentypen – doch welche ist als Gesangslautsprecherbox geeignet?

Es gibt einige verschiedene Boxentypen und vermutlich ebenso viele Varianten und Hersteller. Für den Gesang besonders empfehlenswert sind die sogenannten Mehrwegboxen. Dieses Beschallungssystem hat zwei oder drei verschiedene Lautsprecherwege, die über eine Frequenzweiche geführt werden, damit die verschiedenen Frequenzen einander nicht stören. Eine abgedeckte Membran sorgt für einen unbehelligten Mitteltonbereich, ein Reflexrohr für eine gute Bassfrequenzübertragung und ein Hochtonhorn für gut klingende Höhen. Somit werden alle Frequenzen recht gut übertragen.

Wenn mehr Leistung gefragt ist, können mehrere Mehrwegboxen miteinander kombiniert einen kraftvolleren Sound ergeben. Für Open Air Konzerte und gewaltige Konzerthallen haben sie allerdings nicht genug Kraft. Doch wer als Musiker auf so großen Events auftritt, muss sich vermutlich ohnehin nicht mehr selbst um seine Lautsprecheranlagen kümmern.

Ein "Muss" für alle Musiker - die Monitorbox

Für alle Musiker, ganz besonders die Sänger, ist eine Monitorbox unumgänglich. Diese Box steht meist vor dem Sänger und sorgt dafür, dass auch dieser sich selbst auf der Bühne hören kann. Die auf das Publikum gerichteten Lautsprecher spielen eine Mischung der verschiedenen Instrumente und der Stimme ab. Es ist fast unmöglich, sich als Sänger selbst aus dieser Mischung herauszuhören. Monitorboxen sorgen dafür, dass jeder einzelne der Musiker hört, was er selbst spielt oder singt. Das kann auch bei einer Probe sehr angenehm sein, da dann insgesamt die Lautstärke geringer gehalten werden kann. Das Problem des Immer-lauter-Werdens während einer Probe ohne Monitor kennt ein jeder, der schon einmal im Proberaum gestanden hat. Wer sich nicht hört, dreht den Verstärker seines Instrumentes lauter – und der Teufelskreis beginnt.

Die richtige Positionierung von Sänger, Lautsprecher und Mikrofon im Proberaum

Sänger haben bekanntlich die größte Mühe, sich in der gewaltigen Geräuschkulisse einer Band durchzusetzen. Für einen richtig guten Sound sollten daher alle Musiker auf ein Zusammenspiel anstelle von lautem Übertönen setzen. Die bereits erwähnten Monitorboxen können für leisere Proben sehr hilfreich sein.

Ein großes Problem mit Mikrofonen und Boxen ist das Feedback. Um ein solches zu vermeiden, darf das Mikrofon niemals direkt in die Richtung der Lautsprecherbox gedreht werden. Die beste Positionierung der Boxen ist daher vor oder schräg vor dem Sänger oder der Sängerin. So ist es auch einfach, sich selbst zu hören, auch ohne zusätzliche Monitorboxen. Hört das Pfeifen trotz richtiger Positionierung immer noch nicht auf, so kann das daran liegen, dass die Wand hinter dem Singenden reflektiert. Hier schaffen Schalldämpfer wie Decken, Matratzen und so weiter Abhilfe – oder die gesamte Positionierung muss noch einmal geändert werden. Auch spezielle Geräte wie Feedback Destroyer können verwendet werden.

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