Geranien überwintern

Aufrufe 6 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
In den letzten Jahren sind viele neue Geranien  in den Handel gekommen, die als saisonale Balkonpflanzen eigentlich viel zu schade sind. Neben wunderbaren Blüten wurde bei den Neuzüchtungen besonders auf duftendes Laub Wert gelegt. Bevor diese herrlichen Pflanzen einfach weggeworfen oder dem Frost überlassen werden, sollte man doch überlegen, ob man sie nicht überwintern kann.
Ein heller, kühler Platz um die 10 Grad  ist im Winter ideal. Zunächst sollten die Pflanzen aber noch geputzt werden. Alles verwelkten Pflanzenteile und abgestorbenes Laub entfernen. Auch abgefallene Blätter von der Erde absammeln, damit sie dort nicht schimmeln oder faulen. Im Vergleich zum Sommer gießt man jetzt erheblich weniger, die Erde also nur so eben vor dem Austrocknen bewahren; Pelargonien sind ziemlich trockenheitsresistent. Das Düngen wird bis zum späten Frühjahr eingestellt, damit kein vorzeitiges Wachstum angeregt wird.
Wer Geranien im Balkonkasten hat, wird unter Umständen wenig Platz für die Überwinterung des gesamten Kastens haben. In diesem Fall nimmt man sie mitsamt der Erde aus dem Kasten, stutzt die Wurzeln ein wenig und setzt sie in einen Topf. Vorsicht beim Angießen, zu viel Nässe schadet. Die Überwinterung im Keller birgt Gefahren. Nur wenn dieser kalt ist, wie im guten alten Kartoffelkeller, ist garantiert, dass die Pflanzen nicht austreiben. Aber auch so leiden sie sehr und brauchen im Frühjahr länger, um wieder zu Kräften zu kommen.
Wer auf Nummer sicher gehen will oder Platzmangel hat, kann auch im Oktober von Geranien noch Stecklinge machen. Dazu schneidet man von den kräftigsten Trieben Spitzen mit drei bis vier Blättern ab, lässt die Schnittstellen einige Minuten antrocknen und steckt sie in Töpfe mit einem feuchten Torf-Sand-Gemisch. Auch hier nur sehr wenig Wasser geben, sonst faulen die Stecklinge. Die Bewurzelung gelingt am besten auf der warmen, hellen Fensterbank ohne direkte Sonne. Eine Abdeckung mit Folie sorgt für gespannte Luft; nicht zu dicht abdecken, damit sich keine Nässe auf den Blättern niederschlägt. Das hätte Fäulnis zur Folge. Sind die Stecklinge bewurzelt, stellt man sie hell und kühl, wie oben beschrieben.
Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber