Geräte und Zubehör für analoge Dia- und Filmprojektion

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Analoge Dia- und Filmprojektion – so finden Sie Geräte und Zubehör

Analoge Projektion macht mit passender Ausrüstung noch lange Freude

In Zeiten, in denen digitale Bilder und Videos allgegenwärtig sind, sehnt man sich mitunter zurück nach der guten alten Zeit analoger Dias und Filme. Vielleicht fotografieren oder filmen Sie noch analog, oder Sie möchten Ihre alten Dias und Filme bewusst nicht in digitale Formate umwandeln, wie es bei vielen analogen Medien heute mit Digitalisierern möglich ist. Denn analoge Fotos und Filme haben bekanntermaßen eine spezielle Aura, und auf den adäquaten analogen Projektoren kann man sie bei richtiger Einstellung immer noch schärfer sehen als über einen Beamer. Auch wenn Ihr alter Projektor nicht mehr funktioniert, finden Sie nach wie vor eine große Auswahl analoger Projektoren.
Damit Sie das passende Gerät finden, achten Sie auf technische Details. Eine Leistung von 150 Watt und eine Brennweite von 90 mm genügen normalerweise für die Projektion im Wohnzimmer. Bei Filmprojektoren sollte natürlich das Format stimmen und die Dias sollten zu den Rähmchen passen. Erkundigen Sie sich, bevor Sie ein gebrauchtes Gerät kaufen, nach der Möglichkeit, Ersatzteile gegebenenfalls nachzukaufen. Existiert die Herstellerfirma noch? Auch bei Zubehör sollten Sie sich zunächst genau erkundigen, welche Teile technisch zu Ihrer Ausrüstung passen. Die nachfolgenden Tipps werden Ihnen dabei helfen. Wenn Sie im Vorfeld die technischen und logistischen Fragen genau klären, werden Sie mit dem erworbenen Projektor und dem Zubehör lange Freude haben.

Diaprojektion zu Hause oder vor großem Publikum

Überlegen Sie sich vor dem Kauf eines Projektors oder von Zubehör bei welchen Anlässen Sie die Dias vorführen. Werden Sie ausschließlich zu Hause im Wohnzimmer mit Familie und Freunden Diaabende veranstalten, oder planen Sie die Dias in größerem Rahmen vorzuführen. Soll der Projektor fähig sein mit anderen Projektoren abgestimmt Panoramabilder zu zeigen, oder Dias überblenden? Das Spektrum an Qualität und Raffinesse ist bei Diaprojektoren und Zubehör groß.

Die technischen Details der Diaprojektoren

Ein Projektor für das Wohnzimmer sollte ein Objektiv mit einer 85 oder besser 90 mm Brennweite haben. Die Leistung der Projektorlampe kann für Diaabende im Wohnzimmer bei 150 Watt liegen. Für größere Räume ist ein Projektor mit einer 250-Watt-Lampe geeigneter. Wenn Sie richtig Großes vorhaben, können Sie auch in ein Gerät mit einer Lampenleistung von 300 oder 400 Watt investieren. Solche edlen Projektoren sollten dann auch mit einer Ersatzlampe ausgestattet sein, die automatisch zum Einsatz kommt, wenn die ursprüngliche Lampe mitten in einer Diavorführung durchbrennt. Diese Geräte für Profis sind in der Regel mit einem Rundmagazin ausgestattet, das jedes Dia millimetergenau auf der Leinwand positioniert. Das ist für Panoramaprojektionen unerlässlich. Projektoren mit einem Rundmagazin nennt man auch Karussellprojektoren. Wägen Sie ab, ob Sie gleich in ein lichtstarkes, technisch raffiniertes, aber auch teures Gerät investieren möchten, oder ob Sie ausschließlich zu Hause Ihre Familien- und Urlaubsdias zeigen werden. Dann reicht eine einfachere Variante vollkommen aus. Meistens sind diese mit einem Stabmagazin ausgestattet.
Wenn Sie Ihre alten Dias anschauen möchten, die zum Teil ungeglast, das heißt in einem Papp- oder Kunststoffrahmen befestigt sind, achten Sie darauf, dass man das Objektiv am Projektor auch manuell scharf stellen kann. Die in neueren Geräten normalerweise integrierte Autofokus-Funktion erkennt mitunter nicht, wenn alte Diafilmstreifen verbeult oder Rahmen durch die Hitze des Projektors verzogen sind.

Mit Dualprojektoren schöne Effekte erzielen

Einen schönen Effekt bieten Diaabende mit zwei Projektoren, bei denen man von einem Dia in das nächste überblendet. Hierfür benötigen die Projektoren einen Triac, das heißt einen kleinen Halbleiter wie bei Lichtdimmern. In manchen Projektoren ist er bereits eingebaut. Bei anderen lässt er sich anmontieren. Für Überblendungen können Sie aber auch gleich einen Doppel- oder Dualprojektor kaufen, in den zwei Objektive eingebaut sind. Er erleichtert Doppelprojektionen enorm, weil die Dias in einem Magazin bleiben können und ein einzelner Projektor schneller aufgebaut ist.

Das Zubehör muss zum Projektor passen

Ein Triac lässt sich nachkaufen, um die Lampe eines Projektors zu dimmen, wenn man mithilfe mehrerer Einzeldiaprojektoren Überblendungseffekte erzielen möchte. Sie benötigen hierfür auch ein Steuergerät. Es gibt Handsteuergeräte, bei denen man das Tempo der Überblendungen mit einem Schieberegler manuell variieren kann. Man darf nur nicht vergessen, nach jedem überblendenden Bildwechsel beim vorigen Dia weiter zu schalten, damit bei der nächsten Überblendung ein neues Dia erscheint.

Worauf Sie bei Steuerungsgeräten achten sollten

Wer nicht immer daran denken und vermeiden möchte, dass bei einer Vorführung mehrmals dasselbe Dia aufleuchtet, kauft sich ein automatisches Steuerungsgerät. Mit verschiedenen Tasten kann es unterschiedlich schnell überblenden und der heruntergedimmte Projektor schaltet automatisch auf das nächste Dia. Beim Kauf automatischer Steuerungsgeräte sollte man zunächst prüfen, welches zu den vorhandenen Diaprojektoren passt. Es sollte sich ein Verlängerungskabel mit ca. 10 bis 15 Metern Länge zwischen das Steuerungsgerät und die Fernbedienung des Projektors anschließen lassen können. Um flexibel zu sein, achten Sie auch darauf, dass man mit dem Steuerungsgerät Passagen der Diavorführung rückwärts ablaufen lassen kann, ohne dass die Dias durcheinandergeraten. Für eine ausgefeilte Ansteuerung mehrerer Projektoren eignen sich Steuerungsgeräte, die an einen mit einer speziellen Software ausgestatteten Computer angeschlossen sind. Von dort aus können Sie gegebenenfalls Musik dazu schalten. Wenn Sie einen Wohnzimmerprojektor später doch noch in größerem Rahmen verwenden möchten, können Sie ein Objektiv mit einer größeren Brennweite, zum Beispiel 150 mm, nachkaufen. Für die meisten Situationen ist ein solches Objektiv dann ausreichend.

Beim Nachkauf von Diamagazine auf die Kompabibilität achten

Wenn Sie Diamagazine nachkaufen, achten Sie darauf, dass sie mit der Marke Ihres Projektors kompatibel sind. Am geläufigsten ist das Universalmagazin nach DIN 108. Das ebenfalls recht geläufige CS-Magazin verhindert durch ein Patent, dass alle Dias herausfallen, wenn das Magazin einmal herunterfällt. Die Diarahmen müssen wiederum in Ihr Magazin passen. CS-Rahmen passen in der Regel auch in das Universalmagazin. Ob Sie Glasrahmen oder glaslose Rahmen verwenden, hängt davon ab, ob Sie die Dias in Glasrahmen extrem scharf projizieren möchten, oder ob Sie in Kauf nehmen, dass ein Dia im glaslosen Rahmen bei Hitze zwar leicht ausbeulen kann, das Material dafür atmet und langfristig vor Schimmel geschützt ist.

Analoge Filmprojektion behält ihren Charme

Welchen Filmprojektor und welches Zubehör Sie wählen sollten, hängt – wie bei der Wahl des Diaprojektors – zunächst davon ab, ob er für alte Familienfilme im Wohnzimmer verwendet werden soll oder ob Sie Filme vor größerem Publikum zeigen möchten. Überlegen Sie auch, ob der Projektor leicht transportierbar sein soll oder immer an einem Ort steht. Mit dem passenden Zubehör lassen sich auch alte Familienfilme zu einem abendfüllenden Film montieren und mit dem richtigen Gerät in hoher Qualität zeigen.

Passende Projektoren für alle Filmstreifen

Für das Heimkino finden Sie vor allem gebrauchte Filmprojektoren in großer Auswahl. Auch für größere Geräte werden Sie hier mitunter fündig. Der Projektor, den Sie kaufen, sollte selbstverständlich zu dem Filmformat passen, das Sie zeigen möchten. Die Filme, die früher für das Heimkino gedreht wurden, sind meistens in Normal-8 oder Super-8-Format. Breitere Filmstreifen in 16 mm oder 35 mm haben eine höhere Auflösung. Sie wurden und werden teilweise noch vor allem im professionellen Bereich eingesetzt.
Wenn Sie unterschiedlich alte Filme an die Wand werfen möchten, sollte der Projektor in variabler Geschwindigkeit ablaufen können. Denn alte Stummfilme sind in einer anderen Geschwindigkeit (16-22 Bilder pro Sekunde) gedreht worden als neue Filme (24-25 Bilder pro Sekunde). Am besten können Sie mit einem Projektor variieren, den man manuell mit einer Handkurbel antreibt. Aber die meisten Filmliebhaber entscheiden sich, um Muskelkraft zu sparen, für einen elektrisch betriebenen Projektor, an dem man über einen Schalter das gewünschte Projektionstempo regelt. Manche darunter sind stufenlos regelbar.
Analoge Filmprojektoren funktionieren in der Regel mit zwei Spulen: der Film wird von einer Spule abgerollt, durch den Projektor vor eine Lichtquelle und eine Umlaufblende gezogen und auf die zweite Spule wieder aufgerollt. Tellerprojektoren, bei denen die Filmrollen waagerecht auf Tellern liegen, kommen nur in einigen größeren Kinos zum Einsatz, die noch nicht auf digitale Projektion umgestellt haben. Die Filmprojektoren haben unterschiedlich große Spulen. Je länger die Filme sind, die Sie zeigen möchten, desto mehr Filmmeter sollte die Spule aufnehmen können. Das wird in erster Linie relevant, wenn Sie mehrere Filmstreifen zusammenkleben, um beispielsweise einen Film von einer halben Stunde Länge oder mehr zu zeigen.
Wenn Sie Tonfilme zeigen möchten, achten Sie darauf, dass der Projektor mit einem Magnettonverfahren ausgerüstet ist. Mit manchen Magnettonprojektoren kann man auch Ton aufnehmen, um den Film nachträglich zu vertonen. Filme, die in großer Kopienzahl für Kinovorführungen existieren, sind meist statt mit einer Magnettonspur mit einer Lichttonspur versehen. Vergewissern Sie sich sicherheitshalber, bevor Sie einen Projektor kaufen, welche Tonspur Ihre Filmstreifen haben.

Ersatzteile und Zubehör verlängern das Filmvergnügen

Wenn bei Ihrem Filmprojektor die Lampe durchgebrannt ist, können Sie eine Projektorlampe nachkaufen. Um eine passende Lampe für Ihren Projektor zu finden, prüfen Sie genau, welchen Lampentyp Sie benötigen. Denn je nach Projektor ist in ihrem Gerät eine Kaltlichtspiegel-, Ellipsoid-, Stiftsockel-, Filmbetrachter- oder Kolbenlampe eingebaut. Filmspulen lassen sich in unterschiedlichen Größen nachkaufen. Wenn Sie im Heimkino eher längere Filme zeigen, ist eine Filmspule mit einem Fassungsvermögen von 240 m Filmlänge geeigneter als beispielsweise eine für 120 m Filmlänge. Achten Sie bei Filmspulen wieder auf das passende Filmformat. Mehrere Filmstreifen lassen sich zu einem langen Film zusammenkleben. Hierfür eignen sich Filmklebefolien, die zwei oder vier Einzelbilder überkleben. Zum Kleben der Streifen gibt es auch Trocken-Filmklebepressen und Kleber für das Nassklebeverfahren. Sie können für Ihren Projektor spezielle Projektionsobjektive nachkaufen, die sich zum Beispiel für die Digitalisierung der analogen Filme eignen. Ihre Brennweite muss stets zum Projektor passen.

Gute Projektionswände gewährleisten gute Bilder

Projektionswände gibt es aus unterschiedlichen Materialien und in verschiedenen Bauweisen. Perlmuttwände strahlen das Licht in breitem Winkel zurück. Kristallperlwände strahlen mehr Licht zurück, aber in einem engeren Winkel. Projektionswände, die mit einem Stativ versehen sind, lassen sich leicht wieder verpacken und im Schrank verstauen, wenn sie selten benötigt werden. Wer oft Filme projiziert, installiert sich eine Rollo-Leinwand an die Wand, die sich wie ein Rollo herunterziehen lässt. Man kann eine Leinwand auch in die Raumdecke einbauen und elektronisch ausfahren. Je nach Aufwand und Geldbeutel werden Sie das für Sie passende Leinwandmodell finden.

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