Geräte und Zubehör aus dem Bereich Funktechnik finden

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
So finden Sie Geräte und Zubehör aus dem Bereich Funktechnik

Einkaufsratgeber für Funkgeräte und Zubehör aus der Funktechnik

Wer nach kostenlosen und robusten Kommunikationsmöglichkeiten sucht, sollte sich mit der Funktechnik beschäftigen. Handfunkgeräte sind bereits in sehr günstigen Modellvarianten verfügbar und sie machen es möglich, das Handy zumindest bei kürzeren Reichweiten zu ersetzen.

Bei Funkgeräten fallen auch keine Verbindungsgebühren an. Des Weiteren ist es nicht notwendig, die Geräte irgendwo anzumelden. Kaufen, auspacken und los geht es – so einfach ist die Funktechnik. Trotzdem gibt es natürlich Qualitätsunterschiede und Aspekte, auf die man achten sollte.

Funkgeräte arbeiten ohne Funkmasten

Der ganz entscheidende Unterschied zwischen dem Mobilfunk per Handy und dem Funken über Funkgeräte besteht darin, dass die Funkgeräte keinen Kontakt zu einem Mobilfunkmast aufnehmen müssen. Hier kommunizieren die beteiligten Geräte ausschließlich direkt miteinander. Dadurch entstehen keine Netzverbindungsgebühren. Allerdings gilt die direkte und unmittelbare Kontaktaufnahme für Funkgeräte untereinander nur für solche Produkte, die ohne Lizenz nutzbar sind. Im professionellen Funkverkehr gelten andere Voraussetzungen.

Einen Nachteil hat die direkte Gerätekommunikation jedoch auch. Dadurch, dass kein Funkmast involviert ist, begrenzt sich automatisch die Reichweite. Je nach Leistung und Modell können Sender und Empfänger aber bis zu einigen Kilometern voneinander entfernt sein.

Tipp: Besonders große Reichweiten lassen sich mit stationären Funkgeräten und einer sehr hohen Antenne erreichen. Bitte beachten Sie, dass Sie für das Aufstellen eines Antennenmastes oder einer entsprechender Dachantenne unter Umständen eine Genehmigung einholen müssen.

Handfunkgeräte – kleine Wunderwerke der Technik

Handfunkgeräte sind praktisch und dementsprechend auch relativ weitverbreitet und teilweise sehr günstig in der Anschaffung. Die Größe entspricht in etwa der eines normalen Mobiltelefons. Eine kleine Antenne ist meist der einzige optische Unterschied, der auf den ersten Blick ins Auge fällt.

Viele Hersteller bieten für Einsteiger in die Funktechnik günstige Sets an, die aus zwei Handgeräten bestehen. Darüber hinaus sind Einzelfunkgeräte mit den unterschiedlichsten Funktionen verfügbar. Die teureren Geräte eignen sich dabei auch für den professionellen Einsatz.

Der Unterschied zwischen Handy und Funkgerät

Der größte Unterschied zum Handy besteht darin, dass man beim Funkgerät zum Sprechen in der Regel eine Taste drücken und zum Hören diese Taste wieder loslassen muss. Es ist nicht möglich, gleichzeitig zu hören und zu sprechen, weil Funkgeräte ausschließlich im sogenannten Halbduplex-Übertragungsverfahren arbeiten, während Mobiltelefone grundsätzlich mit Vollduplex übertragen.

Die VOX-Funktion bei neueren Geräten

Inzwischen gibt es aber auch im Funkbereich technische Neuerungen. Wenn das Handgerät die sogenannte VOX-Funktion (Voice Operated Transmission) unterstützt, arbeitet es mit einer automatischen Spracherkennung. Das Gerät erkennt, wenn jemand zu sprechen beginnt, und schaltet den Kanal, den man bei anderen Handgeräten per Tastendruck aktiviert, automatisch frei. Bei sehr lauten Umgebungsgeräuschen kann es jedoch zu Fehlfunktionen kommen.

Hinweis: Wenn Sie ein Funkgerät mit VOX-Funktion kaufen, achten Sie darauf, dass es zusätzlich über die manuelle Tasteneinrichtung verfügt und sich VOX bei Bedarf abschalten lässt. So können Sie in lauter Umgebung problemlos auf die herkömmliche Bedienweise des Funkgerätes zurückgreifen.

Ein weiterer Unterschied zum Handy sollte nicht unerwähnt bleiben: Die Gespräche laufen über einen Lautsprecher. Dies führt dazu, dass Personen in der unmittelbaren Umgebung die Kommunikation mithören können.

Tipp: Es gibt inzwischen Funkgeräte, die mit einer portablen Freisprecheinrichtung benutzt werden können. Damit ist das Mithören durch Dritte ausgeschlossen. Allerdings erlauben dies nicht alle Handgeräte. Informieren Sie sich also in der Produktbeschreibung oder auf der Webseite des Herstellers, ob ihr ausgewähltes Funkgerät eine Freisprecheinrichtung akzeptiert.

Funkstandards für die kostenlose Kommunikation

Handfunkgeräte unterscheiden sich nicht nur deutlich von Mobiltelefonen, sondern auch untereinander. Ganz wesentlich sind hier die unterschiedlichen Funkstandards, die verwendet werden. Wenn zwei Teilnehmer miteinander kommunizieren möchten, ist das nur mit Geräten möglich, die den gleichen Funkstandard beherrschen.

Bei den anmelde- und gebührenfreien Funkstandards unterscheidet man in

Bevor Sie sich für den Kauf eines bestimmten Handgerätes entscheiden, sollten Sie sich mit den wichtigsten Inhalten dieser fünf Funkstandards ein wenig vertraut machen.

Der SRD-Standard – Short Range Device oder Kurzstreckenfunk

Der heutige SRD-Standard war früher auch unter dem Kürzel LPD für Low Power Device bekannt. Dies verwies schon in der Bezeichnung darauf, dass dieser Standard ausschließlich für Geräte mit geringer Sendeleistung verwendet wurde.

Heute stehen für den SRD-Standard in Deutschland 69 Funkkanäle zur Verfügung. Innerhalb dieser Kanäle können die Teilnehmer miteinander kommunizieren, wobei Entfernungen zwischen 500 m und 2 km zwischen beiden Gesprächsteilnehmern möglich sind. Die große Distanz ist allerdings nur bei optimalen Geländebedingungen zu erreichen. Dort, wo zum Beispiel Häuser die Funkwellen blockieren können, fällt die Reichweite wesentlich geringer aus. Auch für die Nutzung aus geschlossenen Fahrzeugen ist der SRD-Standard eher nicht geeignet, weil die Metallkarosserie ebenfalls eine blockierende Wirkung ausübt.

Geräte mit SRD-Standard sind klein und handlich. Durch den geringen Verbrauch von 10 Milliwatt für die Sendeleistung halten die Akkus extrem lange durch. Außerdem ist eine eventuelle Beeinträchtigung der Gesundheit durch Funkwellen hier nahezu ausgeschlossen.

Achtung: SRD-Geräte funken auf demselben Frequenzband wie etwa Alarmanlagen mit Funkmodul oder drahtlose Kopfhörer. Störungen sind hier zwar ausgesprochen selten, können aber auch nicht ausgeschlossen werden. Funkgeräte mit SRD-Standard dürfen Sie außerhalb Deutschlands nur in den Niederlanden und in Österreich benutzen.

PMR 446 und DMR 446 – jünger und leistungsfähiger als der SRD-Standard

PMR bedeutet Private Mobile Radio und die Zahl 446 gibt den Frequenzbereich an, in dem sowohl PMR als auch DMR 446 arbeiten. Im Grunde sind die beiden Standards identisch, nur dass DMR digital arbeitet und die doppelte Anzahl an Funkkanälen zur Verfügung stellt. Aus den 8 PMR 446 Kanälen werden also 16 DMR Kanäle. Die Sendeleistung beträgt bei beiden Funkstandards 500 Milliwatt. Der Reichweitenradius ist ebenfalls identisch und kann bis zu 8 Kilometer weit funken, sofern ideale Umgebungsbedingungen vorhanden sind. Sind viele Hindernisse vorhanden, schrumpft die Reichweite häufig bis auf einen Kilometer oder sogar darunter.

Übrigens: PMR-Funkgeräte sind in fast allen europäischen Ländern erlaubt. Sie können diese Handgeräte also auch im Urlaub nutzen.

PMR/DMR 446 machen es möglich, geschlossene Benutzergruppen einzurichten. Die beteiligten Funkgeräte senden dazu einen sogenannten Pilotton aus. Auf dieses Signal reagieren nur Funkgeräte, die zu der jeweiligen Gruppe gehören. Unbefugte können so den Funkverkehr nicht abhören und auch Störungen werden so deutlich reduziert.

Neben einem Plus an verfügbaren Funkkanälen bietet DMR 446 eine ausgesprochen hohe Übertragungsqualität und ist schwerer abhörbar als die analogen PMR-446-Geräte. Beide Versionen sind für den privaten Einsatz absolut zu empfehlen.

Ein Funkstandard ohne Kürzel – Freenet

Eines vorweg: Dieser Standard für Handfunkgeräte hat nichts mit dem gleichnamigen Internetprovider zu tun.

Seitdem 1994 das B-Netz des Mobilfunks außer Betrieb genommen wurde, nutzt Freenet die hier freigewordenen B-Netz-Frequenzen. Inzwischen stehen hier 6 Kanäle für den Funkverkehr zur Verfügung. Gesendet wird mit Freenet-Standard mit 500 Milliwatt und theoretisch ist eine maximale Reichweite von bis zu 6 Kilometern möglich. In Gebieten mit starker Bebauung sinkt die Reichweite aber häufig auf unter 500 Meter.

Funkgeräte mit Freenet-Standard sind in der Regel höher als jene mit SRD-, PMR- oder DMR-Standard. Freenet ist für Privatanwender eher wenig interessant, wird aber im gewerblichen Bereich häufig als Alternative zu einem deutlich teureren Betriebsfunknetzwerks eingesetzt.

Altbekannt und immer noch aktiv – der CB-Funk

Im privaten Bereich bekannt und sehr beliebt ist der CB-Funk (Citizens' Band). Der Name deutet schon darauf hin, dass CB-Funk von Anfang an Funktechnik für jedermann war. Bis zu 120 Funkkanäle bietet das CB-Funknetz. Davon werden etwa 80 in Deutschland und 40 international genutzt.

Außerdem ist CB-Funk der einzige Funkstandard, der anmeldefrei auch mit stationären Funkgeräten betrieben werden darf. Stationäre Sendegeräte erreichen eine Sendeleistung von bis zu 4 Watt und können mit fest installierten Antennen Reichweiten von bis zu 60 Kilometern überbrücken. Handgeräte schaffen allerdings nur wesentlich geringere Entfernungen. Je nach Umgebungsbedingungen und Leistungsstärke der mobilen Antenne kann die Reichweite hier auf unter 500 Meter absinken.

Im Gegensatz zu Handgeräten aller anderen Funkstandards dürfen an CB-Handfunkgeräte externe Antennen angeschlossen werden. Damit lässt sich der Empfang deutlich verbessern und macht die Geräte auch im Auto oder auf dem Motorrad nutzbar. Viele Lkw-Fahrer unterhalten sich untereinander über CB-Funkgeräte.

Übrigens: CB-Funkgeräte unterliegen nicht dem Gesprächsverbot am Steuer, wie es bei Mobiltelefonen der Fall ist. Man darf sie auch ohne Freisprecheinrichtung legal während der Fahrt benutzen. Allerdings muss eine geprüfte Außenantenne am Fahrzeug montiert sein.

Tipp: Achten Sie beim Kauf eines Handfunkgerätes darauf, dass es mehr als nur einen Funkstandard beherrscht. So können Sie auch mit Geräten kommunizieren, deren Funkstandard von Ihrem Handgerät abweicht.

Stromversorgung und Reichweitenverlängerung

Günstige Einsteigergeräte arbeiten oft mit normalen Batterien. Da Funkgeräte aber zum Senden sehr viel Energie verbrauchen, kann der häufige Batteriewechsel schnell nur Kostenfalle werden.

Kaufen Sie Batteriegeräte nur, wenn Mignon-Zellen (AA) eingesetzt werden können. Sie sind leistungsfähiger als die AAA-Zellen. Besser ist es aber, wiederaufladbare Akkus zu verwenden. Ob das mit Batterie betriebene Handfunkgerät auch wiederaufladbare Akkus akzeptiert, können Sie in der Bedienungsanleitung oder in den technischen Datenblättern auf der Webseite des Herstellers nachlesen.

Es gibt eine Möglichkeit, die Reichweite aller anmeldungsfreien Funkgeräte in den fünf Funkstandards zu erweitern. Dazu wird ein sogenanntes HF-Gateway benötigt. Mithilfe des Internets vergrößert das Gateway die Reichweite, indem es als Vermittlungsstelle zwischen der Funktechnik und dem Netzwerk des World Wide Web auftritt. Im Prinzip ist ein derartiges Gateway also ein Funkgerät, das mit dem Internet verbunden ist und automatisch arbeitet. Töne werden in digitale Daten umgewandelt und über das Internet an das empfangende Gerät geschickt.

Achtung: Gateways müssen sowohl beim Sender als auch beim Empfänger vorhanden sein, damit diese Technik funktioniert.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden