Geld Verdienen - Nur durch echte Arbeit!

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Immer wieder tauchen Ratgeber auf, die das schnelle und einfache Geld versprechen. Das ist alles völliger Unfug.

Grundsatz 1: Es gibt nichts umsonst auf dieser Welt!

Es gibt bereits einige andere Ratgeber zu genau diesem Thema. Die typischen Maschen der Abzocker sind:
- Kettenbriefe/Schneeballsysteme (Sie zahlen an 5-7 Leute und sollen dann weitere werben, die Ihnen das Geld zuschaufeln)
- Die geniale Idee (Wenn sie genial wäre, warum wird sie nicht selbst genutzt?)
- Kontakte, Adressen, etc. (meist veraltet oder nutzlos)
- Tür-/Notverkäufe ("Kaufen Sie meinen tollen Teppich? Ich muss leider nach xxx, wo ich ihn nicht mehr brauche...")
- Nigeria-Scam ("Wir überweisen Ihnen 1 Million, Sie können 10% behalten. Kommen Sie mit 10.000€ Transaktionskosten zu uns.")
- Geld verdienen von zuhause (Kugelschreiber montieren etc. Meist sinnlos kleine Beträge)
- Seminare im Hotel ("Club zukünftiger Millionäre", "Bitte 600€ für das Fachseminar bezahlen...")
- Internetangebote wie "Von Zuhause 1.000€ pro Woche verdienen" (völliger Unsinn, hier wird eine hohe Investition verlangt, die geringen Gegenwert bietet)

Auch Gewinnsysteme im Lotto sind mathematischer Unsinn. Es gibt keine Möglichkeit sinnvoll die Zahlen vorzusagen. "Lotto-Spiele sind Steuern für mathematisch unbegabte" lautet ein bekanntes Zitat der Szene. Nur die großen Gesellschaften, die vollmundig Millionenbeträge versprechen, verdienen mit solchen Systemen. Sie können somit z.B. die Werbung in den großen TV Kanälen spielend leicht bezahlen. Kein einziger Anbieter kann Statistiken vorlegen, dass seine Zahlen besser sind als die willkürlichen der Privatspieler.

Woran erkennt man schwarze Schafe und Abzocker? Am leichtesten durch die unrealistischen Versprechen. Eine Rendite von über 10% ohne Risiko gibt es nicht. Man muss sich immer fragen: Wenn das so toll ist, warum geht er nicht zur Bank, leiht sich selbst Geld (zu 5-7%) und macht einen Riesengewinn?

Grundsatz 2: Wer Geld verdienen will, muss es sich verdienen!

Ebay-Verkäufer leben von einer Produktmarge und einer entsprechenden Menge an Umsatz, die sie zur Erreichung eines adäquaten Gehalts benötigen. Dabei sind in letzter Zeit die Preise seitens ebay ebenso gestiegen wie der Konkurrenzkampf, mit der Folge, dass immer mehr Shops unrentabel werden. Es gibt langfristig nur 3 Arten als ebay-Verkäufer zu überleben:
1. Mengenverkäufer: Sehr viele Artikel mit geringer Marge verkaufen
2. Spezialist: Wenige, gefragte Artikel mit hoher Marge verkaufen
3. Trend-Verkäufer: Die richtigen Waren/Mengen zur richtigen Zeit mit entsprechender Marge anbieten

Beim gewerblichen Verkauf muss man bedenken, dass man sowohl steuerpflichtig wird als auch Garantie- und Gewährleistungsansprüche erfüllen muss. Dafür sollte entsprechendes Geld in Preis und Marge eingerechnet werden, sonst drohen böse Überraschungen.

Der Aktienmarkt - gern gelobtes Pflaster - ist für kurz- bis mittelfristige Anlagen nicht empfehlenswert. Spekulieren sollte nur der, der dieses Geld nicht braucht. Selbst die echten Profis der führenden Bankhäuser sind lieber Angestellte mit Gehalt und Provision als selbstständiger Spekulant oder Day-Trader. Die Software-Produkte, die derzeit aus USA nach Europa kommen und spielerische Einfachheit preisen, sind nichts anderes als Tabellen und Datenbanken, die nach einem definierten Algorithmus funktionieren. Damit erkennt man weder Trends noch die Outperformer, die hohe Gewinnkurse erreichen. Wer den Trends nur folgt, erreicht kaum gute Gewinne.

Grundsatz 3: Langfristiger Reichtum muss geplant werden!

Geld sammelt sich nicht einfach über Nacht ein. Ein sinnvolle Planung, abgestimmt auf die persönliche Situation muss die Strategie bestimmen. Die treibenden Faktoren sind: verfügbares Einkommen, Lebensabschnitt, Partner, Kinder, Wohnumfeld (Haus/Wohnung, Eigentum/Miete) und Lebensweise. Am einfachsten sind Fond-Sparpläne bei allen Banken und Internet-Banken, aber auch andere Formen wie Bundesschatzbriefe oder -anleihen. Als wesentliches weiteres Bein sollten Renten-Briefe in das persönliche Portfolio zur Risiko-Streuung.

Immobilien galten lange Zeit als krisensicher, dies trifft jedoch nur für gute Objekte in bevorzugter Lage zu. Viele Anleger, die in Ostdeutschland Immobilien gekauft haben, sitzen nun nicht nur auf schwer vermittelbaren Objekten, sondern auch auf recht teuren Bankkrediten. Für Immobilien gilt: Wer sich nicht auskennt, sollte nur die Immobilie kaufen, in die er auch selbst einziehen würde. Auch bei der Finanzierung muss immer ein Gegenangebot einer anderen Bank eingeholt werden. Nicht dem erstbesten trauen, schon gar nicht bei Kuppelgeschäften mit Versicherungen.

Am besten sollte jeder sein Budget auf Monats- und Jahresbasis einmal ausrechnen: Viele Positionen wie Kfz-Versicherung oder Miet-Nebenkosten sind nicht immer präsent. Auf dieser Basis kann man dann seine Sparquote ermitteln, d.h. pro Monat einen Betrag zur Seite legen. Wie dieser Betrag angelegt werden soll, sollte im Gespräch mit einem Bankberater erfolgen.

Viel Erfolg!

 

Um den bekannten Abmahnern zu entgehen: Dies ist keine Finanzberatung. Es werde keine Empfehlungen für oder gegen bestimmte Finanzprodukte ausgesprochen. Jeder, der sich für Finanzplanung interessiert, sollte zunächst mit seinem Bankberater sprechen. Die oben dargestellten Ansichten sind privater Natur und in keiner Weise mit gewerblichen Interessen verbunden.

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