Gehört eSata die Zukunft? eSata statt USB und Firewire?

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eSata ist nichts anderes als ein externer S-ATA (Serial Advanced Technology Attachment) Anschluss. Dieser erlaubt im Gegensatz zu USB (Universal Serial Bus) nur den Anschluss von Speichermedien die den SATA oder SATA II Standard erfüllen. Drucker, Scanner, Modems etc. lassen sich also nicht an die eSATA Buchse anschliessen. Firewire ist ähnlich dem USB-Bus ein universeller BUS, jedoch gibt es heute kaum Geräte aus der Wintel-Welt die das schnelle Firewire nutzen.

USB 2.0 ist der langsamste aber verbreiteste Anschlusstyp, mit maximal 60 Megabyte pro Sekunde und Kanal reicht die Performance allerdings für den Datenaustausch zwischen Festspeichermedien noch völlig aus. Beim parallelbetrieb mehrere USB-Geräte an nur einem Kanal, z.B. mittels eines HUBs kann sich jedoch die fehlende Performance bemerkbar machen. USB ist im vergleich zu den anderen Systemen in der Lage eine Versorgungsspannung bereitzustellen.
Ein deutlich schnellers USB 3.0 ist aktuell in Vorbereitung.

Firewire liegt in der aktuellen 2003 verabschiedeten Spezifikation mit eine Bandbreite von etwa 400 Megabyte (3200 Mbit\S) deutlich vor USB. Diese Bandbreite kommt Mediendienstleister und Hobbyfilmern zu gute. In der Praxis ist Firewire 5x so schnell wie USB, dies macht sich bei Anschluss einer Festplatte oder Speicherkarte nicht bemerkbar. Diese Geräte können kaum mehr als 40 Megabyte pro Sekunde bei lesen, nochweniger schreiben. Wer jedoch hochaufklösende Druckdaten, Scans und andere Mediendaten austauscht profitiert von Firewire.

eSata gibt es aktuell in zwei Versionen, nämlich nach Sata und Sata II bzw. 3Gb/s Standard. Ende 2008 soll die Spezifikation für Sata III bzw. 6Gb/s vorgestellt werden. Dabei kommt eSata auf ein Maximum von 150 Megabyte pro Sekunde und eSata II auf bis zu 300 Megabyte pro Sekunde pro Kanal. Im Gegensatz zu den beiden anderen BUS-Systemen, kann jedoch in aller Regel immer nur genau ein einziges Gerät an eine Sata- und eSata-Schnittstelle angeschlossen werden. Dafür ist der Maximalwert Übertragungswert gerade zu schwachsinnig hoch. Selbst halbleiterbasierende Hochleistungsspeichermedien schaffen heute kaum mehr als 160 Megabyte im lesenden Zugriff pro Sekunde. Ein Normalnutzer wird in der Praxis keinen Unterschied zwischen eSata, Sata und Sata II bzw. eSata II bemerken. An speziell dafür vorgesehenen Sata-Controller, etwa der Firma Dawin können sogenannte Port Multiplierer eingsetzt werden. Diese ermöglichen den Anschluss von 2-6 Geräten pro Sata-Kanal. Der Preis für so einen HUB liegt bei ca. 70-90 euro. Natürlich wird die Gesamtleistung des Buses unter den angeschlossenen Geräten aufgeteilt. Port Multiplier gibt es für den Einbau als Slot-Blech oder 5´25er Schacht.

Moderne Motherboard-Chipsätze unterstützen in der Regel alle drei BUS-Systeme, den Herstellern von Hauptplatinen ist es jedoch in aller Regel zu teuer für jeden Typ eine Anschlussblende mitzuliefern, da die Anschlüsse allerdings halbwegs standardisiert sind, stellt es kein Problem dar eine Blende bzw. ein Schlottblech mit einem Anschluss des gewünschten Types nachzurüsten. Firewire-Schlottbleche sind Aufgrund der geringen Nachfrage deutlich teurer und zubehör wie Firewire-Kartenleser nur sehr schwer zu bekommen. Möchten Sie eSata, ähnlich konfortabel Nutze wie USB/Firewire, müssen Sie beim kauf einer Hauptplatine darauf achten das die eSata-Ports HotPlugable sind. Sonst müssen sie das externe Gerät bereits vor dem Start des PCs mit diesem verbinden und in Betrieb nehmen und dürfen es erst abschalten bzw. trennen wenn der PC aus ist.

In der Praxis:
In der Praxis ist eSata eine schöne Ergänzung, die das schnelle befüllen von Datenträgern erlaubt, wenn der US-Bus bereits ausgelastet ist. Die Anschaffung von eSata-Komponenten lohnt vor allem für User die bereits eine große Anzahl an USB-Geräten parallel Nutzen oder große Datenmengen ( ab 5GB ) zwischen mobilen Geräten tauschen möchten. Firewire, ist ein kleiner Excote, der es erlaubt Daten zwischen Mediengeräten schnell und komfortabel aus zu tauschen. Bis USB 3.0 mit bis zu 5 GB/s (also etwa 625 Megabyte pro Sekunde) zur Verfügung steht, ist Firewire die schnellste, USB die komfortabelste und eSata eine für die allermeisten Benutzer eigentlich überflüssige Lösung.

Tipp:  Die Performance bzw. Transferraten die bei lesendem und schreibenden Zugriff auf Speichermedien erreicht werden prüfen Sie mit SiSoft Sandra.

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