Gefriertruhe-Könner: große Menge, geringer Stromverbrauch

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Gefriertruhe-Könner: große Menge, geringer Stromverbrauch

Mit Gefriertruhen lassen sich Lebensmittel schonend und langfristig konservieren. Sie sind zu einem unverzichtbaren Gegenstand für den Haushalt geworden. In den letzten Jahren hat sich die Technologie enorm weiterentwickelt und vor allem die Energieeffizienz wurde entscheidend verbessert. Die meisten Gefriergeräte sind dabei freistehend, jedoch erhalten Sie auch Gefrierschränke für den Einbau. Bei eBay finden Sie eine große Auswahl an Gefriergeräten verschiedener Farben. Neben Neugeräten finden Sie auch gebrauchte Exemplare. Dabei steht die Bezeichnung Gefriertruhe häufig für alle Bauformen, auch Gefrierschränke fallen oft unter diesen Begriff.

Geschichte der Gefriertruhe

Bereits in der Antike wurden Vorräte gekühlt. Dazu wurde Gletschereis transportiert und in Eiskellern eingelagert. Das langfristige Gefrieren von Lebensmitteln war aber höchstens im Winter möglich. Der deutsche Ingenieur Karl von Linde erfand 1876 den Kühlschrank und später als Weiterentwicklung die Gefriertruhe. Die ersten Kühlschränke und Gefriertruhen wurden noch mit Ammoniak betrieben und Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW) wurde verwendet. Seit festgestellt wurde, dass FCKW eine ozonschädigende Wirkung hat, werden Kühl- und Gefrierschränke fast ausschließlich ohne diesen Stoff produziert. Seit 2000 verbreiten sich Kühlschränke mit brennbaren Kältemitteln mehr und mehr auf dem Markt. Sie sind ozon- und klimafreundlich, dafür beinhalten sie mit Propan und Butan brennbare Stoffe.

Aufbau und Funktionsweise von Gefriertruhen

Grundsätzlich muss dem Inneren einer Gefriertruhe Wärme entzogen werden, um dauerhaft Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu erreichen. Dabei wird die Eigenschaft, dass Flüssigkeiten beim Erwärmen in den gasförmigen Zustand übergehen, zu Hilfe genommen. Die in Gefriertruhen eingesetzten Gase verdampfen bereits bei niedrigen Temperaturen. Beim Verdampfen entziehen die Gase (auch Kältemittel genannt) dem Innenraum des Gerätes Wärme. Anschließend wird die aufgenommene Wärme nach Außen abgegeben und das Kältemittel wieder verflüssigt. Der Kreislauf beginnt daraufhin von Neuem. Die Rohre und Leitungen für den Transport der Gase befinden sich meist in den Wänden der Gefriertruhe. Durch dicke und gut isolierte Außenwände kann die niedrige Temperatur leichter gehalten werden.

Lohnt sich die Anschaffung eines neuen Gefriergeräts?

Viele Haushalte besitzen Gefriertruhen, die über 15 Jahre alt sind und deutlich mehr Energie verbrauchen als neuere Modelle. Die meisten Leute scheuen die Neuanschaffung eines effizienteren Geräts, da die Anschaffungskosten abschreckend wirken. Und solange die alte Gefriertruhe noch funktioniert, wird meist nicht über einen Austausch nachgedacht. Allerdings relativieren sich die Ausgaben je nach Alter der Truhe verhältnismäßig schnell. Gefriertruhen der Energieeffizienzklasse B und niedriger sollten umgehend ersetzt werden, da die Unterschiede im Energieverbrauch im Vergleich zu aktuellen Geräten extrem sind. Wenn Ihre Gefriertruhe schon ein paar Jahre alt ist, sollten Sie unbedingt einmal nachrechnen, wie viel Sie an Stromkosten pro Jahr sparen können. Damit lässt sich recht schnell abschätzen, ob sich eine Neuanschaffung lohnt. Auch dem Klima tun Sie damit etwas Gutes. Durch die Entsorgung des alten Geräts entsteht zwar Müll, allerdings schonen Sie die Umwelt durch den deutlich geringeren Energieverbrauch einer neuen Truhe.

Die Gefriertruhe – klassische Bauform

Die Truhe ist die häufigste Form des Gefriergeräts. Dabei handelt es sich um eine meist am Boden stehende, quaderförmige Truhe. Geöffnet wird diese oben mit einem Deckel. Eine solche Gefriertruhe benötigt allerdings etwas Platz, in kleineren Wohnungen ist dieser teilweise nicht gegeben. Auch das Ein- und Ausräumen ist besonders für kleinere Personen etwas schwer, da man sich ziemlich weit herunterbeugen muss, um an den Boden zu kommen. Wenn die Truhe gefüllt ist, ist es außerdem etwas schwerer, eingefrorene Gegenstände von unten hervorzukramen. Der große Vorteil dieser Bauform ist der geringere Stromverbrauch. Der größte Kälteverlust entsteht bei Gefriergeräten immer an der Dichtung von Deckel oder Türe. Die kälteste Luft ist beim Gefriergerät immer unten. Da bei einer Truhe der Deckel an der Oberseite ist, wird der Kälteverlust im Vergleich zu anderen Bauformen etwas minimiert. Auch der Anschaffungspreis ist bei Gefriertruhen geringer.

Für die Lagerung der Lebensmittel haben viele Gefriertruhen Einhänge- oder Einstellkörbe. Bei größeren Modellen ist der Innenraum häufig in mehrere Fächer unterteilt. Im Deckel befindet sich meistens die Beleuchtung und im Griff des Deckels die Temperatur-Elektronik. Viele Geräte sind außerdem abschließbar. Wenn Sie genügend Platz in Ihrer Wohnung haben und Ihnen die Anordnung der Lebensmittel in einer Truhe nichts ausmacht, sollten Sie zu dieser Bauform greifen.

Der Gefrierschrank – bessere Ordnung, höherer Verbrauch

Der Gefrierschrank ist ein Gefriergerät in Form eines Schrankes. Durch diese Bauform lässt er sich auch in bestehende Möbel integrieren. Bei eBay finden Sie passende Einbau-Gefrierschränke. Das Öffnen erfolgt durch eine Tür an der Vorderseite. Diese geht über die ganze Höhe, weswegen hier etwas mehr Kälte austritt als bei den Truhen. Beim Öffnen ist der Kälteverlust mit der Gefriertruhe vergleichbar. Zwar tritt durch die größere Öffnungsfläche mehr Kälte aus, aber die Türe steht meist weniger lang offen als der Deckel. Das liegt daran, dass der Schrank aufgeräumter ist und nicht so lange nach den Lebensmitteln gesucht wird. Die Möglichkeit, die eingefrorenen Lebensmittel besser zu ordnen, ist ein großer Vorteil des Schranks. Der Anschaffungspreis ist bei dieser Bauform etwas höher und auch der Energieverbrauch liegt meist eine Spur über vergleichbaren Truhen. Wenn Sie Ihre gefrorenen Lebensmittel aber besser aufgeräumt haben wollen, sollten Sie sich einen Gefrierschrank anschaffen.

Stromverbrauch der Gefriergeräte – wichtiges Kriterium bei längerer Benutzung

Da Gefriergeräte zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt zählen, ist hier besonders auf Energieeffizienz zu achten. Besonders weil sie oft viele Jahre in Benutzung sind, ist möglichst geringer Energieverbrauch ein wichtiger Faktor. Die Skala der Energieklassen von A-G ist etwas irreführend, die Klassen C-G werden nicht mehr verwendet, trotzdem sind sie immer noch aufgeführt. Auch Kühlgeräte der Klasse B sind sehr selten geworden. Die gebräuchlichen Energieklassen sind dabei A, A+ und A++, wobei A++ die sparsamste Kategorie ist. A++ verbraucht nur etwa halb so viel Energie wie ein Gerät der Klasse A. In den kommenden Jahren will die EU die Skala überarbeiten und für mehr Transparenz sorgen. Wenn Sie eine neue Gefriertruhe kaufen, sollten Sie nur A+ oder A++-Geräte in Erwägung ziehen. Dabei ist zwar meistens der Anschaffungspreis etwas höher, die Preisdifferenz relativiert sich aber durch den geringeren Energieverbrauch verhältnismäßig schnell. Auch der typische Verbrauch in Kilowattstunden pro Jahr ist meist angegeben. Dieser ist jedoch nicht absolut zu sehen, sondern nur als Richtwert.

Durch die Beachtung einiger Hinweise kann die Energieeffizienz während der Benutzung optimiert werden. Wichtig ist vor allem der Standort des Gefriergeräts. So sollten Sie die Gefriertruhe in einen gut belüfteten Raum stellen. Weiterhin sollte sie nicht neben Heizung oder Herd stehen und keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Die Lüftungsgitter dürfen außerdem nicht abgedeckt werden und sollten frei von Staub gehalten werden. Die Lebensmittel sollten nur abgekühlt in das Gerät gestellt werden. Da bei jedem Öffnen der Türe Energie verloren geht, sollte die Türe möglichst selten und nur kurz geöffnet werden.

Gefrierleistung der Truhen

Die Gefrierleistung der Truhen gibt an, wie viel Kilogramm frisches Gefriergut innerhalb von 24 Stunden auf -18 °C gekühlt werden kann. Viele Gefriergeräte besitzen außerdem eine Schnellgefrierfunktion. Damit wird die Kältemaschine auf Dauerlauf geschaltet und für den Gefriervorgang somit eine höhere Kühlleistung zur Verfügung gestellt. So können frische Lebensmittel schnell eingefroren werden und das Aroma wird bestmöglich erhalten. Allerdings tritt hier natürlich ein erhöhter Stromverbrauch auf. Die Funktion sollte drei bis vier Stunden, bevor das Gefriergut eingelegt wird, aktiviert werden. Das Deaktivieren der Superfrostfunktion sollten Sie aber nicht vergessen. Ansonsten droht nicht nur deutlich höherer Energieverbrauch, auch ein Defekt des Gerätes ist nicht auszuschließen. Aus diesem Grund besitzen einige Gefriertruhen eine Einfrierautomatik, mit der die Leistung nach dem Einfriervorgang zurückgenommen wird. Dabei wird die erhöhte Temperatur beim Einlegen von neuem Gefriergut registriert und der Dauerlauf aktiviert. Wenn das Gut durchgefroren ist, wird automatisch wieder die normale Funktion eingestellt.

Fassungsvermögen der Gefriertruhen

Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt bei den Gefriergeräten ist das Fassungsvermögen. Dieses wird üblicherweise in Litern angegeben. Je nach Ernährungs- und Lebensstil machen dabei unterschiedliche Größen Sinn. Ein durchschnittlicher Haushalt benutzt in der Regel etwa 50 bis 80 Liter pro Person. Bei ländlichen Haushalten oder bei Tätigkeiten wie Jagen, Fischen oder Gärtnerei sollte man mit einem Volumen von 100 Litern pro Person rechnen. Eine durchschnittliche vierköpfige Familie ist mit einer Gefriertruhe mit 200 bis 300 Litern Fassungsvermögen gut beraten. Natürlich muss der Gefrierbehälter dann auch Platz in Ihrer Wohnung haben. Wenn Sie nur wenig Raum zur Verfügung haben, aber sich mit einem Gefrierfach im Kühlschrank nicht zufriedengeben wollen, bietet sich ein Minigefrierschrank an. Diese etwa 30 bis 40 Liter großen Schränke sind auch beim Campen sehr praktisch.

Gefrierschränke mit Eiswürfelbereiter

Einige Gefrierschränke besitzen einen Eiswürfelzubereiter. Für Cocktailfans oder Freunde von kühlen Getränken ist dies eine nette Zusatzfunktion. Wenn Sie Eiswürfel eher selten benötigen, sollte Ihnen auch ein Gerät ohne Eiswürfelzubereiter genügen.

Truhen mit No-Frost-Technik – kein Abtauen nötig

Die sogenannte No-Frost-Technik reduziert im Inneren der Gefriergeräte die Luftfeuchtigkeit. Dadurch bildet sich kein Reif und das ansonsten nötige Abtauen des Gerätes entfällt. Zwar wird mit dieser Technik etwas mehr Strom verbraucht, allerdings entfällt der Energieverlust durch Eisbildung und Abtauvorgänge. Wen das regelmäßige Abtauen von Gefriertruhen schon immer gestört hat, der sollte ein Gerät mit dieser No-Frost-Technik erwerben. Ein immer größerer Prozentsatz an neuen Gefriertruhen verfügt bereits über diese Technologie.

Wartung und Pflege der Gefriergeräte

Damit die Gefriertruhe optimal und möglichst energieeffizient funktioniert, sollten Sie ein paar grundlegende Dinge beachten. Falls das Gerät keine No-Frost-Technologie besitzt, muss es regelmäßig abgetaut werden. Denn durch die warme Umgebungsluft, die beim Öffnen in das Innere eindringt, bildet sich eine Reifschicht. Diese verringert die Effizienz der Gefriertruhe und muss deshalb durch Abtauen entfernt werden. Am besten gehen Sie dabei nach der Bedienungsanleitung vor. Regelmäßiges Reinigen des Gerätes erhöht die Hygiene. Auch die Türdichtungen sollten Sie dabei säubern.

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