Gefahrenquelle Löschspraydosen!

Aufrufe 6 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Leider müssen Fachhändler immer wieder feststellen, dass an einigen Verkaufsstellen wie z.B. Tankstellen Aerosol-Löschspraydosen als Feuerlöscher verkauft werden. Diese verfügen über die "Zulassungen" für die Brandklasse A (Brände fester Stoffe, hauptsächlich organischer Natur, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen) und Brandklasse B (Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen).

In Zusammenarbeit des Bundesverband für technischen Brandschutz und der Feuerwehr wurden solche Aerosol-Löschspraydosen getestet. Diese Tests fanden unter den gleichen Bedingungen statt, wie auch Feuerlöscher getestet werden.



Jeder dieser Löschversuche schlug fehl. Schlimmer noch, denn gerade der Fettbrand wurde durch den Einsatz der Spraydose, die mit dem Zusatz "Firekiller and Oilkiller" gekennzeichnet ist, "angeheizt" und stellt so für die löschende Person eine lebensbedrohliche Situation dar.

Beachten Sie, dass Fettbrände niemals mit Wasser gelöscht werden dürfen. Beim Eintritt des Wassers in das heiße, brennende Fett, verdampft das Wasser im Bruchteil einer Sekunde und reißt das Fett in der Wasserdampfwolke aus dem Behälter. Das brennende Fett verteilt sich so explosionsartig in der Küche. Schwerste Verbrennungen und die Vergrößerung des Fettbrandes sind die Folge. Aerosol-Löschsrapydosen beinhalten für die Löschung von Fettbränden zu viel Wasser. So spricht die Feuerwehr im Interview davon, dass sie einen Fettbrand lieber gar nicht, als mit solch einer Löschspraydose löschen würden.

Auch die Verwahrung der Löschspraydose in der Nähe eines Weihnachtsbaumes stellt sich als unsinnig heraus, da die Wirkung der Dose auf einen brennenden Weihnachtsbaum gleich null ist.

Es ist gänzlich gleichgültig, über welche "Zulassungen" derartige Löschspraydosen verfügen. Als Löschmittel befinden sich darin 500 ml. Aerosol, welches in einem Zeitraum von 30 Sekunden versprüht wird. Pro Sekunde ergibt sich daraus eine Löschmittelmenge von ca. 17 ml. dies entspricht nicht einmal der Menge eines Schnapsglases. Im Vergleich dazu verfügt ein 2ltr.. Kfz-Schaumlöscher über 2 Liter Löschschaum. Die Funktionsdauer beträgt beim Typ S2L 20 sek., was gleichbedeutend ist mit 100 ml Löschmittelausstoß pro Sekunde. Der knapp um das 6fach höhere Löschmittelausstoß erklärt auch ohne Berücksichtigung der Qualität des Löschmittels (Löschmitteleinheiten und Rating) die bessere Löschleistung.

Beachten Sie:

Das Löschen von Fettbränden mit Aerosol-Löschspraydosen ist Lebensgefährlich! Die meisten anderen Brände lassen sich durch eine Aerosol-Löschspraydose noch nicht einmal in der Entstehungsphase löschen! Nur ein Feuerlöscher nach EN3 ist zum Löschen von Bränden geeignet. Verwenden Sie zum Löschen von Fettbränden entweder eine Löschdecke (im privaten Bereich) oder besser noch einen Feuerlöscher mit Fettbrandzulassung (im gewerblichen Bereich vorgeschrieben, für den privaten Bereich empfohlen).

quelle: http://www.hanauer-brandschutz.de/contents/security/spray.php

Die Videos auf der Homepage zeigen deutlich in welcher Gefahr sich der Anwender begibt!!!!








Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber