Geeignete Datenkassettenlaufwerke kaufen

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Datenkassettenlaufwerk für eine hohe Speicherkapazität

Ein PC ist mittlerweile in fast jedem deutschen Haushalt zu finden. Egal, ob als Arbeitsgerät, zum Ansehen von Videos oder zum Spielen, Computer sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. In jedem PC oder Notebook steckt eine Festplatte, die für die Datensicherung zuständig ist. Doch obwohl die herkömmliche Festplatte weit verbreitet ist, nutzen einige Anwender auch sogenannte Datenkassettenlaufwerke, um ihre Daten zu sichern. Besonders dann, wenn es gilt, viele Daten zu archivieren, können die Datenkassettenlaufwerke nützlich sein. Kein anderes Speichersystem bietet so hohe Speicherkapazitäten wie ein Datenkassettenlaufwerk. Zudem erzielen die Laufwerke eine gute Durchsatzleistung und einen geringen Energieverbrauch. Daher kommen Datenkassettenlaufwerke häufig in Unternehmen zum Einsatz, die eine beständige und langlebige Sicherungsmethode anstreben.

Was ist überhaupt ein Datenkassettenlaufwerk?

Ein Datenkassettenlaufwerk, auch Bandlaufwerk oder Streamer genannt, ist ein Gerät zum Speicher von Daten auf Magnetbändern. In den 1970 und 1980er Jahren war die Datenkassette ein weitverbreitetes Speichermedium für Heimcomputer. Heutige Bandlaufwerke richten sich vor allem an professionelle Anwender und Unternehmen, die besonders große Datenmengen sichern möchten.

So funktioniert ein Datenkassettenlaufwerk

Wie ein herkömmlicher Kassettenrekorder sind Bandlaufwerke mit einem Antrieb für zwei Spulen, einem Aufnahme- und Wiedergabekopf sowie einem Löschkopf ausgestattet. Das Schreiben und Lesen von Daten erfolgt seriell. Das bedeutet, dass die Daten hintereinander und nicht parallel übertragen werden.

Als Speichermedium kommt beim Bandlaufwerk ein Magnetband zum Einsatz, auf dem die Daten wie bei einer herkömmlichen Kassette magnetisiert aufgezeichnet werden. Über den integrierten Wiedergabekopf ist das Datenkassettenlaufwerk in der Lage, die magnetisierte Oberfläche des Bandes und damit die gespeicherten Daten auszulesen.

Die Vorteile eines Bandspeichers

Obwohl sowohl die Festplatte als auch das Solid State Drive mittlerweile eine große Rolle in der Computertechnik spielen, greifen einige Anwender lieber auf die Dienste eines Datenkassettenlaufwerks zurück.

Hohe Kapazität

In der heutigen Zeit gibt es viele Speichermöglichkeiten. Im Handel sind sowohl beschreibbare CDs als auch beschreibbare DVDs erhältlich, die zur Datensicherung genutzt werden können. Natürlich dient auch die Festplatte als Möglichkeit zur Datensicherung. Diese Speicherträger haben jedoch eine begrenzte Kapazität, die in der Regel bei mehreren Hundert Megabyte oder einigen Gigabyte liegt. So passen auf eine herkömmliche CD lediglich 650 MB an Daten, eine Single-Layer-DVD nimmt bis zu 4,7 GB an Daten auf. Eine Festplatte bietet hier schon mehr Speicherplatz, aktuelle Modelle verfügen über eine Kapazität von bis zu 4 Terabyte, was ca. 4096 GB oder 4194304 MB entspricht.

Ein Bandlaufwerk ist in Sachen Speicherkapazität sowohl der CD als auch der DVD meilenweit überlegen. Mit einer Kapazität von bis zu 6,25 TB stellen die Magnetbänder viel Platz zur Verfügung. Ein Bandlaufwerk bietet Ihnen zudem die Möglichkeit, mehrere Magnetbänder zur Datensicherung zur verwenden, was zu einer nahezu unendlichen Speicherkapazität führt. Legen Sie also Wert auf besonders viel Speicherplatz, den Sie zudem noch beliebig erweitern können, ist das Datenkassettenlaufwerk eine gute Wahl.

Robuste Datenträger

CDs und DVDs sind empfindliche Speichermedien. Schnell ist es passiert, dass sich auf der Oberfläche ein Kratzer befindet, der den gesamten Datenträger unlesbar macht. Darauf gespeicherte Daten sind häufig unwiderruflich verloren.

Auch Festplatten sind empfindlich gegenüber mechanischen Einwirkungen. Vor allem dann, wenn Sie Ihren PC häufig transportieren, kann es passieren, dass der Lesekopf der Festplatte beschädigt wird. Auch hier sind die gespeicherten Daten häufig verloren.

Verwenden Sie jedoch Magnetbänder zur Datensicherung, ist die Gefahr eines Datenverlustes deutlich geringer. Das Magnetband ist mit einem schlagfesten Gehäuse ausgestattet, welches das im Inneren liegende Band optimal gegen äußere Einflüsse schützt. Damit ist das Magnetband eine gute Möglichkeit, Daten besonders sicher zu archivieren.

Hohe Lebensdauer

Aus der robusten Bauweise der Magnetbänder ergibt sich eine besonders hohe Lebensdauer. Viele Hersteller geben eine Lebensdauer von 30 bis 50 Jahren an, was die Lebensdauer von CDs und DVDs weit übertrifft.

Hoher Datendurchsatz

Wenn es darum geht, große Datenmengen zu lesen oder zu schreiben, ist der Datendurchsatz ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Sicherungsmethode. Eine herkömmliche Festplatte schreibt, je nach verwendeter Anschlussart, bis zu 300 MB pro Sekunde an Daten. Die erste Serial-ATA-Generation erreichte sogar lediglich 150 MB pro Sekunde.

Eine herkömmliche CD bietet, je nach Umdrehungsgeschwindigkeit, einen Datendurchsatz von ca. 7800 Kilobyte pro Sekunde.

Verwenden Sie jedoch ein Bandlaufwerk, können Sie mehrere Gigabyte an Daten pro Stunde transferieren. Aktuelle Laufwerke der LTO-6-Generation erreichen eine Durchsatzrate von 1,4 TB pro Stunde, was knapp 400 MB pro Sekunde entspricht. Damit erreichen Bandlaufwerke einen höheren Datendurchsatz als die meisten Festplatten.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines Datenkassettenlaufwerks achten

Die Speicherkapazität

Das erste Auswahlkriterium beim Kauf eines Datenkassettenlaufwerks ist das Speichervermögen der Magnetbänder. Diese reichen von wenigen Gigabyte bis zu mehreren Terabyte pro verwendetem Band. Möchten Sie also besonders große Datenmengen speichern, so greifen Sie zu einem Gerät, das die Verwendung von Magnetbändern mit einer hohen Kapazität unterstützt.

Beachten Sie beim Kauf jedoch, dass viele Hersteller das Fassungsvermögen der Magnetbänder gerne in ein positives Licht rücken. Deshalb geben einige Hersteller an, wie viele Daten sich komprimiert auf einem Band speichern lassen. Möchten Sie hingegen wissen, wie viele Daten ein Band unkomprimiert aufnehmen kann, so müssen Sie auf die Angabe der Nettokapazität achten.

Die Transferraten

Die verschiedenen Geräte unterscheiden sich in ihren Tranferraten. Diese gibt an, welche Menge an Daten ein Gerät innerhalb eines bestimmten Zeitraums auf das Magnetband übertragen kann. Bedenken Sie: Je höher die Transferrate, desto weniger Zeit benötigen Sie, um große Datenmengen zu überspielen. Ähnlich wie bei der Angabe der Speicherkapazität sollten Sie auch bei der Angabe der Transferrate auf die Kopierleistung von unkomprimierten Daten achten.

Zwar sind Geräte, die eine hohe Transferrate erreichen, in der Regel teurer als weniger leistungsfähige Bandlaufwerke, die zusätzliche Geschwindigkeit macht sich jedoch in Form von einem geringeren Arbeitsaufwand wieder bezahlt.

Internes oder externes Bandlaufwerk – das sind die Unterschiede

Jedes Bandlaufwerk müssen Sie mit einem PC oder Notebook verbinden. Dabei können Sie sich sowohl für ein internes als auch für ein externes Laufwerk entscheiden.

S-ATA und IDE

Möchten Sie Platz auf dem Schreibtisch sparen und das Laufwerk im PC-Gehäuse verbauen, so empfiehlt sich der Kauf eines internen Bandlaufwerks. Dieses wird in der Regel über das Small Computer System Interface, kurz SCSI, verbunden. Diese Schnittstelle kommt häufig in Servern zum Einsatz.

Alternativ können Sie das interne Laufwerk auch über die Serial-ATA-Schnittstelle mit dem PC verbinden. Diese Schnittstelle bietet eine unkomplizierte Verkabelung und dünne Kabel, weshalb sich das Bandlaufwerk platzsparend einsetzen lässt.

Besitzen Sie einen älteren PC, so haben Sie die Möglichkeit, das Bandlaufwerk per IDE zu verbinden. Die Übertragungsrate reicht für einfache Datenkassettenlaufwerke aus, möchten Sie jedoch ein Bandlaufwerk mit einer hohen Transferrate erwerben, so sollten Sie den Anschluss per S-ATA vorziehen.

Insgesamt ist das interne Laufwerk immer dann die richtige Wahl, wenn Sie nur wenig Platz auf dem Schreibtisch zur Verfügung haben oder auf das Aufstellen eines zusätzlichen Gerätes verzichten möchten.

Das externe Bandlaufwerk

Bietet Ihr PC-Gehäuse nicht mehr ausreichend Platz zum Einbau eines zusätzlichen Laufwerks, so können Sie ein externes Bandlaufwerk verwenden. Dieses wird in der Regel über den bereits erwähnten SCSI-Anschluss verbunden. Einige Modelle erlauben jedoch einen Anschluss per USB oder sogar FireWire. Welche Anschlussart Sie bevorzugen sollten, hängt vor allem davon ab, wie viele Daten Sie transferieren möchten. Per USB 2.0 lassen sich beispielsweise lediglich 50 Megabyte pro Sekunde übertragen. Auch der FireWire 400-Anschluss ist kaum schneller. Verbinden Sie das Bandlaufwerk über einen FireWire 800-Anschluss, so können Sie immerhin 100 Megabyte pro Sekunde übertragen. Per USB 3.0 sind bis zu 300 Megabyte pro Sekunde möglich.

Entscheiden Sie sich also für ein externes Bandlaufwerk, so sollten Sie zunächst in der Artikelbeschreibung nachsehen, über welchen Anschluss das Gerät mit dem PC verbunden werden muss.

Der Autoloader

Das Schreiben großer Datenmengen auf ein Magnetband dauert häufig mehrere Stunden. Aus diesem Grund lassen viele Anwender die Datensicherung über Nacht laufen. Besonders in Unternehmen, in denen nachts kein Mitarbeiter arbeitet, können die Laufwerke die volle Rechner- und Netzwerkkapazität zur Datensicherung ausnutzen. Problematisch wird die unbeaufsichtigte Datensicherung jedoch dann, wenn die Kapazität des Bandes erreicht wird. Wenn niemand anwesend ist, um das Band zu wechseln, gerät der Prozess ins Stocken. Abhilfe schafft hier ein sogenannter Autoloader. Diese Hardwareerweiterung entnimmt automatisch voll beschriebene Bänder aus dem Laufwerk und setzt anschließend ein leeres Medium ein. Damit können Sie ohne Bedenken besonders große Datenmengen kopieren, ohne dass Sie sich Gedanken um einen Bandwechsel machen müssen.

Fazit

Wenn Sie sehr große Datenmengen beständig sichern müssen, sind die Datenkassettenlaufwerke den herkömmlichen Datenträgern wie CDs oder Festplatten überlegen. Zudem eignen sich die Magnetbänder sehr gut zum Archivieren und stellen damit eine gute Alternative zu CD, DVD und Festplatte dar.

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