Gaspilze: Notwehr kontra Klimaschutz

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"Gaspilze“: Notwehr kontra Klimaschutz
Marburg. In der Oberstadt schießen „Gaspilze“ aus dem Boden. Gastwirte wollen mit den Terassenheizungen für Raucher ein wenig Behaglichkeit schaffen. Die Stadt sieht dies zunehmend kritisch.

 

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Kai Bäcker zündet vor dem Café France am Steinweg einen Heizstrahler an. Doch die Gaspilze werden inzwischen zu einem Politikum. Foto: Rainer Waldinger

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von Uwe Badouin
 
Seit das Nichtrauchergesetz die Raucher aus den Kneipen verbannt, sieht man in Marburgs Oberstadt ständig mehr dieser so genannten „Gaspilze“.  
 
Mit den Wärmelampen und warmen Decken auf den Stühlen versuchen Wirte, die Raucher bei Laune zu halten und ihre Umsätze zu retten.
 
„Notwehr“ ist dies nach Ansicht des Vorsitzenden des Marburger Hotel- und Gaststättenverbands, Gerhard Boucsein.  
 
Der Hotelier sieht durch das am 1. Oktober in Hessen in Kraft getretene Gesetz „kleine Ein-Raum-Gastwirte“ als „massiv geschädigt“ an.
 
„Wir wollen und können nicht das ganze Gesetz kippen. Aber die kleinen Gastwirte müssen wählen können, ob sie Raucher- oder Nichtraucherkneipen sein wollen“, sagt Boucsein.
 
Je mehr „Pilze“ in der Oberstadt stehen, desto nachdenklicher wird die lokale Politik: Die Städte Köln und Stuttgart haben diese Freiluftheizung bereits verboten, Tübingen will folgen, Berlin überlegt.  
 
Und der grüne Marburger Bürgermeister? Auch für Dr. Franz Kahle ist die Außenheizung in Zeiten des Klimawandels „ein Anachronismus“. Man könne bislang nur an die Gastwirte appellieren, möglichst darauf zu verzichten. Andere Möglichkeiten, die Wärmelampen zu reglementieren, hat die Stadt bislang nicht.  
 
Mehr dazu lesen Sie in der Dienstagsausgabe der OP.

Veröffentlicht am 12.11.2007 19:04 Uhr
Zuletzt aktualisiert am 29.07.2008 01:14 Uhr

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