Gardinen- & Rollo-Zubehör: Tipps für den Kauf von Gardinenstangen, Klemmträgern und Haken

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Gardinen- & Rollo-Zubehör: Tipps für den Kauf von Gardinenstangen, Klemmträgern und Haken

Gardinenstangen dienen einem einfachen Zweck: Sie befestigen die Gardine über dem Fenster und sorgen für einen weichen Fall des Stoffs. Das Angebot an verschiedenen Stangen und Befestigungsmöglichkeiten ist sehr groß. Es reicht von dünnen einfarbigen Teleskopstangen bis hin zu aufwendig gestalteten Modellen. Damit nimmt Gardinenzubehör nicht nur eine praktische Aufgabe ein, sondern ist optisches Gestaltungselement im Raum. Seit vielen Jahrzehnten sind Gardinenstangen nicht mehr aus dem Haushalt wegzudenken und sorgen für edle Schlaufen, Raffungen und Schleifen.

In diesem Ratgeber erfahren Sie mehr über die verschiedenen Gardinenstangen, Klemmträger oder Haken. Außerdem geben wir Ihnen hilfreiche Tipps zur Befestigung der einzelnen Stangen. Erfahren Sie, welche Gardinenstange sich für welchen Stoff am besten eignet.

Gardinenstange als Rundrohrstange für Ringe oder Schlaufen

Die klassische Gardinenstange ist ein einfaches Rohr oder eine Holzstange, die auf zwei oder mehr Halterungen aufliegt. Sie findet direkt über dem Fenster Platz und lässt den dort angebrachten Stoff edel nach unten herabfallen. Bequem ziehen Sie die Gardine vor dem Fenster weg oder bringen Sie in die richtige Position. Damit der Stoff perfekt fällt und die Gardine beweglich bleibt, erfolgt eine Befestigung an Ringen. Diese gibt es im unterschiedlichen Durchmesser und sollten an die Optik der Gardine angepasst sein. Befestigen Sie den Stoff nicht direkt an den großen Ringen. Hierfür gibt es kleine Haken, meist aus Kunststoff. Die Haken werden durch das Reihband der Gardine geschoben und wieder zugeklickt. Ein weiterer Klick verbindet sie mit den Ringen. Die Stoffe sind meist so geschnitten, dass die kleinen Gardinenhaken nicht mehr zu sehen sind. Lediglich die Ringe schauen noch über dem Stoff hinaus. Besitzt die Gardine statt des Reihbandes Ösen oder Schlaufen, so entfallen die Ringe. Fädeln Sie den Stoff direkt mit der Aufhängung auf die Stange. Damit erhalten Sie einen ebenso eleganten Look und entscheiden selbst, wie die Stoffe fallen.

Aus welchem Material sollte die Gardinenstange bestehen?

Die traditionellen Gardinenstangen bestanden komplett aus Holz mit den passend großen Ringen und kunstvoll verzierten Endstücken. Mittlerweile gibt es Stangen aus unterschiedlichen Materialien, wie beispielsweise:

  • Edelstahl
  • Metall
  • Kunststoff
  • Messing

Gardinenstangen aus Holz sind besonders robust und es gibt sie sowohl in hellen als auch in dunklen Tönen. Passen Sie diese farblich an Ihren Einrichtungsstil an. Ebenso robust sind Gardinenstangen aus Metall. Ihr Vorteil besteht darin, dass sie flexibel gestaltet sein können. Durch das Rundrohr muss die Länge der Stange nicht zwingend mit der Breite des Fensters übereinstimmen. Meist ist das eine Ende der Stange etwas schmaler und in das andere Rohr hineingeschoben. Somit variieren Sie die Länge optimal auf Ihren Zweck. Der Unterschied der beiden Rohre ist danach kaum zu erkennen. Mit dieser ausziehbaren Stange spielt ein Umzug für Sie keine Rolle, da sie immer wieder an neuen Fenstern Platz findet.

Achten Sie beim Kauf auf das Mindest- und Maximalmaß der Stange. Bei Kunststoffmodellen ist diese Flexibilität nicht gegeben. Ähnlich den Holzstangen besitzen sie eine feste Länge und eignen sich vorrangig für leichte und dünne Stoffe. Für schwere Stores benötigen Sie zwingend eine Stilgarnitur aus Metall, Edelstahl oder Holz, die den schweren Stoff tragen kann. Dies zählt insbesondere bei größeren Fensterfronten. Ein ähnlich stabiles Material ist Messing mit passend edlen Endstücken. Zugleich handelt es sich hier um die teuersten Gardinenstangen.

Grundsätzlich gilt: Mit steigendem Durchmesser der Gardinenstange steigt auch das Gewicht des Stoffes, der hier befestigt werden darf.

Spezielle Gardinenstangen mit Innenlauf – Eigenschaften und Vorteile

Eine besonders moderne Lösung bietet die Gardinenstange mit Innenlauf. Hier zeigt das Angebotsspektrum einläufige oder mehrläufige Modelle. Die Stangen selbst sind oft als flache Variante gestaltet und an der Zimmerdecke montiert. Gerade bei niedrigen Räumen bietet sich diese Lösung an. Daneben gibt es verschiedene Wandlösungen mit Innenlauf, die sich an nahezu jede Gestaltung anpassen. Die Stoffe selbst befestigen Sie nicht mit den üblichen Haken an größeren Ringen. Leichte Gleiter aus Kunststoff ermöglichen ein schnelles Verschieben oder Abnehmen der Gardinen. Zum Waschen müssen diese nicht vom Stoff getrennt werden. Achten Sie beim Kauf auf besonders robuste Innenläufe. Meist sind die Gardinenstangen selbst aus Kunststoff gefertigt und die Profile der Innenläufe aus Metall oder Aluminium. Eine andere Möglichkeit bieten komplette Lösungen aus beschichteten und stabilen Metallen.

Eine Alternative zu den kleinen rundlichen Gleitern bieten ganze Gleiterbahnen. Daran befestigen Sie problemlos gerade Gardinenstoffe, die sich leicht überlappen sollen. Die Gardine selbst fällt dann nicht mehr in Falten, sondern ist durch die Farbe und verschiedene Muster der Stoffe gestaltet. Je mehr einzelnen Stoffbahnen Sie an dieser Stange für Schiebevorhänge anbringen, desto mehr Gestaltungsmöglichkeiten bleiben Ihnen offen. An der Unterkante der Stoffe sind Gewichtstangen eingelassen, die den perfekt geraden Fall sichern.

Gardinenstangen für Scheibengardinen: Modelle und Materialien

Eine schlichte und einfache Fensterdekoration bietet die Scheibengardine. Hierbei handelt es sich um Teleskopstangen aus Metall oder Kunststoff, die in vielen verschiedenen Farben erhältlich sind. Bei Scheibengardinen erfolgt die Befestigung direkt am Fensterrahmen. Die Höhe richtet sich nach Ihren persönlichen Wünschen und Designvorstellungen. Dabei gibt es Gardinen, die gespannt werden müssen. Hierfür benötigen Sie zwei dieser Gardinenstangen jeweils an der Oberkante und Unterkante des Fensters. Andere Stoffen fallen leicht gerafft von der Stange herab und bieten in erster Linie Sichtschutz. Die beiden Enden der Gardinenstange bestehen aus Kunststoff und sehen ein kleines Loch für einen Haken vor. In der passenden Farbe wählen Sie den jeweiligen Haken. Bei Fensterrahmen aus Kunststoff oder Aluminium kommen nur Modelle zum Kleben infrage. Für Holzrahmen gibt es kleinere Haken mit Gewinde. Sie lassen sich direkt in den Rahmen des Fensters bohren.

Andere Aufhängungen klickt man an den Rahmen selbst fest und klemmt die Gardinenstange einfach dazwischen. Der Vorteil bei diesem Verfahren: Sie hinterlassen keine Spuren auf dem Fensterrahmen. Weder Löcher noch Klebereste sind auf dem Rahmen zu finden. Die Klebehaken eignen sich ohnehin weniger für Feuchträume. Die ständige Luftfeuchtigkeit löst den Klebstoff vom Rahmen und die Scheibengardine bleibt nicht lange haften. Richten Sie die Befestigungsmöglichkeit grundsätzlich nach dem Gewicht der Scheibengardine. Schwere Stoffe benötigen eine robuste Stange mit stabilen Haken.

Klemmträger für Gardinenstangen – Montage komplett ohne Bohren

Plissees oder Rollos bieten optimalen Sicht- und Lichtschutz. Um diese Stoffe und Materialien ohne Bohren in der Nähe des Fensters zu montieren, gibt es spezielle Klemmträger. Wählen Sie zwischen vielen verschiedenen Modellen zur Befestigung und passen diese direkt an die baulichen Begebenheiten Ihres Fensters an. Viele Gardinenstangen oder Halterungen für Rollos sollen direkt in den Fensterrahmen geschraubt werden. Gerade bei Mietwohnungen bieten sich deshalb die Klemmträger als Alternative an. Viele dieser Träger lassen sich einfach an den Rahmen klicken und sind zusätzlich mit einer kleinen Klebeplatte versehen. Damit halten sie langfristig an der Stelle und dürfen Belastungen ausgesetzt werden. Vor dem Anbringen ist die gründliche Reinigung des Fensters erforderlich. Nur bei einem reinen und fettfreien Rahmen halten die Klemmträger auch das, was sie versprechen. Modellunterschiede gibt es bei folgenden Beispielen:

  • Universal-Klemmträger:

Diese Klemmträger besitzen eine vielseitige Aufnahme und werden mit verschiedenen Adaptern geliefert. Plissees, Rollos oder Jalousien sind mit wenigen Handgriffen eingeklickt und festgeschraubt. Der Fensterrahmen selbst wird bei diesem Prinzip nicht beschädigt. Meist setzt man die Klemmträger auf den geöffneten Fensterflügel auf und fixiert diesen hier.

Viele Plissees werden direkt mit dem Fensterrahmen verschraubt und bleiben dauerhaft verbunden. Alternativ kommen Klemmträger zum Einsatz. Neben Klicksystemen gibt es universelle Glasclips. Es handelt sich dabei um Kunststoffclips, die zwischen das Glas und die Gummidichtung geschoben werden. Auf diesen Clip kommt dann die Halterung des Plissees. Voraussetzung für diese Montage ist jedoch, dass der Clip zwischen Dichtungsgummi und Fensterfalz geschoben werden kann.

Diese Art Klemmträger eignen sich für alle Rollos, ob Mittelzug oder Seitenzug. Sie werden an der Oberkante des Fensterrahmens eingehangen und sorgen mit einer zusätzlichen Klebestelle für optimalen Halt.

  • Jalousien-Klemmträger:

Die Jalousien-Klemmträger können noch durchaus mehr, als nur die Jalousie mit dem Fensterrahmen zu verbinden. Hier finden Sie beispielsweise einen Stabhalter mit Klebefläche, um den Stab fixieren zu können. Außerdem gibt es einen Schnurwickler für den geöffneten Zustand der Jalousie. Die Schnur hängt dann nicht neben dem Fenster herab und kann sich verklemmen. Sie ist säuberlich auf die kleinen Nasen gewickelt. Auch dieses Zubehör wird mittels Klebeschicht auf den Fensterrahmen aufgetragen.

  • Klemmträger für Scheibengardinen:

Eine sehr häufig benutzt Variante der Klemmträger sind die Modelle für Scheibengardinen. Hierbei liegt der Clip um den Fensterrahmen und wird mittels Schraube fest eingeklemmt. Eine Abdeckung verhindert den freien Blick auf diese Schraube. Eine andere Möglichkeit bieten Glasclips. Sie gleiten zwischen die Gummidichtung der Glasscheibe und der Falz. Einfacher kann eine Montage von Scheibengardinen nicht sein. Die Höhe bestimmen Sie selbst.

Die richtige Länge der Gardinenstange – das ist zu messen

Bei einer normalen Rohrstange über dem Fenster messen Sie zunächst den Fensterausschnitt selbst. Die Stange darf jedoch nicht bündig mit der Fensterkante abschließen, sondern geht darüber hinaus. Hierfür nehmen Sie einen gewissen Überstand dazu. Auf diesen Wert kommen pro Seite nochmals 20 bis 30 Zentimeter. Somit lässt sich die Gardine beim Öffnen des Fensters optimal zur Seite schieben. Im Handel sind die Längen der Stangen grundsätzlich ohne Endstücke angegeben. Bei sehr kleinen Räumen müssen ausladende Endstücke mit einberechnet werden.

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