Garagentore: Vorteile und Funktionsweisen verschiedener Torvarianten

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Garagentore aus Holz: Diese Eigenschaften sollten stabile Schiebetore besitzen

Eine Garage ohne Garagentore ist wie ein Auto ohne Fahrzeugtüren. Die Toranlage sorgt für die notwendige Sicherung des Pkw, indem Sie die Garage nach außen verschließt. Aufgrund dieses Sicherheitsaspektes entscheiden sich viele Hausbesitzer für den Bau einer gemauerten Unterstellmöglichkeit für ihr Fahrzeug. Mittlerweile wird die Garage ebenso zu einem wichtigen Kriterium bei der Suche nach einer neuen Mietwohnung. Neben der Schutzfunktion bietet eine geschlossene Abstelloption für Fahrzeuge den Vorteil, dass Autobesitzer in den Genuss attraktiver Vergünstigungen bei den meisten Autoversicherern kommen. Gleichzeitig werden sogenannte Garagenwagen auf dem Gebrauchtwagenmarkt höher gehandelt.

Sie beabsichtigen eine Garage zu bauen? Sie bevorzugen Holz als Material für Türen und Tore? Was sie bei der Auswahl von Garagentoren aus Holz beachten sollten, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Verschiedene Torvarianten im Überblick

Das Angebot an Garagentoren ist enorm. Sie unterscheiden sich in erster Linie durch die Art und Weise, wie sie sich öffnen und schließen lassen. Generell existieren folgende Torvarianten: das Rolltor, das Schiebetor, das Schwingtor, das Flügeltor oder das Sektionaltor. Jedes Tor verfügt über einen Mechanismus zum Öffnen und Verschließen. Ein solcher Garagenöffner kann auch eine Fernbedienung sein, mit der sich die Tore auf Knopfdruck selbsttätig in die gewünschte Bewegung versetzen. Auf dem Markt gibt es Tore aus Aluminium, Kunststoff, Stahl oder aus Holz. Moderne Toranlagen bestehen aus kunststoffbeschichteten oder verzinkten Türen. Auch eine teilweise Verglasung ist möglich. Einige Toranlagen sind mit speziellen Schlupftüren oder integrierten Nebentüren ausgestattet.

Seit dem Jahr 2005 gelten in der Europäischen Union einheitliche Regelungen und Sicherheitsbestimmungen für Garagentore. Diese Vorschriften finden Sie in der EU-Norm DIN-EN 13241-1.

Garagen mit Flügeltoren

Bei den Flügeltoren handelt es sich um die herkömmliche Verschlussmöglichkeit von Garagen. Viele Fahrzeugbehausungen sind mit diesen Toren ausgestattet. Sehr oft bestehen sie aus Holz. Viele Garagenbesitzer lassen ihre Türen individuell von einem Schreiner anfertigen. Wie der Name schon verrät, setzt sich diese Toranlage aus zwei Komponenten zusammen. Die Flügeltüren tragen die Bezeichnung Geh- oder Stellflügel. Beide Torteile werden so montiert, dass sie sich nur nach außen öffnen lassen. Dieses System hat den Nachteil, dass Sie keinerlei Gegenstände oder andere Dinge vor Ihrer Garage lagern können. Außerdem eignen sie sich nicht für einen Einsatz bei ansteigendem Gefälle. Die Tore würden in beiden Fällen nicht mehr aufgehen. Auf Wunsch können Sie diese Flügeltore mit einem elektrischen Antrieb ausstatten.

Garagen mit Schwingtoren

Das Schwing- beziehungsweise Kipptor ist das vermutlich beliebteste unter den Garagentoren. Das liegt unter anderem daran, dass es sich hierbei um eine äußert preiswerte Verschlussvariante handelt. Allerdings öffnet sich auch bei dieser Anlage das Tor nach außen. Das erhöht die Gefahr, dass Personen oder Gegenstände zu Schaden kommen. Schwingtore sind ebenfalls mit einem automatischen Garagenantrieb erhältlich.

Garagen mit Sektionaltor

Bei einem Sektionaltor lassen sich zwei Arten unterscheiden: Das Sektionaltor an der Seite und das Sektionaltor an der Garagendecke. Diese Garagentore setzen sich aus verschiedenen, rechteckigen Einzelteilen zusammen. Ein besonderer Gelenkmechanismus stellt die Verbindung der verschiedenen Komponenten her. Dank dieser Konstruktion schwingt das Garagentor beim Öffnen nicht auf, sondern wird lediglich nach hinten geschoben.

Das Sektionaltor an der Garagenseite

Diese Variante des Sektionaltors läuft an der seitlichen Garagenwand entlang. Der Öffnungs- und Schließmechanismus wird generell mithilfe eines elektrischen Garagentorantriebs gesteuert.

Das Sektionaltor an der Garagendecke

Bei einem Deckensektionaltor schieben sich die einzelnen Komponenten mittels Rollen in einer speziellen Führungsschiene unter der Garagendecke nach hinten. Neben der sektionalen Variante gibt es ebenfalls ein Tormodell bestehend aus feinen Aluminium- oder Stahllamellen. Die Funktionsweise ist jedoch die gleiche.

Garagen mit Rolltor

Ein Rolltor ist eigentlich nichts anderes als eine Art Rollladen. Dieser wird in den Garagenwänden montiert. Zum System gehört ein besonderer Rollladenkasten. Da es sich um eine verhältnismäßig große Öffnung handelt, verfügt er über entsprechend große Ausmaße. Da der Platz für einen solchen Rollladenrollkasten bei einer herkömmlichen Garage oftmals nicht vorhanden ist, ist ein Rolltor an einer Privatgarage verhältnismäßig selten zu finden. Dieses System wird elektrisch gesteuert. Manuell würde sich die Konstruktion wenn überhaupt nur unter großem Kraftaufwand bedienen lassen. Ein Rolltor bietet gegenüber anderen Garagentoren den entscheidenden Vorteil, dass Sie die gesamte Fläche Ihrer Garage nutzen können.

Garagen mit Schiebetor

Das Schiebetor, auch sektionaltor genannt, wird in der Regel vor der Öffnung der Garage montiert wird. Es besitzt Rollen, die sich in einer Führungsschiene bewegen. Garagen-Schiebetore öffnen sich waagerecht zur Seite. Je nach Einbauart fahren sie zur linken oder zur rechten Garagenseite. Die Befestigungsvorrichtung befindet sich oben oder unten. Es gibt sie mit manuellem oder elektrischem Öffnungsmechanismus.

Garagenschiebetoren – Pro und Contra

Ein Schiebetor überzeugt mit seiner komfortablen Bedienung. Für den Einbau eines solchen Tores benötigen Sie keine zusätzlichen Scharniere oder Federn. Die Anlage funktioniert einfach und nahezu geräuschlos. Deshalb können auch ältere Menschen oder kleiner Kinder die Tore unkompliziert öffnen und schließen. Das Gewicht des Schiebetores verteilt sich im oberen und unteren Bereich der Anlage. Darum können bei diesem System sehr schwere Garagentore zum Einsatz kommen.

Garagentore zum Schieben brauchen seitlich Platz. Durch die unkomplizierte Handhabung und die technischen Voraussetzungen eignen sie sich für nahezu alle Torgrößen. Gleichzeitig bieten Ihnen Schiebetore den Vorteil, dass Sie den Innenraum und den Außenbereich Ihrer Garage optimal ausnutzen können.

Die Ausführungen von Garagen-Schiebetoren

Ein Garagenschiebetor wird in der Regel aus Holz oder aus Metall gefertigt. Der Grund ist die Strapazier- und Widerstandsfähigkeit dieser Materialien. Da es ein vielseitiges Angebot an verschiedensten Ausführungen gibt, lassen sich mit Schiebetoren fast alle persönlichen Vorstellungen realisieren.

Das Garagen-Schiebetor aus Stahl

Die Stahlvariante ist im Privatbereich in den seltensten Fällen anzutreffen. Schiebetore aus Stahl eignen sich eher für die betriebliche Nutzung. Sie müssen hohe Sicherheitsstandards erfüllen. Das Erscheinungsbild der Garagen-Schiebetore ist hierbei kaum von Bedeutung. Viele verzichten aus diesem Grund auch auf eine gesonderte Veredelung ihrer Stahl-Schiebetore, was wiederum die Kosten für ein solches Tor senkt.

Das Garagen-Schiebetor aus Holz

Für den Bau eines Garagen-Schiebetores aus Holz eignen sich unterschiedliche Holzarten. Darüber hinaus können Sie aus einer Vielfalt an Farbtönen oder Lasuren wählen. Auch das Bemustern der Schiebetoroberfläche ist möglich. Der Fantasie sind bei der Gestaltung der Torfront demnach kaum Grenzen gesetzt. Wenn Sie Ihr Tor dem Stil Ihres Gartenzauns anpassen, ergibt sich eine besonders stimmige Optik. Auch Garagen mit einem Rundbogen oder einem sogenannten Segment-Bogen können ebenso mit einem Schiebetor aus Holz versehen werden.

Das Holzmodell besteht aus verschiedenen sogenannten Holzprofilen. Diese laufen auf kugelgelagerten Gummirollen. Diese Teile verursachen kaum Geräusche und sind besonders wartungsarm – vorausgesetzt es handelt sich um Qualitätsware, die richtig montiert wurde.

Achten Sie beim Kauf eines Garagen-Schiebetores aus Holz unbedingt auf die Schlösser. Sie sollten witterungsbeständig und sicher sein. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann seine Garagen zusätzlich mit einer Alarmanlage oder Kameras zur Überwachung sichern.

Die Funktionsweise des Holzschiebetores

Das sogenannte Blatt des Schiebetores verfügt über spezielle kugelgelagerte Rollen mit Gummibereifung. Im oberen und unteren Bereich ist das System weiterhin mit Führungsrollen ausgestattet. Sie laufen in besonderen Profilen, die eine exakte Führung des Tores ermöglichen. So lässt sich das Schiebetor leicht öffnen und schließen. Diese Konstruktion gewährleistet die lange Lebensdauer der Anlage. Damit die erforderliche Sicherheit gegeben ist, verfügt das System über eine sehr stabile Schiebevorrichtung. Damit sich kein Wasser in der Anlage sammeln kann oder gar in die Garage eindringt, besitzen qualitativ hochwertige Führungsschienen eine Ablaufmöglichkeit, beispielsweise in Form kleiner Materialaussparungen.

Wer mag, kann den Verschlussmechanismus in die bestehende Schließanlage des Hauses einbinden.

Holzschiebetore im Eigenbau

Für die Installation eines Garagen-Schiebetores aus Holz ist nicht unbedingt die Beauftragung eines Fachmannes notwendig. Alles was Sie benötigen, ist handwerkliches Können und das passende Equipment. Ein Großteil der Hobbyheimwerker entscheidet sich für den Kauf eines Komplettsatzes für Garagenschiebetore. Hier gestaltet sich die Montage recht unkompliziert.

In sehr vielen Fällen wurde die Oberfläche der einzelnen Torkomponenten nicht speziell behandelt. Somit haben Sie die Möglichkeit, die Tore entsprechend Ihrer Wunschvorstellungen zu gestalten.

Der eigentliche Aufbau beginnt mit der Anpassung der Torelemente an die Breite der Garageneinfahrt. Wenn Sie das geschafft haben, setzen Sie die einzelnen Komponenten entsprechend der Herstelleranleitung zusammen. Anschließend werden die Säulen zur Führung der Konstruktion angebracht. Jetzt überprüfen Sie das ordnungsgemäße Funktionieren des Systems. Den Abschluss bildet die Installation des elektrischen Antriebs für Ihr Garagen-Schiebetor.

Wenn Sie Probleme bei dem Einbau des Holzschiebetores haben, sollten Sie sich nicht scheuen, Expertenrat einzuholen. Damit das Garagentor einwandfrei funktioniert, wird ein Probebetrieb durchgeführt.

Garagen-Schiebetore mit elektrischem Antrieb

Die Mehrzahl der Garagen-Schiebetore ist mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet. So lässt sich das Torblatt beispielsweise mithilfe einer Fernbedienung bequem aus dem Fahrzeug oder sogar aus dem Haus heraus steuern. Die elektrische Systemsteuerung ist somit die perfekte Symbiose von Bedienkomfort und Sicherheit.

Ein elektrischer Schiebetorantrieb empfiehlt sich insbesondere für große Durchfahrtsbreiten. Bei einer kleinen Garagenzufahrt ist aber auch ein manuelles Schließsystem ausreichend. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein elektrischer Antrieb sinnvoll ist, können sie diesen jederzeit nachrüsten.

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