Ganzsachen Definition

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Ganzsachen sind alle Arten postalischer vorausbezahlter Formulare / Wertzeichen oder Wertstempel. Ganzsachen sind Postwertzeichen wie Briefmarken. Es gibt sie in Postkarten, Streifbändern, Umschlägen, Postanweisungen, Faltbriefen, Kartenbriefen, Antwortkarten, Weltpostkarten, Gezähnten Postkarten, Bildpostkarten, Sonderganzsachen, Ganzsachen mit Sonderstempel, Postanweisungen, Paket oder Päckchen Adresszetteln, Telephon Billets, Fernsprechscheinen, Internationalen Antwortscheinen und Formblättern. Die Post bezeichnet bei Ganzsachen nur den darauf befindlichen Wertstempel als:

  • Amtliche Ganzsache: Von der Postbehörde, posteigene Verkaufstelle oder die erscheinung eines Amtsblatt der Postbehörde.
  • Dienstganzsachen: Hergestellte Vordrucke der jeweiligen Postverwaltung
  • Behörden-Dienstganzsachen: Im Auftrag von einzelnen Behörden und nur diese zur Verfügung Hergestellt.
  • Werbeganzsachen: Sie gelangen kostenlos zur Verteilung und sind zu Webezwecken speziell hergestellt.
  • Teilamtliche Ganzsachen: Sie haben Amtlicher Werbestempel mit einen zusätzlichen privaten Wertstempeleindruck zugunsten  Spendenorganisation.
  • Privatpost Ganzsachen: Sie brauchen keine hoheitliche Genehmigung einer Behörde, alle Privaten Frachtdienste können ihre Wertzeichen eigenständig Herausgeben.
  • Privatgazsachen: Werden von Vereinen, Unternehmen oder Einzelpersonen im Auftrag der Postverwaltung mit frankaturgültigen Wertzeichen Herausgegeben.

Nicht als Ganzsachen werden folgende Sendungen angesehen:

Sendungen mit Briefmarken oder Gebühren Zettel, mit Postfreistempel freigemachte Sendungen, alle gebührenfreie Postsachen, Gebührenfreie Beförderung regierender Fürstenhäuser staatlicher stellen, alle Arten von Barfreimachungen mit Gebühr bezahlt, aus Privatdruckerei für Postkartenvordrucke, von Vereinen mit Wertzeichen, Faksimile Drucke und Telefonkarten.

Die Ganzsachenarten:

  • Antwortkarten: Das Format einer ganzen Antwortkarte entspricht die zweifache Größe einer Normalen Karte. Die Antwortkarten erschienen erstmal 1872 als anhängende Antwortkarte.  Die Karte war auf Postkartengröße  zusammenklappbar und beide Seiten waren mit einem Portogerechten Wertstempel versehen. Nicht benutzt Karten sind immer zusammenhängende Doppelkarten.
  • Bildpostkarten: Sie wurden mit Zeichnungen von Ortsansichten, die aber später durch Fotowiedergabe abgelöst, von der Auftraggebende  Gemeindeverwaltungen für Postreklame bei der jeweiligen Postverwaltung in Auftrag gegeben. Die Bildpostkarte wurde erstmal 1925 eingeführt und diente der Förderung des Fremdenverkehrs. 
  • Ganzsachen mit Sonderstempel: Sie haben Bildgleich einen Wertstempel zur einer gleichzeitig gültigen Briefmarkendauerserie.
  • Gezähnte Postkarten: Sie wurden ab 1913 durch die Reichsdruckerei der Dauerserien ausgegeben.
  • Kartenbriefe: Briefe aus gefaltetem Karton mit perforierten oder durchgestochenen, meistens gummierten Randstreifen der zum Öffnen wurde der Rand abgetrennt.
  • Sonderganzsachen: Sind als Sonderpostkarten oder Sonderumschläge herausgegeben worden. 
  • Streifbänder: Sie dienten dem Zeitungs und Zeitschriftenversand und sind aus einem gedruckten Bogen mit und ohne Trennlinien wo jedes feld einen wertstempel hatte.
  • Faltbriefe: Bestehen aus einem Briefbogen die zusammengefaltet mit der gummierten Falzklappe zugeklebt worden. Spezielle Form: Aerogramme.
  • Formblätter:  Sind keine Ganzsachen ,da ihnen der eingedruckte wertstempel fehlt. Sie wurden ab 1866 von der Reichpost, Bayern, Braunschweig, Helgoland, NPD, Sachsen, Thurn und taxis als Vordruck wie eine Postkarte ausgegeben.
  • Postkarten:Dies ist die am meistens vorkommende Art der Ganzsache die bereits 1869 als "Correspondenzkarte" mit Wertzeichen in Österreich erschien.
  • Postanweisung: Sind für den Zahlungsverkehr  mit postalischen Vermerk.
  • Paket oder Päckchenadreßzettel: Aufkleber mit Absender und empfänger angaben sowie postalische Vermerke.
  • Internationale Antwortscheine: Eine Doppel-Postkarte für einem empfönger mit vorausbezahlten eingedrucktes frankaturgültiges Postwertzeichen.
  • TelephonBillets: Für die Abwicklung des Telefonverkehrs mit Gebührenquittung.
  • Umschläge: Briefhüllen die vorgefertig sind zur Aufnahme von Briefpapier.
  • Weltpostkarten: Wie eine Postkarte aber fürs Ausland , das eingedruckte Postwertzeichen wurde vom Auslandspostamt  mit dem dortigen Tagesstempel  entwertet. weltpostkarten Antwortteile sind häufig mit zusätzlicher Briefmarkenfrankatur zu finden die aber nicht immer erforderlich waren.

Ungebraucht und gebraucht:

Der Sammler geht immer vom Zustand der Ganzsache aus wie sie erhalten ist.  Sammler wählen meistens nach ihrem Gefallen die gebrauchte oder die ungebrauchte Ganzsache, aber meistens sogar alle beide Arten der Erhaltung die dann nebeneinander gesammelt werden.

Ungebrauchte:

Die ungebrauchte Ganzsache darf keine Risse, nicht verknittert oder vergilbt sein, sie darf keine abgestoßene oder angestoßenen Ecken und keine Klebefälze haben. Die Maße der Ganzsachen müssen auch eingehalten werden und dürfen nicht beschnitten sein an den Rändern (dies machen viele um die Ganzsache besser aussehen zulassen). Beschriftete ohne Abstemplung und Ganzsachen mit Radierspuren mindern den Wert erheblich. Dazu zählen auch die mit Preisen, Katalognummern oder Typenbezeichnungen Beschrifteten Ganzsachen. 

Gebraucht:

Gebraucht bedeutet das eine bedarfsmäßige Verwendung vorliegt, wobei bei Umschlägen nur die Portogerechte und glaubwürdige Verwendung vorliegt. Kartenbriefe können auch ohne Beschriftung aber mit adrese als echt gelaufen Bewertet werden. Im Allgemeinen gilt für die gebrauchte Ganzsache das selbe wie für die ungebrauchte Ganzsache in der Erhaltung. Doch muss man hier berücksichtigen das eine gelaufene Ganzsache kleine Risse oder Verschmutzungen haben kann die für ein intressantes Stück für den Philateliste ohne Preisabschlag in Kauf genommen wird .

sg-pitter

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