Ganz schön praktisch: Diese Beistelltische ergänzen Ihr Wohnambiente perfekt

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Ganz schön praktisch: Diese Beistelltische ergänzen Ihr Wohnambiente perfekt

Es gibt viele kleine Möglichkeiten, seine Wohnung mit wirkungsvollen Accessoires zu bereichern. Oftmals genügt ein unscheinbares Möbelstück, um ästhetische Akzente in Wohnzimmern, Küchen und Fluren zu setzen. Eines dieser Stücke lernen Sie im folgenden Ratgeber kennen, den Beistelltisch.

Die oftmals nicht zur ersten Ausstattung gehörenden Tischchen sind praktisch und flexibel einsetzbar. Über ihre funktionalen Vorteile hinaus sind es ihre optischen Qualitäten, die den ein oder anderen dazu bewegen, sie bei der Feinabstimmung seiner Wohnung zu nutzen. Erfahren Sie im Folgenden, welche verschiedenen Arten von Beistelltischen es gibt und wie Sie mit der richtigen Pflege lange Zeit Freude an ihnen haben.

Die kleine, flexible Ablage mit Tradition

Beistelltische sind Möbel für den kleinen Platzbedarf. Man verwendet sie zur schnellen Ablage, zur Aufbewahrung, zur Arbeit und für viele andere kleine Bedürfnisse des Alltags. Die ursprüngliche Funktion des auch als Guéridon bekannten Mobiliars ist weit weniger umfassend als heute. Es handelte sich dabei um einen kleinen Arbeitsplatz für den Kellner, der neben den Tisch des Gastes gestellt wurde. Er enthielt eine Tasche für das Essbesteck und Ablagemöglichkeiten für das Servicebesteck. Der Kellner verrichtete darauf Arbeiten wie das Tranchieren und Anrichten von Fleisch.

Der Aufbau eines Beistelltisches ist einfach. Er besteht aus einer flächigen Ablage, einem Ständer und einem Standfuß. In den meisten Fällen ist er hüfthoch. Der Durchmesser der Ablage beträgt etwa 30 cm. Die Ausführung der Bestandteile variiert von Modell zu Modell stark. Die Ablagen haben in vielen Fällen abgerundete oder quadratische Formen. Einige Ausführungen haben eine Zarge, andere sind annähernd ebenerdig. Auch der Ständer ist in vielen verschiedenen Formen verbreitet. Es gibt einstrahlige bis vierstrahlige Typen. Einige der häufig aus Metall hergestellten Bauteile sind mit einem zusätzlichen Zeitungshalter versehen.

Der Beistelltisch im Wandel der Zeit

Während frühe Ausführungen des flexibel einsetzbaren Tisches zu ausladender Formenvielfalt neigten, tendieren aktuelle Modelle mehr und mehr ins Schlichte, Nüchterne. Die Formen orientieren sich an elegant eingerichteten Ambientes ohne überbetonte Elemente und sind entsprechend filigran.

Flexible Ablagen in schlichten und opulenten Designs

Ein gern gewähltes Material ist Glas. Es ist schlicht und passt sich ohne optische Auffälligkeiten an die meisten Umgebungen an. Großen Einfluss auf die Wirkung eines Raums können sie dennoch haben. Man muss sie nur in einer ungenutzten Nische aufstellen und mit einer dezenten Lampe versehen. Schon kann sich der Eindruck eines Zimmers grundlegend ändern.

Wer bei der Auswahl eines Beistelltisches gern größere Freiheit walten lassen möchte, kann dies tun. Nicht wenige Modelle sind auf eine Funktion als Blickfang ausgelegt. Beispiele hierfür sind besonders exklusive Ausführungen aus Muschelahorn und anderen intensiv gemaserten Hölzern. Manche von ihnen sind mit luxuriösen Extras wie Champagnerkühlern ausgestattet. Es handelt sich dabei um Aluminium- oder Messingtöpfe, die mit Kühlpads oder Eis gefüllt werden können. Für Festlichkeiten im eigenen Heim sind solche Zusätze stets gut geeignet. Beachten Sie allerdings, dass sie ihren Preis haben. Bewegt sich die Basisausführung eines normalen Beistelltisches auch selten über 50 Euro, können ausgefallenere Modelle bis zu 3.000 Euro und mehr kosten.

Unterschiedliche Materialien und Pflegeeigenschaften

Die vier wichtigsten Materialien, die zur Herstellung von Beistelltischen genutzt werden, sind Holz, Metall, Glas und Acryl. Jedes davon hat besondere Eigenschaften, die spezifische Ansprüche an die Pflege stellen. Anbei erhalten Sie einen kurzen Überblick über die pflegeintensivsten Tischarten aus Holz und Glas.

Beistelltische aus Holz

Hier kommen heimische Baumarten wie Eiche, Buche und Esche ebenso vor wie Tropenhölzer mit markanten Farbeinschlägen. Beliebt sind tropische Massivhölzer wie Teak, Mahagoni, Ramin und Palisander. Der Vorteil besteht wie bei allen Holzmöbeln in der natürlichen Optik. Holz kann ganz nach Belieben rustikal, edel oder dunkel wirken. Stets trägt es dazu bei, der Wohnung ein organisches Äußeres zu geben.

Bei der Auswahl sind einige Besonderheiten zu beachten. Grundlegend merken Sie sich, dass Hölzer gleicher Art in der Regel zusammenpassen. Stehen in Ihrem Wohnzimmer viele Schränke und Tische aus Eiche, wird sich ein Beistelltisch aus Eiche gut damit vertragen. Es ist dabei nicht wichtig, ob die Helligkeitsgrade der Möbel voneinander abweichen.

Holzklassen und Kontraste

Weiterhin ist zu berücksichtigen, welcher Holzklasse der gewünschte Beistelltisch angehört. Man unterscheidet drei verschiedene Typen. Braunhölzer, Rothölzer und neutrale Hölzer. Zu den Ersten zählen Materialien wie Eiche, Birke und Nussbaum. Den Rothölzern gehören Mahagoni, Erle, Roteiche und Buche an. Ein Beispiel für ein neutrales Holz ist das Ahornholz.
Weiterhin unterscheiden sich Hölzer in der Art der Maserung. Diese Oberflächenbesonderheit spielt eine Rolle, wenn es darum geht, Ruhe und Dynamik in das Zimmer zu bringen. Homogene Oberflächen ohne Farbeinschläge wirken ruhig und gesetzt. Beistelltische mit starken Maserungen erzeugen den Eindruck von Bewegtheit. Es ist von der subjektiven Empfindung des Betrachters abhängig, wann Bewegtheit noch als angenehm oder schon als Unruhe interpretiert wird.

Als Letztes geht es um die Farbbehandlung des Holzes. Man unterscheidet gebeizte von ungebeizten Hölzern. Mögen Sie Holz lieber in authentischen und naturbelassenen Färbungen, entscheiden Sie sich für ungebeizte Hölzer. Ist Ihnen ein optischer Mehrwert wichtig, wählen Sie gebeizte Hölzer mit Farbschlägen, die zu Ihrer Einrichtung passen. Mit einer Schmutz abweisenden Ölschicht sind beide Typen versehen.

Die richtige Pflege von Holz

Holz ist ein lebendiger Rohstoff. Entsprechend regelmäßig und gründlich muss er gepflegt werden. Wenn Sie die notwendigen Maßnahmen nicht im empfohlenen Umfang durchführen, wird sich Ihr Holz über kurz oder lang verfärben. Da die Prozesse nur sehr langsam voranschreiten, vergisst man häufig, wie sich die Oberflächenstruktur von Holz verändert. In einem mehrjährigen Vor- und Nachher-Vergleich könnte man die Unterschiede allerdings sofort wahrnehmen.

Allgemein empfiehlt es sich, Holz nicht nass zu putzen. Zur wöchentlichen Allgemeinreinigung nutzt man ein weiches Baumwolltuch oder einen Staubwedel. Nasse Tücher bergen die Gefahr in sich, das Holz mit der Zeit aufquellen zu lassen. Die Feuchtigkeit gelangt in die feinen Poren und dehnt sie aus. Damit dies nicht passiert, verwenden Sie allerhöchstens nebelfeuchte Tücher.

Ein weiteres wichtiges Pflegemittel ist Öl. Es dient der nachhaltigen Oberflächenpflege und Versiegelung des Holzes. Stellen Sie vor der Anwendung sicher, dass das Mittel für die entsprechende Holzsorte geeignet ist. Einige Mittel vertragen sich nicht mit allen Hölzern. In den meisten Fällen genügt das Mittel, das vom Hersteller mitgeliefert wird. Darüber hinaus können Sie Leinöl verwenden. Es gilt als Allround-Pflegemittel, das sich mit allen Holzarten verträgt. Tragen Sie es leicht auf einen Lappen auf und verteilen Sie es über die Oberfläche des Beistelltisches. Wichtig ist, dass es nur eine dünne Ölschicht ist. Zur Versiegelung und zum Polieren kommen Bienenwachs und Bohnerwachs zum Einsatz. Wie für alle Holzmöbel gilt auch für Beistelltische, dass stets das gleiche Mittel zu verwenden ist.

Die Pflege von Beistelltischen aus Glas

Glas ist ein nüchterner und edler Werkstoff, der sich in den meisten Umgebungen gut macht. Einzig in rustikalen Umgebungen mit Fellen und Natursteinen ist die Holzvariante besser geeignet. Um lange Freude an einem Beistelltisch aus Glas zu haben, ist eine regelmäßige Pflege wichtig. Die Behandlung von Glas ist etwas einfacher als die von Holz, muss aber häufiger erfolgen.

Das hängt damit zusammen, dass Glasoberflächen bei Lichteinfall jede Verschmutzung und Verstaubung deutlich sichtbar werden lassen. Der aufmerksame Beobachter erkennt Schlieren, Wasserflecken und Putzstreifen. Damit diese nicht auftreten, haben Sie die Wahl zwischen speziellen Glasreinigern und verschiedenen Hausmitteln.

Beim Ersten davon nutzen Sie einen Spritzer Zitronensaft, den Sie in heißem Wasser mit Geschirrspülmittel vermischen. Auch Klarspüler kann verwendet werden. Wichtig ist dabei, dass Sie die Oberfläche nur in kleinen Schritten abarbeiten. Das Wasser darf nicht antrocknen. Um dies zu verhindern, wischen Sie immer sofort mit trockenem Papier nach. Zum Zweck der Nachpolitur nutzen Sie Zeitungspapier oder Lappen aus Leder.

So entfernen Sie Kratzer von Ihrem Glasbeistelltisch

Auch wenn moderne Glassorten wesentlich härter sind, als es noch früher der Fall war, können Kratzer auf dem Material auftreten. Eine Möglichkeit, sie zu entfernen, besteht in der Nutzung von Kanadabalsam. Es handelt sich dabei um ein Harz, das aus dem Holz der Balsamtanne gewonnen wird. Es trocknet durchsichtig aus und unterscheidet sich praktisch nicht von trockenem Glas. Darüber hinaus bricht es das Licht ähnlich wie die eigentliche Oberfläche des Tisches.

Um leichte Kratzer zu entfernen, bedarf es eines Schmirgelpapiers. Sind die Oberflächenbeschädigungen tiefer, nutzen Sie Schleifpaste. Schleifen Sie die Oberfläche damit solange ab, bis der Kratzer aus dem Glas verschwunden ist. Im Anschluss daran tragen Sie den Kanadabalsam auf die abgetragene Stelle auf. Es ist wichtig, dass Sie hierbei besonders vorsichtig vorgehen. Nur so verteilt sich das Harz gleichmäßig. Ist der Vorgang abgeschlossen, lassen Sie es eintrocknen. Wie lange dieser Vorgang dauert, kann von Hersteller zu Hersteller variieren. In der Regel nimmt er einige Stunden in Anspruch. Im letzten Schritt reiben Sie mit Polierpads über die Stelle, an der Sie das Harz aufgetragen haben. Für zusätzlichen Glanz nutzen Sie Polierpaste. Schauen Sie immer wieder gegen das Licht, um festzustellen, wie die Grenze zwischen Balsam und Glas kaschiert ist.

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