Gameboy Color Games auf dem NDS spielen – mit dem richtigen Adapter kein Problem!

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Gameboy Color Games auf dem NDS spielen – mit dem richtigen Adapter kein Problem!

Die Handheld-Geschichte der japanischen Firma Nintendo ist beispiellos und sucht weltweit ihres gleichen: Bereits mit der Veröffentlichung des Nintendo Game Boy, der sehr lange als erfolgreichste tragbare Konsole galt, konnte sich das Unternehmen in die Annalen der Videospielgeschichte festsetzen. Mit bis heute fast 120 Millionen verkauften Geräten gehört der ursprüngliche Game Boy in sehr viele Kinderzimmer, wobei natürlich auch nostalgische Fans heutzutage immer wieder gerne ein paar alte Spiele auf dem Handheld spielen. Allerdings blieb es natürlich nicht bei der Veröffentlichung eines einzigen Handhelds, sondern im Laufe der letzten zwanzig Jahre wurden immer wieder weiterentwickelte Nachfolger des ersten Game Boys auf den Markt gebracht, die mehr oder weniger vom Erfolg gekrönt wurden. Erst mit dem 2005 erschienenen Nintendo DS (NDS) gelang Nintendo erneut ein riesiger Coup, der sogar den alten Rekord einstellen konnte: Bis heute hat sich der NDS weit über 150 Millionen Mal verkauft und hat damit nicht nur das Handheld-Erlebnis revolutioniert, sondern auch einen großen Beitrag zur gesellschaftlichen Akzeptanz von Videospielen beigetragen. Tatsächlich schaffte er es sogar, dass sich Käufer für ihn interessierten, die nie zuvor etwas mit Videospielen in irgendeiner Art und Weise zu tun hatten. Sogar Rentner konnten, nachdem auch die Nintendo Wii sich in dieser Altersgruppe festgesetzt hatte, von den unterschiedlichen Spielen des NDS überzeugt werden. 

Die ersten Game Boy-Nachfolger im Überblick

Nach dem großen Erfolg des ersten Handhelds von Nintendo war es natürlich nur noch eine Frage der Zeit, bis weitere tragbare Konsolen folgten. Allerdings wurde 1995 zunächst eine Special Edition des Game Boy auf den Markt gebracht, die sich zwar technisch nicht von der ursprünglichen Konsole unterschieden hat, jedoch verschieden farbige Gehäuse besaß, von denen eine sogar transparent war und das Innenleben offen legte. Ein Jahr später, also 1996, kam der Game Boy Pocket auf den Markt, der ebenfalls keine technischen Neuerungen mit sich brachte, allerdings weniger Strom brauchte und außerdem einen kontrastreicheren Bildschirm besaß. Erst 1998, also fast zehn Jahre nach dem unglaublichen Erfolg des ersten Nintendo-Handhelds, kam tatsächlich ein komplett neuer Nachfolger auf den Markt: Mit dem Game Boy Color (GBC) erschien die erste tragbare Konsole von Nintendo, die einen farbigen Bildschirm besaß und tatsächlich dazu in der Lage war verschiedenste Farben aus einer 32.768 großen Farbpalette anzuzeigen. Dazu wirkte der GBC wesentlich kompakter, konnte mit einem schärferen Bild beeindrucken und wusste außerdem mit vielen zusätzlichen Funktionen zu überzeugen.

Alte Game Boy-Spiele auf neuem Gerät

Der große Vorteil des neuen Handhelds lag – neben der Farbgebung – darin, dass die Konsole auch abwärtskompatibel ist, also auch alte Spiele des Game Boys auf ihr funktionieren. Hinzu kommt, dass man bei den alten Spielen, die früher lediglich in vier Graustufen genutzt werden konnten, ähnlich wie beim Super Nintendo Entertainment System (SNES) und dessen Zubehörteil, dem Super Game Boy, aus einer Farbpalette sich eine neue Grundfarbe aussuchen kann. Dadurch sind die alten Spiele nicht mehr Grau in Grau, sondern zeigten zum Beispiel verschiedene Blau- oder Grüntöne, wodurch mitunter ein vollkommen neues Spielerlebnis entsteht. Dazu kamen die neuen Games, die typisch für Nintendo-Konsolen mit einem Steckmodul in die Konsole integriert und ausgetauscht werden können. Diese überzeugten nicht nur auf Grund der für damalige Verhältnisse überaus bunten Darstellung, sondern konnten auch aus technischer Sicht mit einem guten Spielgefühl überzeugen, obwohl der GBC auf der Technik des ersten Game Boys basierte. Außerdem wurden einige Spiele ebenso für den alten, wie auch für den neuen Game Boy herausgebracht, wobei es lediglich den Farbunterschied gab. Viele Spiele wurden jedoch mit dem Zusatz „nur für Game Boy Color geeignet" versehen, da diese tatsächlich nur für das neueste Modell gedacht waren und beim Versuch, das Spiel auf der alten Konsole zum Laufen zu bringen, nur eine Fehlermeldung verursachten.

Die neueren Handheld-Generationen

Im Jahr 2001 erschien weltweit der Game Boy Advance (GBA), der nicht mehr auf der alten Technik des ursprünglichen Game Boys aufgebaut war und vor allem mit einem wesentlich leistungsstärkeren Prozessor überzeugen konnte. Mit einer satten Laufzeit von circa 15 Stunden wurde er oft auch als Taschenform des SNES bezeichnet, da er sowohl eine überzeugende Farbgebung, als auch eine vergleichsweise starke Technik im Inneren besitzt. Kurz darauf erschien außerdem eine überarbeitete Version des GBA, der Game Boy Advance SP, der verschiedene Komfortfunktionen mitbrachte und zum Beispiel auf- und zugeklappt werden konnte oder über eine Beleuchtung verfügt, die das Spielen in der Dunkelheit ermöglichen soll. Zusätzlich war der GBA SP der erste Handheld von Nintendo, der nicht mehr auf Batterieunterstützung angewiesen ist, sondern einen eingebauten Lithium-Ionen-Akku besitzt, was seitdem die Standardausführung in tragbaren Nintendo-Konsolen ist. Überraschender Weise können auch alte Spiele des GBC oder des Ur-Game Boys auf dem GBA ohne Probleme gespielt werden, wodurch die alten Spiele immer noch Relevanz besitzen.

Als nächstes erschien der bereits erwähnte Nintendo DS, der nicht nur unglaublich erfolgreich war, sondern laut Nintendo auch eine eigene Serie ins Leben rufen sollte, da er von dem Unternehmen nicht mehr als Nachfolger des GBA angesehen wird. Er gründet also eine eigene Reihe von Handhelds und ist eine eigenständige Konsole, die laut der japanischen Firma in der heutigen Zeit eher in die Richtung eines Multi-Media-Gerätes geht und ähnlich wie die Nintendo Wii das Miteinander via Internet hervorheben soll. Deshalb besitzt der NDS nicht nur integriertes W-LAN, sondern wird auch mit dem vorinstallierten „PictoChat" ausgeliefert, der es den Besitzern ermöglicht, gleichzeitig in vier Chaträumen mit jeweils bis zu 16 Personen zu chatten. Trotz der Tatsache, dass Nintendo eigentlich mit der Generation des Game Boys abgeschlossen hat und der NDS etwas komplett Neues darstellen soll, besitzt der NDS einen Slot für GBA-Spiele, die ohne Probleme über die neue tragbare Konsole gespielt werden können. 

Game Boy Color-Spiele auf dem NDS

Bei den Weiterentwicklungen des NDS, wie zum Beispiel dem Nintendo DSi, der eine eingebaute Kamera besitzt und dadurch Bilder aufnehmen kann, oder dem Nintendo DS XL, der über einen größeren Bildschirm verfügt, wurde der GBA-Slot nicht mehr mit verbaut, wodurch keine GBA-Spiele auf den neueren DS-Modellen mehr spielbar sind. Game Boy Color-Spiele hingegen waren noch nie auf dem NDS spielbar und auch die neueste Handheld-Generation mit dem Nintendo 3DS, deren neuestes Feature vor allem in der Darstellung von 3D besteht, kann die Spiele der alten Konsolengeneration nicht mehr wiedergeben. Das liegt daran, dass im Nintendo DS der Chipsatz des GBA noch verbaut worden ist, jedoch in den Nachfolgern aus Platz-, Kosten- und Relevanzgründen darauf verzichtet wurde. Das ärgerte jedoch viele Fans der alten Handhelds, wodurch schnell viele Internetvideos auftauchten, die vor allem Bastelanleitungen enthalten, mit denen man Chipsätze einbauen können sollte. Jedoch sollten Sie auf solche Versuche verzichten, da Sie nicht nur die Elektronik irreparabel zerstören können, sondern vor allem auch jeglichen Garantieanspruch verlieren, sobald Sie selbst an dem Gerät herumbasteln.

Die beste Methode, um sowohl alte GBC-Spiele auf dem Nintendo DS zu spielen, als auch die Elektronik unbeschadet zu erhalten, greift auf die sogenannten R4-Module zurück. Dabei handelt es sich um Adapter, in die Sie die bekannten und weit verbreiteten SD-Karten stecken können, die auch bei Handys oder Kameras genutzt werden. Wenn Sie nun ihre alten Spiele auf dem Nintendo DS spielen möchten, brauchen Sie dafür ein R4-Modul, eine SD-Karte, sowie die passende Software, die Sie im Internet auf einschlägigen Seiten finden können. Dort wird Ihnen mit Sicherheit auch erklärt, wie genau Sie die Software benutzen müssen. Durch sogenannte Emulatoren werden dann die alten Videogames auf der neuen Konsole nutzbar. Achten Sie darauf, dass die benutzte Micro-SD-Karte nicht zu wenig Speicherplatz besitzt, denn neben den einzelnen Spielen müssen auch noch die jeweiligen Spielstände darauf gespeichert werden. Abhängig davon, wie viele GBC-Spiele Sie gleichzeitig auf der Karte speichern möchten, sollte möglichst viel Speicherplatz gewährt werden. 

Wichtiges Nintendo DS- Zubehör

Obwohl der Nintendo DS auch bei vielen Erwachsenen jeglichen Alters sehr gut angekommen ist, gehören Kinder immer noch zu der Hauptzielgruppe, was sich nicht nur in den diversen Videospielen, die extra für Kinder entwickelt worden sind, herauskristallisiert: Manche Zubehörteile für den NDS, wie zum Beispiel Hardcases, werden extra zum Schutz vor dem Herunterfallen kreiert und tragen zusätzlich noch bunte Motive von Mario, Prinzessinnen oder rosa Einhörnern. Ebenfalls gerne genutzt sind zusätzliche Adapter, wie zum Beispiel verschiedene Ladekabel, die unter anderem im Auto an den Zigarettenanzünder angeschlossen werden können und dann via Autobatterie den NDS aufladen. Das ist vor allem bei längeren Fahrten eine sehr nützliche Funktion, da der Akku des NDS im Normalfall nur fünf bis acht Stunden hält. Durch das Aufladen erhöht sich nicht nur die Spielzeit für die Kinder, sondern die Eltern haben auch länger Ruhe und können sich auf das Fahren konzentrieren.

Ebenfalls zum Schutz dienen diverse Folien, die dafür sorgen, dass zum Beispiel der Touchscreen nicht verkratzt. Durch das ständige Nutzen des Stylus', also des Eingabestiftes des NDS‘, neigt der Touchscreen dazu, sehr anfällig für Gebrauchsspuren zu sein, was sich durch eine solche Schutzfolie abfangen lässt. Wenn Sie alle paar Monate die Folie erneuern, pflegt das nicht nur den NDS, sondern lässt diesen auch schnell wieder fast wie neu aussehen. 

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