Gärtnertipp Kletterrosen schneiden

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Ziel von Schnittmaßnahmen bei Kletterrosen ist ein lockerer, luftiger Wuchs, so dass viel Licht ins Innere gelangt und das Laub rasch abtrocknen kann. Das beugt einem Pilzbefall vor und fördert die Blütenfülle. Der beste Schnittzeitpunkt ist das zeitige Frühjahr, wenn keine starken Fröste mehr drohen, der Austrieb aber noch nicht erfolgt ist. Grundsätzlich wird Totes, Erfrorenes entfernt, sowie alle Triebe, die nach innen wachsen, oder die sich nicht leiten lassen und den Aufbau stören. Geschnitten wird mit einer scharfen, sauberen Schere etwa 5 Millimeter über einem nach außen weisenden Auge. In milden Lagen bleibt oft noch Laub vom Vorjahr hängen. Auch das wird entfernt, da es Pilzsporen absondern könnte, welche die neuen Blätter sogleich infizieren würden. Bei einmal blühenden Kletterrosen erscheinen die Blüten an neuen, kurzen Trieben, die seitlich dem älteren Holz entspringen. Wenn man also altes Holz entfernt, verliert man damit auch Blütenansätze. Daher nimmt man bei dieser Rosengruppe stärkere Eingriffe besser im Sommer nach der Blüte vor. Dazu gehört auch das gelegentliche Entfernen ganz alter Langtriebe an der Basis, was die Verjüngung von ganz unten her anregt. Was sich danach neu entwickelt, kann dann im Jahr darauf bereits blühen. Jetzt beschränkt man sich eher darauf, Abgestorbenes zu entfernen. Öfter blühende Kletterrosen haben das Bestreben, nicht nur aus älterem Holz, sondern auch aus ganz neuen Langtrieben das ganze Jahr über Blüten zu produzieren - im Grunde ein genetischer Defekt, der hier den Gärtnern zugute kommt. Daher kann unbesorgt schon im Frühjahr kräftig zur Schere gegriffen werden, um den Wuchs zu korrigieren und durch Auslichten die Verjüngung der Rose zu fördern.
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