Gärtnertipp Frostharte Kiwis für den Hausgarten

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Ein Obstteller ohne Kiwis - heutzutage kaum vorstellbar. Kein Wunder, dass immer mehr Gärtner auch selber Kiwis kultivieren möchten. Das ist allerdings nur in milderen Lagen uneingeschränkt möglich - aber starke Frostschäden können auch dort auftreten. Eine frostharte Alternative zu den populären Sorten des Chinesischen Strahlengriffels (Actinidia deliciosa) sind Züchtungen des kleinfrüchtigen Scharfzähnigen Strahlengriffels (Actinidia arguta).

In Freising-Weihenstephan ist eine Sorte ausgelesen worden, die als 'Weiki' in den Handel gekommen und bis -30 Grad frosthart ist. Da sie zudem spät austreibt, sind Spätfröste kaum eine Gefahr. Die Früchte sind ohne lästige Behaarung und können mit Schale verzehrt werden. Ungewöhnlich ist die Fruchtgröße - maximal so groß wie Stachelbeeren werden sie und schmecken säuerlich-süß. Die erste Ernte gibt's ab dem dritten Standjahr, dann folgen bald durchschnittliche Erntemengen von etwa fünf Kilogramm je Strauch. Mittlerweile gibt es eine rotschalige Auslese 'Weiki purpurea', die ansonsten aber die gleichen Eigenschaften wie 'Weiki' besitzt.

Kiwis sind zweigeschlechtich, damit es zur Befruchtung kommt muss man sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen haben. Dabei reicht eine männliche Pflanze für bis zu sechs weibliche Pflanzen aus. Bei männlichen Pflanzen - die Baumschulen kennzeichnen sie gesondert - kommen bis zu sieben Blüten aus einer Knospe, wobei neben unzählig vielen Staubfäden ein paar zurück gebildete Narben sichtbar sind. Bei weiblichen Pflanzen sind es nie mehr als drei Blüten je Knospe, bei denen die Narben deutlich größer sind und die Zahl der Staubblätter verringert ist. Sie liefern keine fruchtbaren Pollen.

Beste Pflanzzeit ist das Frühjahr, wobei der Boden zunächst mindestens zwei Spaten tief gelockert wird. Bevorzugt werden feuchte, humose, leicht saure Böden. Daher schadet es nicht, in den Aushub Pflanzerde einzumischen. Als Düngung reicht eine jährliche Gabe von reifem Kompost. Es erfolgt weder ein Pflanzschnitt, noch werden die Pflanzen in den ersten drei Jahren geschnitten, damit sich der Blütenansatz nicht verzögert. Und auch später nur dann schneiden, wenn das Gewirr der Äste zu unübersichtlich geworden ist - anders also als bei den großfrüchtigen Sorten. Die linkswindenden Ranken müssen ein stützendes Gerüst erhalten, am besten in geschützter, sonniger Lage.
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