Fußmatten für das Auto - ein Ratgeber

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Fußmatten für das Auto - ein Ratgeber

Fußmatten dienen im Auto als praktischer Schmutzfänger. Sie lassen sich schnell ausklopfen und schützen den empfindlichen Innenraum vor stärkeren Verschmutzungen. Im Winter fangen sie Schnee und Matsch ab, der an den Schuhen haften bleibt. Feuchtigkeit und Dreck dringen nicht durch die Matten und der Fahrzeugteppich bleibt unversehrt. Je nach Modell, Farbe oder Beschaffenheit verleihen sie dem Auto auch ein individuelles Aussehen. Das Spektrum an Fußmatten ist sehr breit und bewegt sich über viele Preisklassen hinweg. Günstige Modelle aus dem Baumarkt können schlecht riechen und beim Fahren verrutschen. Die Folge: Die Matte verklemmt sich unter dem Bremspedal und in Gefahrensituationen fehlt es an Bremskraft. Achten Sie beim Nachrüsten der Fußmatten auf die jeweilige Größe und auf eine gute Haftung am Fahrzeugboden. Neben Original-Fußmatten, die zwar qualitativ hochwertig, doch ggf. recht teuer sind, gibt es bereits günstigere und gleichwertige Modelle. Ob Gummimatte, Velours oder Edelstahl – in diesem Ratgeber erfahren Sie alles über die Unterschiede der Fußmatten. Sie erhalten Tipps zum Kauf und zur späteren Pflege.

So unterscheiden sich Fußmatten in Material und Modell

Jeder Neuwagen ist mit passenden Fußmatten ausgestattet. Mit der Zeit verschleißen die Matten, sodass ein Austausch zwingend erforderlich ist. Durchgewetzte und undichte Fußmatten lassen Feuchtigkeit durchdringen und beschädigen den Innenraum des Fahrzeugs. Bevor es zu diesem Fall kommt, sind die Matten auszutauschen. Sie unterscheiden sich nach ihrem Material, der Beschaffenheit, dem Aussehen und der Größe. Grundsätzlich gilt: Wählen Sie immer die richtige Größe für die Fußmatte aus. Andernfalls kann sie beim Fahren stören, verrutschen und ihren Zweck nicht erfüllen. Sie können die passenden Matten anhand von vier Eckdaten ermitteln:

  • Modell und Hersteller des Fahrzeugs
  • Baujahr
  • Anzahl der Türen
  • Fließheck, Limousine oder Kombi

Die gängigsten Materialien der Fußmatten im Überblick

Gummifußmatten:

Fußmatten aus Gummi sind im Winter praktische Begleiter in jedem Fahrzeug. Sie passen sich leicht an den Innenraum an und nehmen zuverlässig Schmutz und Nässe auf. Der Vorteil hierbei: Sie lassen sich einfach auskippen und der Innenraum bleibt sauber. Die Matten bestehen aus einzelnen Gummiwaben, die das Wasser sicher einschließen. Je höher die Waben sind, desto mehr Wasser und Matsch nimmt die Matte auf. Qualitätsmerkmal ist ebenso ein höherer Rand. Vergisst man das Auskippen, läuft das Wasser über und beschädigt den Teppich im Inneren. Auch im Sommer kommt die Gummimatte gegen Regenwasser und Schlamm zum Einsatz. Sie lässt sich deutlich leichter reinigen, kann jedoch auf dem weichen Innenraum schneller Rutschen. Nicht jeder Autofahrer bevorzugt den Geruch von Gummi und das Aussehen der Matten in seinem Fahrzeug.

Velours-Fußmatten:

Eine deutlich elegantere Methode bieten die Autofußmatten aus Velours. Sie sind etwas teurer als Gummifußmatten und passen sich farblich dem Innenraum an. Die Form sollte genau auf den Boden des Fahrzeugs zugeschnitten sein. Eine rutschfeste Rückseite sorgt zusätzlich für einen sicheren Halt der Matte. Modelle mit einem umsäumten Rand halten deutlich länger.

Schlingenfußmatte:

Die Schlingenmatte besitzt eine grobe Struktur, um den Schmutz effektiv auf der Matte zu halten. Dafür erweist sich die Reinigung als schwieriger. Sie saugt Nässe und Matsch zuverlässig auf und lässt die Feuchtigkeit nicht nach unten durchdringen. Achten Sie beim Kauf auf eine möglichst grobe und haftende Rückseite. Andernfalls verrutscht auch dieses Modell im Wagen und wird zu einem Sicherheitsrisiko.

Sondermaterialien:

Für einen besonderen Look im Auto gibt es spezielle Materialien und Fußmatten. Maßgeschneiderte Lösungen aus Echtholz, Riffelblech oder Aluminium werten das Innere des Wagens optisch auf.

Gefahr durch verrutschende Fußmatten – Stopper-Systeme schaffen Abhilfe

Unbefestigte oder zu kleine Fußmatten verrutschen schnell und verursachen mögliche Unfälle. Die Matte könnte sich unter dem Gaspedal oder dem Bremspedal verklemmen und die sichere Fahrt stark beeinträchtigen. Die Original-Automatten des Herstellers überzeugen mit hoher Qualität und einer stabilen Rückseite. Bei günstigen nachgekauften Modellen ist dies nicht immer der Fall. Gerade auf der Fahrerseite muss die Fußmatte gut sitzen und darf die Pedalen nicht blockieren. Je nach Modell sind die Matten mit einer eigenen Vorrichtung zum Fixieren vorgesehen. Dies kann ein Klettverschluss oder ein Haken-Verschluss sein, mit dem die Matte problemlos am Innenraum des Wagens haftet. Andernfalls lässt sich die Schutzmatte mit handelsüblichem Klebeband fixieren. Während dickere Matten bei diesem Prinzip deutlich schwerer halten, werfen dünnere Matten sehr schnell Falten und verschieben sich im Laufe der Zeit komplett. Zur eigenen Sicherheit im Fahrzeug gibt es, spezielle Stopper-Systeme gegen verrutschende Matten zu verwenden. Bei neuen Fahrzeugen ist dieses System bereits fest installiert, ältere Modelle lassen sich mit einem Satz zum Nachrüsten damit ausstatten. Vor allem Gummimatten müssen mit einem festen Halterungssystem fixiert werden. Günstige Modelle rutschen sehr stark auf dem weichen Innenbereich des Wagens und rollen sich am oberen Ende unter den Pedalen zusammen. Textilmatten können nur zum Einsatz kommen, wenn Sie auf der Rückseite speziell verstärkt und mit einer Gummischicht versehen sind. Der feste Halt der matten erleichter das Ein- und Aussteigen und verhindert die zu starke Verschmutzung im Innenbereich.

Qualitätsmerkmale: Auf diese Eigenschaften der Matten ist beim Kauf zu achten

Die Materialqualität der Fußmatten richtet sich nicht nur nach der Oberfläche, sondern auch nach der Unterseite. Schwere Matten stehen dabei nicht automatisch für eine gute Qualität oder sind rutschfester. Manche Hersteller verwendet billiges Granulat, um die Matten künstlich zu erschweren und hochwertiger wirken zu lassen. Die Matten sind dann zu steif, lösen sich am Rücken zu schnell auf oder können gar brechen. Eine deutlich bessere Rückenschicht sind Gummi-Mischungen. Sie sind deutlich flexibler und bieten der Matte einen guten Halt im Innenraum. Achten Sie beim Kauf nicht nur auf ein hochwertiges Material. Es muss Feuchtigkeit gut aufnehmen und darf nicht durchlässig sein. Als besonders robust für Automatten gilt der Nadelfilz. Deutlich weicher zeigt sich Velours als Material. Hier überzeugen nur die Matten von hoher Qualität. Günstige Fußmatten sind weniger pflegeleicht und nehmen die Feuchtigkeit nicht so gut auf. Unabhängig der verwendeten Materialien sollten die Matten lichtecht sein und dürfen in der Sonne nicht ausbleichen. Eine antistatische Eigenschaft verhindert das elektrische Aufladen und den unangenehmen kleinen Schlag beim Aussteigen. Wichtig ist außerdem, schwer entflammbare Materialien zu wählen. Nicht jede Matte ist für die Nutzung im Straßenverkehr zugelassen. Halten Sie deshalb nach Sicherheitssiegeln und Zertifikaten Ausschau.

Neben dem Material zeugt die genaue Passform von hoher Qualität. Genau auf das Innere des Wagens zugeschnitten, sorgt die Fußmatte für ein optisches Gesamtbild und verhindert die Rutschgefahr. Bei empfindlichen Fußmatten erweisen sich Absatzschoner als sinnvoll. Sie sind nur auf der Fahrermatte angebracht und verhindern den zu starken Abrieb durch die Schuhe. Der Schutz besteht aus robustem Nadelfilz oder Tuftvelours. Wichtig: Er muss aufgeschweißt sein und nicht nur angenäht. Angenähte Varianten lösen sich bei stärkerer Inanspruchnahme schnell ab und stellen während der Fahrt ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Gelangt der Schutz unter die Pedale, ist der Fahrer beispielsweise beim Bremsen stark eingeschränkt. Aufgeschweißte Schoner halten deutlich länger. Unter hohem Druck und hoher Hitze schafft die Industrie hierbei eine feste Verbindung, die sich auch über Jahre hinweg nicht löst. Zuletzt sollten Sie auf den Rand und die Einfassung der Fußmatte achten. Das Ausfransen der Kanten verhindert eine hochwertige Kettelung. Günstige Fußmatten sind nur mit einem Einfassband versehen, das an beiden Seiten festgenäht ist. Löst sich dieses Band, fransen die Matten aus oder die Ränder könnten sich nach oben biegen. Beides stört die Optik und erweist sich als Stolperfalle im eigenen Wagen.

Immer sauber – so reinigen Sie ihre Fußmatten

Zu einer umfassenden Innenreinigung des Fahrzeugs gehören auch die Fußmatten. An den Schuhen haften grundsätzlich Steine und andere Verschmutzungen, die sich auf den Fußmatten sammeln und eintreten. Dabei gibt es verschiedenen Möglichkeiten, das Fahrzeuginnere sauber zu halten und porentief zu reinigen. Die einfachste Variante bietet das Absaugen oder Ausklopfen der Matten. Gerade Gummimatten lassen sich nur schlecht absaugen und sollten ausgeschüttelt werden. Dabei lösen sich Steine und größerer Dreck. Für eine schnelle Reinigung genügt dieses Vorgehen. Die feinen Schmutzpartikel oder gar Verfärbungen auf der Matte bekämpfen Sie mit dem Einlegen in Spülmittel. Füllen Sie dabei eine Wanne mit Wasser und Spülmittel und weichen Sie die Matte darin ein. Der Schmutz löst sich am besten mit einer Bürste. Danach spülen Sie die Matte ab und hängen diese zum Trocknen auf. Wichtig: Nasse Fußmatten gehören nicht ins Auto, sondern sollten bei Möglichkeit immer draußen trocknen. Andernfalls dringt unnötig Feuchtigkeit ins Auto, die im Inneren an den Scheiben beschlägt.

Die Reinigung von Fußmatten aus synthetischem Gewebe erweist sich als schwieriger. Durch das Absaugen ziehen Sie den größten Schmutz aus den Modellen heraus. Kleinere Schmutzpartikel entfernen Sie durch das Ausklopfen der Matten. Hängen Sie diese ähnlich wie beim Teppich über eine Stange und klopfen Sie mit einem Stab dagegen. Bei härteren Verschmutzungen hilft nur ein Teppichreiniger. Mischen Sie Reinigungsmittel hinzu, muss die Fußmatte anschließend mit klarem Wasser ausgespült werden. Auch hier ist das ausgiebige Trocknen nicht zu vergessen. Hängen Sie die Fußmatten dabei auf eine Leine. Andernfalls bilden sich steife Falten, die beim Fahren stören. Professionelle Reiniger oder Werkstätten nutzen für diesen Fall einen Nasssauger. Er lässt das Wasser mit dem Reinigungsmittel in die Matte einwirken und zieht es samt Schmutz wieder heraus. Eine Reinigung in der Waschmaschine ist nicht möglich. Die Matten sind dafür nicht ausgelegt, können Knittern oder sich komplett verformen. Gelöster Schmutz und Steine beschädigen im schlimmsten Fall die Waschmaschine.

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