Funktioniert auf Knopfdruck: Motorleinwände für die professionelle Projektion

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Funktioniert auf Knopfdruck: Motorleinwände für die professionelle Projektion

Mit einem Beamer erweitern Sie Ihre Heimkino-Anlage auf wirkungsvolle Weise. Großes Bild und scharfe Auflösung lassen Sie Kino-Atmosphäre zuhause empfinden. Für die gehobene Form der Unterhaltung benötigen Sie lediglich einen Beamer und eine passende Leinwand. Bei der Auswahl gilt es, einiges zu beachten. Verschiedene Modelle lassen Sie von vielfältigen Vorteilen profitieren. Im vorliegenden Ratgeber soll ein besonderes Extra im Vordergrund stehen, die Leinwand mit integriertem Motor. Auf Knopfdruck lassen Sie damit die Projektionsfläche aus der Halterung herunterfahren. Der zusätzliche Bedienungskomfort macht das Fernseherlebnis noch beeindruckender.

Sie erhalten in den folgenden Abschnitten wichtige Informationen über die Geräte. Besondere Berücksichtigung finden Kauf- und Bedienungshinweise. Auch auf Aspekte der Beamertechnik wird eingegangen. Bei der Zusammenstellung einer Heimkino-Anlage dienen sie Ihnen als erste Orientierungshilfe.

Wodurch zeichnen sich Projektionsleinwände aus?

Die Funktion der Leinwand besteht darin, das Licht des Projektors aufzufangen. Einige Leinwände zieht man wie ein Rollo aus einer zylinderförmigen Hülle, andere hängen an einem Stativ. Andere sind fest eingerahmt. Das ausgestrahlte Bild wird auf der Leinwand vergrößert wiedergegeben. In der Anfangszeit stellte man Leinwände aus Baumwolle oder Leinen her. Moderne Ausführungen sind aus beschichteten Glasfasern gefertigt. Der Vorteil dieses Materials besteht darin, dass es vor Entflammen und Verformungen schützt.

Leinwände für den Hausgebrauch sind eben. Große Leinwände, wie sie im Kino verwendet werden, weisen eine Krümmung auf. Damit werden die Betrachtungswinkel der Zuschauer in verschiedenen Sitzreihen berücksichtigt.

Welche Arten von Leinwänden gibt es?

Man kann Leinwände auf zwei Arten untergliedern, der Befestigung oder der Reflexionsweise entsprechend. In den folgenden zwei Abschnitten lernen Sie die wichtigsten Typen kennen.

Unterschiedliche Befestigungen

Man unterscheidet drei Arten, die Rahmen-Leinwand, die Rollo-Leinwand und die Stativ-Leinwand. Die erste Variante hängt an der Wand. Sie ist immer vollständig in einen Rahmen eingespannt. Dadurch bleibt sie glatt und wirft keine Falten. Man kann sie nicht ohne Weiteres abnehmen. Zusammenrollen oder Falten ist nicht möglich. Die Wand lässt entsprechend keinen anderweitigen Nutzen zu. Sie können weder Schränke noch andere Möbel davorstellen. Tagsüber finden Sie an der Stelle der Leinwand nur eine weiße Fläche vor. Da sie den Gesamteindruck eines Wohnzimmers abkühlen kann, empfiehlt sich diese Variante für den Hobbyraum.

Die Rollo-Leinwand hat den Vorteil, dass sie einfach an Wand- und Zimmerdecke montiert werden kann. Der Einbau ist einfach. Man bohrt Löcher, versieht sie mit Dübeln und schraubt die Leinwandhalterung fest. Bei Bedarf rollen Sie die Leinwand aus. Tagsüber bewahren Sie sie in der Halterung auf. Sie kann an der Wand und an der Decke befestigt werden. Bei der Deckenbefestigung hängt die Leinwand senkrecht herunter. Sie können Schränke dahinter platzieren. Bei Tag werden sie sichtbar und decken leere Stellen ab. Nachteilig wirken sich Tücher mit geringer Dicke aus, da sie leicht wellen und eine Verschlechterung der Bildqualität zur Folge haben. Die Motorleinwand gehört zur Gruppe der Rollo-Leinwände. Es gibt Motorleinwände mit Druckknopf neben solchen mit Fernbedienung.

Die dritte Gruppe umfasst die Stativ-Leinwände. Sie stellen Sie an passender Stelle im Raum auf und verstauen Sie nach Abschluss der Filmvorführung platzsparend im Schrank. Der Transport ist einfach. Zur Verwahrung nutzen Sie einen im Lieferumfang enthaltenen Tubus. Stativ-Leinwände haben eine geringere Stabilität. Luftzüge und geringe mechanische Einwirkungen genügen, um ihre Position zu verändern. Bei suboptimaler Ausrichtung verschlechtert sich die Bildqualität. Stativ-Leinwände sind für Leute geeignet, die nur sporadisch Filme schauen.

Unterschiedliche Leinwandeigenschaften

Nach den Eigenschaften unterscheidet man die Typen D, B, S, R, R-O und R-S. Weit verbreitet ist Typ D. Die Besonderheit dieser Leinwand besteht darin, dass sie diffus reflektiert. Das bringt den Vorteil mit sich, dass das aus größeren Betrachtungswinkeln mit guter Qualität wahrgenommen wird. Nachteile ergeben sich bei der Nutzung von Beamern mit geringer Leuchtstärke. Bei Tageslicht verblassen die Kontraste merklich. Die Typen B und S bieten unter diesem Gesichtspunkt Vorteile. Sie strahlen das Licht gerichtet zurück. Es wirkt heller. Von der Qualität profitiert allerdings nur der Betrachter in der Mitte. Die gerichtete Reflexion wird durch Glasperlen und Aluminiumteilchen ermöglicht.

Worauf ist beim Kauf einer Leinwand zu achten?

Beachten Sie zunächst, für welche Projektoren die Leinwand geeignet ist. Die meisten Beamer verwenden die LCD-, LED- oder DLP-Technik. Verfügen Sie über einen Diaprojektor oder wollen Sie einen Overhead-Projektor nutzen, sollte die Leinwand diese ebenfalls unterstützen. Über diese Grundvoraussetzungen hinaus gibt es weitere Dinge, auf die Sie bei der Auswahl achten sollten. Im Folgenden finden Sie diese systematisch aufbereitet vor.

Leuchtdichte und Betrachtungswinkel der Leinwand

Eine gute Leinwand erkennen Sie an zwei wichtigen Merkmalen, einem schwarzen Rand und dem Gain-Faktor. Der schwarze Rand sorgt dafür, dass das Bild einen kontrastreichen Eindruck hinterlässt. Sitzen Sie direkt davor, sind Details wesentlich besser erkennbar. Der Gain-Faktor gibt die Leuchtdichte an. Sie erkennen an dem Wert, wie gut die Leinwand das einfallende Licht reflektiert. Je höher er ist, desto heller ist das Bild, wenn Sie direkt davor sitzen. Eine gute Farbdarstellung wird durch einen Gain-Faktor von 1-2 gewährleistet. Auch bei heller Umgebung sehen Sie damit ein kontrastreiches Bild mit genügend Tiefe. Einige professionelle Geräte bieten sehr viel höhere Werte. Für den Hausgebrauch sind derartige Stärken aber nicht notwendig. Die Leuchtdichte sollte gleich verteilt, die Reflexion stark und diffus sein. Das ist wichtig, damit sich keine Hotspots bilden, an denen die Leinwand beschädigt werden kann.

Eine weitere wichtige Größe ist der Betrachtungswinkel. Man misst ihn von der Mittellinie, die sich zwischen Leinwand und mittlerem Zuschauer erstreckt. Sie erkennen am Betrachtungswinkel, bis zu welcher Abweichung Sie das Bild ohne Qualitätseinbußen sehen. Bei guten Leinwänden beträgt er zwischen 110 und 130 Grad. Der Wert sagt aus, dass die Zuschauer links und rechts bis zu einer Abweichung von 50 bis 65 Grad noch ein gutes Bild sehen. Sitzen Sie weiter abseits, verschlechtert sich die Qualität sehr stark.

Maße, Motor und Montage

Achten Sie bei der Auswahl auf die Größe. Die Maße der Leinwand dürfen nicht zu ausladend sein. Das Bild wäre in diesem Fall unscharf. Eine zu kleine Leinwand schmälert die Atmosphäre. Die Größenauswahl hängt auch mit dem Beamermodell zusammen, dass Sie verwenden. Je höher seine Auflösung ist, desto hochwertiger kann ein großes Bild ausgegeben werden. Es gibt Richtwerte, an denen Sie sich orientieren können: Die Leinwandbreite sollte etwa halb so groß sein wie die Entfernung zwischen Ihnen und der Leinwand. Damit ist gewährleistet, dass der entfernteste Betrachter alles gut sieht und der nächste Betrachter ohne Kopfdrehung das gesamte Bild überblickt.

Gute Motorleinwände sind zur Wand- und Deckenmontage geeignet. Der Installationsaufwand ist geringer, wenn die wichtigsten Teile bereits vormontiert sind. Diesbezügliche Informationen entnehmen Sie der Produktbeschreibung. Um ein differenziertes Bild zu erhalten, lesen Sie verschiedene Testberichte im Internet. Die Position der Leinwand sollte variabel veränderbar, die Bedienung intuitiv sein. Um Beamer mit verschiedenen Bildwiedergabeformaten in vollem Umfang nutzen zu können, muss die Leinwand sich variabel feststellen lassen. Für Formate wie 4:3, 16:9, 16:10 und 21:9 wird sie unterschiedlich weit herausgefahren.

Für gute Bildqualität ist die Stärke des Tuchs entscheidend. Ein dünnes Tuch wirft Wellen. Achten Sie darauf, dass es glatt und dick ist. Nur so schließen Sie Qualitätsverluste zuverlässig aus.

Ein guter Motor arbeitet geräuscharm. In manchen Motorleinwänden ist zu diesem Zweck eine Stabilisierungswelle integriert.

Der Rahmen der Bildwand

Die nächste wichtige Frage beim Kauf ist die nach der Rahmenfarbe. Es gibt komplett weiße Bildwände und Varianten mit schwarzem Rahmen. Berücksichtigen Sie in diesem Zusammenhang, welche Farbe die Rückseite haben soll.

Die Farben der Rückseite lassen in verschiedenem Maße Licht durch. Licht durchdringt weiße Rückwände leichter als schwarze. Relevanz gewinnt dieser Unterschied mit zunehmendem Abstand zur Wand. Befindet sich die Leinwand direkt an der Wand, ist die Entscheidung für eine schwarze oder weiße Rückwand unerheblich. Bei größerem Abstand zur Wand empfiehlt sich eine schwarze Rückseite. Damit wird verhindert, dass Licht hinter der Rückwand wieder zurückgeworfen wird und das Bild beeinträchtigt. Ratsam ist diese Variante, wenn Sie eine Motorleinwand mit einem Abstand zur Wand an der Decke montieren. Auch bei Stativ-Leinwänden empfiehlt sie sich.

Ein schwarzer Rand ist prinzipiell von Vorteil. Er schließt das Bild nach außen ab und schafft einen angenehmen Kontrast. Außerdem gewinnt die Leinwand dadurch selbst eine edle Optik.

Warum genügt eine Wand in den meisten Fällen nicht als Projektionsfläche?

Eine normale Wand ist in der Regel nicht glatt genug, um die Bildqualität einer Leinwand zu erreichen. Kleine Unebenheiten auf der Oberfläche, Tapeten mit Raufaser und Unterputz verlegte Leitungen führen zu Schattenwürfen. Das Bild wird durch Farbanstriche unscharf und farblich verzerrt. Selbst auf weißen Wänden ohne sichtbare Unebenheiten ist keine optimale Wiedergabe gewährleistet. Dies hängt damit zusammen, dass die Wand das Licht nicht ideal reflektiert. Leuchtstärke verpufft ungenutzt im Raum. Zu einem gewissen Grad können Sie diesem Umstand entgegenwirken. Nutzen Sie hierzu Leinwandfarbe. Tragen Sie sie auf der Wand auf. Damit erschaffen sie einen Untergrund, der qualitativ mit einer Leinwand mithalten kann. Der Nachteil der Farbe ist ihr hoher Preis. Außerdem ist nur in wenigen Haushalten eine komplett freie Wand mit genügend Freiraum davor vorhanden.

Auf eBay finden Sie viele verschiedene Modelle

Nachdem Sie in den vorangegangenen Abschnitten alles Wissenswerte erfahren haben, können Sie nun eine differenzierte Kaufentscheidung treffen. Die Vorstellung eines Idealgeräts sollte bereits umrissen sein. Im vorliegenden letzten Abschnitt liefert Ihnen eine repräsentative Auswahl bekannter Hersteller einige Impulse.

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