Funktionieren Ultraschallgeräte bei der Abwehr von Mardern?

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 Funktionieren Ultraschallgeräte bei der Abwehr von Mardern?

Marder sind wohl die bei Autofahren unbeliebteste Tiergruppe. Schon manch ein Fahrzeugbesitzer musste unerwartet den Bus zur Arbeit nehmen oder eine lang geplante Wochenendspritztour absagen, weil es sich die Nager nachts im Motorraum bequem gemacht und dabei beispielsweise das Zündkabel zerbissen hatten. Zu dem Frust kommen oft noch finanzielle Opfer, denn Marderschäden werden vom Basisschutz vieler Versicherungen nur zu einem bestimmten Teil abgedeckt. Doch was können Sie gegen die Tiere tun? Viele Marderabwehrprodukte, die Sie im Handel erhalten, arbeiten mit Ultraschall. Diese sollen die Nager mit dem feinen Gehör durch laute hochfrequente Töne verjagen. Wie wirksam solche Produkte sind, darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander.

  

Ultraschall gegen Marder – ein ewiger Streitpunkt

Während Ultraschallgeräte eine Zeit lang als Nonplusultra der Marderabwehr galten, wurden sie in den letzten Jahren von manchen Seiten für komplett wirkungslos erklärt. Mittlerweile nehmen Experten gerne eine Mittelposition ein. Demnach können die Geräte durchaus effektiv sein, müssen dafür aber einige Anforderungen erfüllen. Dazu gehört, dass sie eine hohe Lautstärke aufweisen müssen. Außerdem sollten sie im besten Fall die Töne fortwährend verändern und zwischendurch kleine Pausen einlegen. So kann sich der Marder an das Geräusch schlechter gewöhnen. Eine Garantie dafür, dass das Tier die Flucht ergreift, haben Sie so allerdings auch nicht.

  

Wirkungsvoller ist eine Kombination mit Elektroschocks

Als besonders effektiv bei der Abschreckung von Mardern gelten Elektroschockgeräte. Dabei werden alle möglichen Einstiegsstellen zum Motorraum mit Kontakten ausgestattet. Kommt das Tier mit diesen in Berührung, erhält es einen Stromschlag. Dieser ist zwar sowohl für Marder als auch für den Menschen ungefährlich, vertreibt den Eindringling aber mit hoher Wahrscheinlichkeit. Mittlerweile sind auch Geräte im Angebot, die Ultraschall und Elektroschock kombinieren. Personen mit Herzschrittmachern sollten im Umgang mit diesen Geräten allerdings vorsichtig sein.

  

Billige Alternativen zu teuren Marderabwehrprodukten im Handel

Insbesondere die Marderabwehrgeräte, die mit Elektroschocks arbeiten, sind alles andere als preiswert. Billiger ist die Methode, bei der ein Stück Maschendraht unter dem Motorraum ausgelegt wird. Da die Tiere sich ungern auf einem fremden Untergrund bewegen, können Sie die Nager damit eine Zeit lang abschrecken. Allerdings gewöhnt sich ein Marder auch daran. Auf jeden Fall sollten Sie, falls Sie Marderspuren an Ihrem Auto entdecken, eine gründliche Motorwäsche mit einem Dampfstrahler vornehmen, um die Duftspuren des Tieres zu entfernen und einen möglichen Grund für Revierkämpfe zu beseitigen.

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