Funkkopfhörer von günstig bis teuer: Preis-Leistungsvergleich

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Funkkopfhörer von günstig bis teuer: Preis-Leistungsvergleich

In der heutigen Zeit verzichtet der moderne Mensch in vielen Bereichen seines Lebens auf unnötige Kabel und nutzt stattdessen Funktechnologie. Vor allem für die Audiowiedergabe ist diese Art von Datenübertragung wie geschaffen, denn sie ermöglicht es, nach Herzenslust zum Lieblingslied zu tanzen und die Musik in andere Räume mitzunehmen, ohne das Radio durch die Wohnung tragen zu müssen. Doch wieso gibt es bei Kopfhörern mitunter deutliche Preisunterschiede und sind diese in jedem Fall gerechtfertigt? Nachfolgend finden Sie Antworten auf diese Fragen und erfahren viel Wissenswertes rund um Funkkopfhörer.

So funktionieren Kopfhörer im Allgemeinen

Um zu verstehen, wieso unterschiedliche Preise zustande kommen, sollten Sie zunächst etwas über die allgemeine Funktionsweise von Kopfhörern erfahren. Alle Schallumwandler basieren im Grunde auf dem gleichen Prinzip. Eine Membran wird durch elektrische Impulse in Schwingungen versetzt. Dadurch entstehen Schallwellen, die das Trommelfell passieren und im Gehirn in Töne umgewandelt werden. Die Unterschiede liegen im Aufbau der einzelnen Exemplare. Je nach der Art der inneren Bausteine variieren auch die Qualität und die Leistung, die sie bieten können.

Abhängig von der wiedergegebenen Frequenz verhält sich eine Membran unterschiedlich bei der Schallübertragung. Je tiefer die Töne, desto gleichmäßiger und voluminöser sind die Schwingungen. Bei Bässen kommt es deshalb vor allem auf die Größe der Membranfläche an, da in den tiefen Klangbereichen besonders viel Bewegungsenergie und Ausdehnung benötigt werden. Bei hohen Frequenzen hingegen kommt es vor allem auf die Geschwindigkeit an, was der Grund dafür ist, dass einigen Kopfhörern hier schnell Grenzen gesetzt sind. Dabei wird nämlich nicht der gesamte Bereich der schallübertragenden Schicht bewegt, sondern nur einzelne Areale. Diese schwingen gegensinnig und zwischen ihnen befinden sich sogenannte tote Linien, die vollkommen stillstehen und somit keinen Klang produzieren. Daher ist eine möglichst empfindliche Membran wichtig, da sich die einzelnen Töne ansonsten überlagern und dadurch unerwünschte Partialschwingungen entstehen, die Sie als Verzerrungen wahrnehmen.

Elektrodynamische und elektrostatische Kopfhörer

Am weitesten verbreitet sind elektrodynamische Kopfhörer. Sie funktionieren mittels eines Magneten und einer elektrisch aufgeladenen Spule. Bei jedem Impuls, der empfangen wird, vibriert diese mehr oder weniger stark und setzt damit die Membran ebenfalls in Bewegung. Der Magnet dient dazu, die Ladung zu neutralisieren und die Spule in ihre ursprüngliche Position zu bringen.

Elektrostatische Modelle verfügen im Gegensatz dazu über eine Membran, die aus leitfähig beschichteter Folie besteht und sich zwischen zwei perforierten Metallplatten befindet. Anstatt auf einen Fremdantrieb angewiesen zu sein, reagiert die Membran selbstständig auf die Impulse. Da diese in der Regel sehr leicht und dünn ist, schwingt sie nahezu trägheitslos und besonders impulstreu. Außerdem ist sie sogar für Frequenzen außerhalb der Hörbarkeitsgrenze empfänglich, was Partialschwingungen auf ein Minimum reduziert. Diese Technik ermöglicht einen unvergleichlich klaren Klang und eine besonders breite Frequenzpalette. Elektrostatische Kopfhörer sind in der Regel deutlich kostspieliger als elektrodynamische.

Unterschiedliche Übertragungstechniken bei Kopfhörern

Damit sie Musik wiedergeben können, brauchen alle Schallumwandler ein Endgerät, das die Signale sendet. Dabei kann es sich um ein Radio handeln, um einen Fernseher oder um eine Stereoanlage. Zu den portablen Ausführungen zählen Smartphones, MP3-Spieler oder Multimedia-Player. Um eine Verbindung zwischen dem Sender und dem Umwandler herzustellen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Übertragung via Kabel und via WLAN

Die meisten früheren Modelle von Kopfhörern waren mit einem Kabel ausgestattet, das in den Audioausgang des Wiedergabegeräts gesteckt wird. Seit einiger Zeit sind jedoch andere Techniken auf dem Vormarsch und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Es handelt sich um WLAN-, Bluetooth- und klassische Funkübertragungen. Diese ähneln einander in der Hinsicht, dass die Signale dabei über bestimmte Frequenzen übertragen werden und kein direkter Kontakt zwischen den Geräten nötig ist.

WLAN-Hörer besitzen einen integrierten Empfänger und verbinden sich mit dem Router oder dem Mobiltelefon. Sie sind wie alle Funk-Geräte von der Verbindungsqualität abhängig und büßen bei Netzausfall ihre Funktionalität ein. Sie verstärken auch nicht das Signal, sondern sind der Übertragungsgeschwindigkeit unterlegen. Sie finden meistens zu Hause Verwendung, da ihre Leistungsfähigkeit unterwegs noch immer sehr anfällig ist.

Bei Bluetooth handelt es sich um eine Funktechnik zur Datenübertragung. Die Geräte, die diese Technologie nutzen, beinhalten einen Chip, der mit einer Sende- und einer Empfangseinheit ausgestattet ist. Zudem wird eine passende Software benötigt, die den Datenempfang steuert. Damit sich die einzelnen Funkwellen nicht überschneiden und einander stören, besitzt jedes Bluetooth-fähige Gerät eine einmalige Seriennummer, die dieses eindeutig identifiziert. Vor allem in kleineren Geräten für Unterwegs hat sich die Technik durchgesetzt, denn sie ist besonders für kürzere Reichweiten ausgelegt. Sie verbraucht weniger Energie als beispielsweise WLAN und ist für Smartphones oder MP3–Player optimal geeignet.

Übertragung via Funk

Klassische Funkkopfhörer gibt es bereits seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie waren und sind ebenfalls auf eine elektronische Einheit angewiesen, die Musiksignale eines Endgeräts einfängt und an die Hörer leitet, die ihrerseits mit einem Empfänger versehen sind. Anfangs war die Reichweite der Übertragung noch gering, inzwischen ist es jedoch möglich, selbst über weite Entfernungen gute Tonqualität zu erzielen. Diese Art von Schallumwandlern ist immer noch weit verbreitet, doch läuft Bluetooth der ursprünglichen Technologie immer mehr den Rang ab. Im Grunde gibt es keinen Unterschied in der Funktionsweise der beiden, jedoch lassen sich die Bluetooth-Kopfhörer besser mit modernen Multimediageräten vernetzten.

Da Sie nun einiges über den Aufbau und die Unterschiede von Kopfhörern wissen, geht es darum, eine Beziehung zwischen den Preisen und der Leistung gängiger Modelle herzustellen. Je nach Ausführung gibt es nämlich enorme Kostenunterschiede, die aus bestimmten Gründen zustande kommen. Diese sollen im Folgenden näher beleuchtet werden.

Die Einsteiger-Modelle – für jedes Portemonnaie und erstaunlich gut

Wenn Sie ein Neuling im Bereich der Funkkopfhörer sind, sollten Sie beim Erstkauf nicht zu tief in die Tasche greifen, denn ohne Erfahrungen kann es schnell passieren, dass Sie mit dem ausgewählten Exemplar nicht zufrieden sind und sich wegen der unnötigen Ausgabe im Nachhinein ärgern. Einsteiger-Modelle strapazieren das Budget nicht übermäßig und Sie können immer wieder neue ausprobieren und herausfinden, welcher Kopfhörer-Typ Sie sind.

In puncto Klangqualität werden Sie selbst bei den einfachen Modellen häufig überrascht sein. Die Entwicklung der Audio-Technik ist rasant und inzwischen können für kleines Geld gute technische Bausteine hergestellt werden. Sie müssen sich also keine Sorgen um verzerrte Töne und dumpfe Bässe machen – das Gros der gängigen Exemplare reicht für normale Anforderungen vollkommen aus.

Jedoch sollten Sie keine unrealistischen Erwartungen an die Kopfhörer stellen. Komplexe Steuerungselemente oder technische Extras sind bei Ausführungen, die Ihre Finanzen schonen, nicht zu erwarten. Auch müssen Sie mitunter Abstriche bei der Akkulaufzeit machen oder bei der maximalen Funkentfernung. Jedoch sind die Hörer in der Regel für den täglichen Gebrauch ausreichend und schränken Sie nicht in Ihrer Mobilität ein.

Die Mittelklasse-Kopfhörer – lange Lebensdauer und guter Tragekomfort

Wenn Sie bereits wissen, worauf es Ihnen bei der Wahl der Kopfhörer ankommt, und ein wenig mehr investieren wollen, dann sollten Sie sich für ein fortgeschrittenes Modell entscheiden. Diese sind in der Regel sehr hochwertig und es gibt sie in vielen verschiedenen Farben und Designs. Je nach Ihrer bevorzugten Musik können Sie sich zwischen ausgewogenen oder basslastigen Modellen entscheiden. Auch stehen offene und geschlossene Exemplare zur Auswahl. Zu der ersten Kategorie gehören Schallwandler, die das Ohr nicht vollständig bedecken, wodurch Sie die Sie umgebenden Geräusche wahrnehmen können. Im Gegenzug dringt Ihre Musik lauter nach außen, als bei geschlossenen Hörern, die sich um Ihre Ohrmuschel legen und um einiges größer sind.

Für die Anschaffung müssen Sie etwas tiefer in die Tasche greifen, erhalten jedoch einige zusätzliche Extras, die nicht zu verachten sind. Erwähnenswert ist hierbei der Tragekomfort. Die Gestelle sind meistens flexibel und lassen sich mit einigen Handgriffen der Größe des Kopfes anpassen. Weiche Polster verhindern zusätzlich unangenehme Druckstellen. Bei guten Modellen für Fortgeschrittene gehören häufig Fernsteuerungen zum Gesamtpaket - bequemes Schalten ohne direkten Kontakt zum Endgerät also. Überzeugend sind auch die langen Akku-Laufzeiten von vielen Stunden Dauerbenutzung. Auch die Funkreichweite kann sich bei den meisten Exemplaren sehen lassen.

Beim Klang erwartet Sie eine beeindruckende Palette klarer, unverfälschter Töne und kräftiger Bässe. Beachten Sie jedoch, dass die Hörer, die speziell für tiefe Frequenzen ausgelegt sind, unter Umständen in den hohen Bereichen nicht immer sauber klingen, und entscheiden Sie sich im Zweifelsfall lieber für ein ausgewogenes Modell. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die meisten Funkhörer den höheren Anschaffungskosten durch die gebotene Qualität mehr als gerecht werden und Ihnen eine lange Zeit gute Dienste leisten.

Funkkopfhörer für Profis – das Maximum an Klang und Technik

Die Luxusexemplare unter den Wiedergabegeräten sind ein perfektes Rundumpaket an Qualität und Funktionalität. Vor allem bei geschlossenen Muschelhörern kommt die ganze Klagweite zur Geltung. Die Profi-Modelle müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um als solche zu gelten. Zum einen müssen Sie Geräusche von außen vollständig abschirmen und zum anderen darf selbst bei voller Lautstärke nichts von der gehörten Musik nach außen dringen. Durch die Schallabschirmung sind sie in der Regel sehr groß, doch sorgen die leichten, hochwertigen Materialien, aus denen sie hergestellt wurden, dafür, dass sie trotzdem nicht viel wiegen.

In Sachen Klangqualität kann diesen Modellen nichts das Wasser reichen. Besonders kräftige Bässe, exakte Mitteltöne und kristallklare Höhen sind nur einige der Beispiele für die außergewöhnliche Hörerfahrung, die sie bieten. Sie sind nicht für jedes Budget geeignet, doch wenn Sie sich für einen der Luxuskopfhörer entscheiden, können Sie maximale Klangerlebnisse genießen und eine Technik nutzen, die hochwertig ist und noch lange aktuell und enorm leistungsfähig sein wird.

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