Full HD Beamer: 10 Tipps für den Kauf

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Full HD Beamer: 10 Tipps für den Kauf

Full HD Beamer versprechen ein hochauflösendes Filmerlebnis im eigenen Heimkino oder bei geschäftlichen Präsentationen. Sie gelten als Weiterentwicklung der einfachen LCD- und DLP-Beamer und erreichen eine Auflösung von 1920 x 180 Bildpunkten. Die Auflösung von normalen HD Beamern liegt bei 1280 x 720 Bildpunkten. Das Kürzel HD steht dabei für High Definition und bedeutet übersetzt so viel wie hochauflösend. Die ersten Modelle dieser Baureihen waren für Privatleute nahezu unbezahlbar. Mittlerweile ist die Technik standardisiert und deutlich preisgünstiger zu haben. Verschiedene Hersteller, wie beispielsweise LG, Sanyo oder Acer haben sich auf die Produktion der hochauflösenden Modelle spezialisiert.

Im Vergleich zu LCD- oder Plasmafernsehern haben die Beamer einen Vorteil: die Bilddiagonale. Problemlos erreichen die Modelle einen Wert von bis zu 300 Zoll und verwandeln das eigene Wohnzimmer zu einem Heimkino. Gerade in diesem Bereich existiert eine große Auswahl an Geräten und die Funktionen sind sehr vielseitig. Die Full HD Beamer arbeiten fast alle im 16:9 Format und sind mit unterschiedlichen Leuchtmitteln und Einstellungen versehen. Vor dem Kauf eines Beamers sollten Sie genau prüfen, ob das Modell für Ihren Raum perfekt dimensioniert ist, und was es Ihnen für Funktionen bieten kann. In diesem Ratgeber geben wir Ihnen zehn wichtige Tipps für Ihren anstehenden Beamerkauf.

Tipp 1: die grundlegende Vorbereitung und Planung

Für Laien wirkt das Angebot der Beamer schnell unübersichtlich und konfus. Ohne Vorkenntnisse und Ermittlung der Ausgangssituation trifft man keine perfekte Wahl. Auf dem Markt gibt es nicht nur unterschiedliche Preisklassen, sondern auch große Unterschiede in der Qualität. Mit der richtigen Vorbereitung, ein paar Grundkenntnissen und der Planung ärgern Sie sich später nicht über einen unüberlegten Kauf. Legen Sie vorher fest, wofür der Beamer benötigt wird und welche Medien bevorzugt angesehen werden. Handelt es sich hauptsächlich um hochauflösende Inhalte, kommt nur ein HD oder Full HD Beamer infrage. Außerdem spielt das Platzangebot im Raum und die Möglichkeit des Abdunkelns eine wichtige Rolle. Danach richtet sich die zu wählende Lichtstärke. Weitere Komponenten im Heimkinosystem müssen später auf den Beamer abgestimmt werden. So spielt die Wahl der richtigen Leinwand oder Projektionsfläche eine wichtige Rolle.

Tipp 2: LCD oder DLP? - Worin liegt der Unterschied?

Grundlegend gibt es Heimkino-Beamer in zwei verschiedenen Modellen: LCD und DLP. Weitere Projektionstechniken sind beispielsweise LED oder LcoS, die sich im höheren Preissegment bewegen. Laien und Anfänger sollten sich auf die beiden ersten Techniken beziehen. LCD-Projektoren sind deutlich flexibler und passen sich mit dem Zoom und der Brennweite den örtlichen Begebenheiten an. Die Modelle sind preisgünstig und bieten scharfe Bilder bei einer guten Farbwiedergabe. Als nachteilig erweist sich der sogenannte Effekt des Fliegengitternetzes. Die Technik arbeitet mit Flüssigkristall-Panels und erzeugt bei einem zu geringen Sitzabstand zur Projektion ein kleines Netz. Außerdem kann es zu Konvergenzproblemen kommen, wenn sich die drei erzeugten Grundfarben überlagern. Die Farbverteilung verläuft nicht homogen und Nutzer nehmen beispielsweise störende Farbflecke wahr.

Die DLP-Technik steht für Digital Light Processing und arbeitet mit Lichtreflexionen. Viele kleine Spiegel befinden sich dabei auf einem Chip und können einzeln ausgerichtet und gesteuert werden. Die Bilder wirken teilweise schärfer und in ihrer Farbwahl homogen. Bei schnellen Bewegungen nehmen die Zuschauer den Regenbogeneffekt als negativ wahr. Hier sind die Grundfarben noch separat sichtbar und führen zu Übelkeit oder Kopfschmerzen.

Tipp 3: die Lichtleistung, Kontrast und Farbwiedergabe von Beamern

Die Lichtleistung von HD Beamern wird grundsätzlich in Lumen angegeben. Je höher dieser Wert ausfällt, desto besser ist die Projektion bei sehr hellen Lichtverhältnissen noch erkennbar. Auch bei hellen Bildern und Szenen bekommt der Zuschauer noch einen natürlichen Bildeindruck. Wer sein Zimmer nicht immer komplett abdunkeln möchte, benötigt eine Unterstützung bis zu 1500 ANSI-Lumen. Geräte mit einem deutlich geringeren Wert kommen nur in dunklen Räumen wirklich zur Geltung. Hochwertige Modelle stellen die Farben möglichst neutral dar, wie es der Standard der Filmstudios vorgibt. Bei der Wahl des richtigen Beamers müssen Sie hier auf die Farbtemperatur achten. Idealerweise liegt diese bei 6.500 Kelvin. Beim Thema Kontrast übertreiben die Hersteller gern. Hier geht es um das Verhältnis zwischen der maximalen Helligkeit und dem Schwarzwert. Je größer dieses Verhältnis ist, desto tiefer und dynamischer wirkt die Projektion.

Tipp 4: Achten Sie auf die Geräuschentwicklung der Full HD Beamer

Ein wahrer Störfaktor bei einer Präsentation ist die Geräuschbelastung. DLP und LCD-Beamer sind mit einem Leuchtmittel ausgestattet, das während des Betriebs sehr heiß wird. Um die Temperatur zu minimieren, verfügen die Beamer über ein Kühlersystem und einen integrierten Lüfter. Je kleiner das Gehäuse der Beamer ist, desto lauter sind die Lüftergeräusche. Platzieren Sie den Beamer in der Nähe des Sitzplatzes, können die Geräusche als störend empfunden werden. Abhilfe schaffen spezielle Halterungen und Gehäuse. Diese benötigen vorgesehene Schlitze, um die Kühlung auch im geschlossenen Zustand zu gewährleisten. Ein leiser Beamer bietet ein Betriebsgeräusch unter 25 dB. Außerdem spielt der Lüfterausgang eine wichtige Rolle bei der Anbringung. Hier ist es für den Nutzer am lautesten, sodass sich der Ausgang vom Sitzplatz abgewandt befinden sollte.

Tipp 5: Lensshift-Funktion und die flexible Ausrichtung des Beamers

LCD-Beamer sind deutlich flexibler, was ihren Standort betrifft. Sie besitzen einen stärkeren Zoom und können somit das projizierte Bild im Raum an Ihre Wünsche anpassen. Die meisten Modelle verfügen hierbei über sogenannte Lensshift-Funktion. Mit dieser Funktion versetzen Sie das Bild vertikal oder horizontal und gleichen kleine Unebenheiten bei der Aufstellung des Beamers aus. Das Gerät selbst kann schräg positioniert werden und projiziert dennoch ein angenehmes Bild. Mit einer derartigen Flexibilität müssen Sie nicht viele Änderungen im Raum vornehmen, beispielsweise was die Deckenlampe betrifft. Der Beamer kann sich nach dem aufgestellten Mobiliar richten.

Tipp 6: digitale Schnittstelle am HD Beamer für die beste Auflösung

Der Beamer kann die gewünschte hochauflösende Qualität nur wiedergeben, wenn ein entsprechendes Medium vorliegt. Hierfür sind die Beamer mit unterschiedlichen Eingängen und Ausgängen ausgestattet. Bei einem Full HD Beamer sollten Sie auf mindestens eine HDMI Schnittstelle achten. Manche Geräte verfügen auch über eine DVI Schnittstelle, sie überträgt jedoch kein Tonsignal. Der HDMI-Eingang bietet eine HDCP-Unterstützung, wenn Sie einen BluRay-Player, Spielekonsolen oder andere hochauflösende Medien mit dem Beamer verbinden wollen. Eine Signalübertragung ohne Verlust ist damit gesichert und die Wiedergabe auf großer Leinwand angenehm. Full HD Modelle rechnen außerdem geringer aufgelöste Medien, wie beispielsweise die DVD mit 720 x 576 Bildpunkten, auf die volle Auflösung bei 1920 x 1080 Bildpunkten hoch.

Tipp 7: Ein zusätzliches Soundsystem wird benötigt

Obwohl die meisten Beamermodelle über eigene Lautsprecher verfügen, benötigen Sie im perfekten Heimkino eine eigene Soundanlage. Die eingebauten Lautsprecher sind oft minderer Qualität und decken nicht alle Frequenzbereichen in dem Ausmaß ab. Ein echtes Heimkino-Feeling entsteht nur mit einer Soundanlage, die per Verstärker das Tonsignal an die gewünschte Anzahl von Boxen weitergibt. Der Aufbau der Anlage sollte sich nach dem Sitzplatz und der Projektion richten.

Tipp 8: Das müssen Sie beim Standpunkt im Raum beachten

Die meisten Full HD Beamer benötigen einen Abstand von etwa drei bis vier Metern zur Leinwand. Mit einem kleineren Wohnzimmer müssen Sie nicht auf die neue Technik verzichten. Hier greifen Sie auf einen Weitwinkelprojektor zurück und platzieren diesen beispielsweise auf dem Wohnzimmertisch. Mit etwa einem Meter Abstand zum Bild projizieren die Modelle eine Bilddiagonale von etwa zwei Metern an die Leinwand. Die Lensshift Funktion gestattet es Ihnen, die Projektion von der Seite oder gar von oben oder unten aus an die Leinwand zu werfen.

Tipp 9: ein fester Standort mit der passenden Beamer-Halterung

Für fast alle Beamer-Modelle gibt es Universalhalterungen für Wand und Decke. Der Vorteil hierbei ist, dass der Beamer an einem sicheren Ort verwahrt wird. Grundsätzlich unterscheiden sich die Halterungen in ihrer Flexibilität. So gibt es Varianten, die den Beamer nach dem Gebrauch nah an die Decke oder Wand zurückfahren. Andere Halterungen fixieren den Beamer, damit beim nächsten Filmerlebnis keine neuen Einstellungen erforderlich sind. Achten Sie bei den Halterungen und Gehäusen darauf, dass die Beamer nahezu vibrationsfrei angebracht werden. Selbst kleinste Vibrationen verkürzen die Lebensdauer der Geräte.

Tipp 10: Wartungsarbeiten und Folgekosten an einem Full HD Beamer

Ist der Beamer in einem gesonderten Gehäuse oder an einer speziellen Halterung montiert, achten Sie auf unkomplizierte Wartungsarbeiten. Zur Reinigung der Filter oder zum Austausch der Lampen muss der Beamer problemlos von der Haltung entfernt werden können. Bestenfalls handelt es sich um spezielle Platten, die fest mit dem Beamer verschraubt sind. Per Klick lassen sie sich nach der Reinigung leicht an der Halterung anbringen. LCD- und DLP-Beamer besitzen außerdem den großen Nachteil der hohen Folgekosten. Die Lampen altern und erzeugen mit der Zeit nicht mehr die volle Lichtleistung. Ersatzlampen verursachen vergleichsweise hohe Kosten. Hochwertige Beamer weisen eine Laufzeit von bis zu 6.000 Stunden ohne Lampenwechsel aus. Je stärker die Leuchtkraft, desto geringer kann die Laufleistung ausfallen. Geeignete Beamer für den Einsatz bei vollem Tageslicht weisen beispielsweise nur eine Laufleistung bis zu 2.000 Stunden auf. Im Heimkino entspricht das bei durchschnittlichen Film-Gewohnheiten etwa zwei Jahren.

Während DLP-Beamer der Farben über die Laufzeit hinweg treu bleiben, verblasst bei LCD-Geräten mit der Zeit die Brillanz der Farben. Die einzige Alternative in diesem Bereich sind LED-Beamer. Die Leuchteinheiten können zwar nicht gewechselt werden, halten jedoch im Durchschnitt bis zu 20.000 Stunden. Mit der Laufzeit verlieren jedoch auch diese Beamer an Lichtstärke.

 
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