Fuji Finepix s1800

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Wer sich eine solche Bridgekamera besorgen will, wird sich ohnehin vorher einigermaßen gründlich informieren. Aus diesem Grunde brauche ich mich wohl über das bekannte Bildrauschen nicht weiter auszulassen. Für den (halb-)Profi ist das Rauschen durch die oftmals übertriebene "Megapixelei" sicher störend, im Privatbereich wirkt es sich bei dieser Kamera wirklich nur kaum merklich aus.

Als zweiten Punkt möchte ich die Bedienbarkeit dieser Kamera einmal loben.
Bridgekameras sehen ja immer etwas klobiger aus als die vielen bunten Designkameras für die Hosen- und Jackentaschen. Meiner Meinung nach liegen diese Kameras aber aufgrund ihrer Form wesentlich besser in der Hand als die angesprochenen Designstücke.

Obwohl Bridgekameras fast durchweg für Rechtshänder ausgelegt sind, komme ich als Linkshänder mit ihr sehr gut zurecht. An ein bischen Behelf gewöhnt man sich als Linkshänder doch im Laufe der Jahre. Mit dem rechten Daumen kann man an einem Einstellrad mehrere Möglichkeiten zur Bildgestaltung einstellen. Entgegen einiger Testaussagen ist das individuelle Einstellen von Blende oder Belichtungszeit oder beidem sehr wohl verfügbar.

Was fällt mir noch positiv auf?
  Die Stromversorgung durch AA - Batterien oder entsprechende Akkus gefällt mir besser als gerätespezifische Akkuformen, obwohl die auch ihre Vorteile haben. Das ist in diesem Punkt wie so oft Ansichtssache. Für den Kauf von AA - Akkus möchte ich nochmal daran erinnern, auf einen möglichst hohen mAh Wert zu achten. Er gibt die Menge des zur Verfügung stehenden Stromes an. 2000 mAh sollten es schon sein, normale Batterien haben, glaube ich, ca. 2200mAh.
  Der Zoom: 18 fach! Hört sich gut an, manchmal kann man diese Vergrößerung auch gebrauchen, die Aufnahmen werden nicht schlechter durch ihn, aber nichts geht über die entscheidenden paar Schritte mehr Nähe am Motiv. Also: nicht überflüssig, aber auch nicht unbedingt erstrebenswert. Beim Filmen sollte man auf den Zoom verzichten, es sei denn, man möchte den Film noch nachvertonen. Der Zoomantrieb ist deutlich in der Aufnahme zu hören.
  Die Umschaltung des Suchers vom hinteren Bildschirm, dessen Helligkeit verstellbar ist, auf einen "klassischen" farbbildbietenden Kleinbildschirmsucher für das Auge.
  Das automatische Scharfstellen bei Dunkelheit. Aufgrund der Zurhilfenahme eines kleinen Infrarotlichtes ist das Focussieren für die 1800er auch ohne Tageslicht kein Problem.

Was haben wir noch? Standards wie den Blitz, nicht besser oder schlechter als bei anderen Bridgekameras. Stativgewinde: fehlt bei manchen Designerknipsern.
Glatte Unterseite für das Ablegen der Kamera z.B.: auf einem Tisch für Fotos ohne Stativ. Unregelmäßige Oberfläche: so fallen beispielsweise Abdrücke von fettigen Fingern nicht auf. Mitgelieferter Schultergurt: haben sie alle. Der Gebrauch von schnellen SD Karten wird unterstützt: ist leider noch nicht überall Standard. Auslöseverzögerung: hält sich im Rahmen. Nimmt man vorher die Enfernung durch halbes Herunterdrücken des Auslösers ab, ist die Verzögerung nicht mehr erwähnenswert.

Für mich als Randlipper
(für die, die es nicht wissen: Randlipper sind genauso geizig wie Lipper, verheimlichen es aber gekonnter.) ist natürlich noch das Preis- Leistungsverhältnis wichtig. Mir ist keine Kamera bekannt, die so viele Vorteile für einen Preis von ab ca. 140 € bieten kann.

Ich wünsche allen künftigen 1800er Fotografen viel Vergnügen mit diesem Gerät.


Günni
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