Fuji F810

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Hallo zusammen!

ich hab seit einiger Zeit die Digitalkamera Fuji F810
habe öfters gelesen daß sich die Leute aufregen weil man nicht "6m-fine 6m-normal -6m-basic etc. wählen kann...)
also das Problem mit den fehlenden Komprimierungsstufen kann ich nicht nachvollziehen.
Gott und die Welt hackt darauf rum daß man die 3megapix-fotos nicht mit Modus "fine, normal, oder basic" so wei´s frühre bei einer F601 war, fotografieren kann.
ok, ich hab mich am Anfang auchgewundert, aber bei nachträglicher Betrachtung finde ich das eigentlich nur sinnvoll.
vergleiche ich die Dateigrößen (welche ja den Informationsgehalt wiederspiegeln) miteinander, stelle ich fest daß die Dateien immmer größer werden, je höher die Einstellung der Pixelzahl ist. Lediglich bei 12megapix gibt es noch eine Unterscheidung in Normal und Fine, wobei ein"Fine" Datei dann etwa 4,5 MB groß ist.

bei meiner F601 war es damals nicht so.
bei dieser Kamera konnte man in der jeder Auflösung "Fine, Normal, Basic" auswählen.
Habe ich die Dateigrößen miteinander verglichen, stellte ich fest daß eine 6m-Basic aufnahme kleiner war als eine 3m-normal Datei. Am Bildschirm miteinander verglichen habe ich starke Kompressions-artefakte in der 6m-basic datei festgestellt, und so fragt man sich was wirklich besser wäre, vor allem wenn man bedenkt daß die anderen Auflösungs-stufen ja auch in 3 Kompressions-stufen utnerteilbar waren. Ist also eine 2mega-fine datei besser als eine 3mega-normal?
wie auch immer, da gefällt mir das neue System bei der f810 besser. Da ist die 12mega-normal-datei noch immer größer als die 6megapix, und die 12mega-fine datei natürlich die beste. (abgesehen vom RAW-Modus, der macht etwa 12megabyte)
in der Praxis ist es eh so daß man getrost in der allerhöchsten Auflösung knipst, wenn´s die Kamera eh schon bietet, und am PC wenn´s denn unbedingt sein muss nachträglich alle "schlechteren" Bilder auf Bildschirmauflösung runterschraubt. (macht ein kollege von mir so; wahrscheinlich hat er ne winzige Festplatte)
Nun zur Bildqualität:
Ich stelle fest daß die Kamera auch uneingeschränkt Party+kneipen-tauglich ist, (hab sie gestern helloween-getestet) vor allem aufgrund des AF-Hilfslichtes, das bei meiner Cam auch gut kalibriert ist. Der Nachteil am AF-Licht ist, daß es unglaublich grell ist. Wenn man Personen in dunklen Räumen fotografiert, kann es schon mal sein daß die sauer reagieren. dafür sind sie auch schön scharf drauf.
was mir nicht gefällt ist, daß die Cam zwar unglaublich schnell bereit ist, jedoch nach dem auslösen erst abspeichert, und dann das Objektiv einzieht. Andersrum wär´s mir lieber. Sie speichert zwar eh recht schnell, aber eine 12mega-fine datei mit 5MB dauert etwa eine Sekunde. Im dichten Gedränge wäre es halt gut wenn die Cam zuerst einfährt.
Zur Belichtung: Es scheint so zu sein daß die Kamera im Automatik-Modus zugunsten Heller Stellen im Bild belichtet. Das heißt, der Himmel wird gerne gut durchzeichnet wiedergegeben, da kann es schon passieren daß das eigentliche Motiv dann eher etwas dunkel rauskommt. Am Anfang hat mich das etwas gestört, aber inzwischen bin ich froh daß es so ist. Denn wenn wirklich ein gutes Bild dabei war, kann man mittels Photoshop die Schatten "anheben" und so bekommt man ein Bild daß Himmel, UND Motiv schön wiedergibt. Auch das Rauschen ist gering. Im Vergleich zu meiner F601 war es so daß zwar das Motiv schön wiedergegeben wurde, aber die Himmel meistens eine weiße Suppe waren.
bei der F810 kann man allerdings das Belichtungsprogramm auf "mittelwert" stellen, bzw. auch Belichtungskorrektur dauerhaft einstellen wenn einem die Sache mit der Tendenz zum Unterbelichten nicht so gefällt. Ich denke Fuji macht das mit Absicht. In der Praxis hat das Vorteile, wenn man z.b. bei pixum die bilder entwickeln lässt, hat man mit dieser Standart-Einstellung "top"resultate. diese Film-labors verwenden eine Art "autokorrektur" für "dunkel" geratene Bilder, und da die Fuji sehr wenig rauscht, werden solche Bilder automatisch ausgeglichen, und dann hat man ein schönes Foto MIT blauem Himmel UND schönem Motiv.)
Was ich noch negativ finde, ist daß der Blitz automatisch einzieht. wer nicht aufpasst kann sich dabei die Finger einzwicken. hier hätte Fuji den Blitz nicht an den äussersten Rand setzen sollen sondern etwas weiter mittig, und wenn´s nur ein Milimeter gewesen wäre.
die Belichtungszeit von 3 Sekunden reicht am Abend, um ein Stilleben von einem Geäude (Dom etc) einzufangen. für kreative Zwecke (Lichtmalerei) - kann man das vergessen)
Stark ist die Auflösung der Cam, und die Hautfarben, wie ich neulich bei einem Klassentreffen feststellen konnte. Gut gefallen mir auch die Bilder "indoor" mit Blitz. Unscharfe Bilder sind eine Seltenheit mit dieser Kamera. Schön ist auch daß man bei Bedarf den Weißabgleich ganz einfach manuell machen kann. einfach eine weiße Wand knipsen, und als Weißabgleich speichern. Funktioniert gut. wenn man blau als "weiß" knipst, bekommt man interessante Farbeffekte... ist witzig zum spielen.
mit Vorsicht zu genießen ist eine Beurteilung der Bilder "12mega-fine" am Bildschirm im Vergleich zu einer 3megapix-cam. Da kann es schon mal sein daß man glaubt die 3mega-bilder wären besser als die von der f810.
aber das täuscht. die 12mega-datei ist zweifellos am besten, aber im direkten Vergleich scheint es als wenn diese unschärfer wären als die, der vergleichskamera. Liegt wohl daran daß die 12mega hochinterpoliert sind. Mittels Resize auf das Format der Vergleichskamera ist sie in Detailzeichnung und Raschen fast nicht zu schlagen. Was mich noch stört sind die violetten Ränder die entstehen wenn eine schwarze Fläche auf eine weiße Fläche treffen. ich frage mich aber, ob es überhaupt eine Digi-Cam gibt, die diesen Effekt nicht zeigt. Durch die hohe Auflösung der F810 schaut es im 100%-Ansicht-Modus schlimmer aus als es in Wirklichkeit ist. Unter´m Strich ist dieses Phänomen nicht stärker sichtbar als z.b. bei meiner alten F601, auch wenn´s im ersten Moment so scheint. Froh bin ich über die Möglichkeit den Selbstauslöser auf 2 sekunden zu stellen. (interessant bei Nachtaufnahmen. Nach dem Auslösen kann sich die Kamera 2 sekunden "auswackeln". Genial ist das Rollrad mit dem man Blende und Belichtung in kürzester Zeit verstellen kann. (mittels gleichzeitigen Druck einer Taste, und rollen des Rades). Auch schlägt die Kamera bei Rollen des Rades unterschiedliche Kombinationen von Blende und Zeit automatisch vor. (drehen, und schon wird aus 1/1500 mit f2,8 ein 640 mit F8 bzw. die Stufen dazwischen...) Das ist sehr komfortabel. Absoluter Mist ist übrigens der optische Sucher der Kamera. winzig und unscharf. Das Display ist dafür umsobesser und auch bei Sonnenlicht noch einigermaßen gut abzulesen. Der Knopf von Off auf Record ist schnell zu schieben. kompliziert ist allerdings der Modus "Play" genau in der Mitte. Sollte etwas besser einrasten, sonst ist man gleich von "off" auf Record (anstatt auf Play). Schade ist daß der Blitz auf der linken seite seinen Aufklapp-button hat. (ist unpraktisch für Einhand-bedienung, da war die F810 schon praktischer mit dem Hochformat) Dafür hat man den Makro-Knopf extra, und diverse Einstelluingen schön von aussen zugänglich. (der F-Button; sehr praktisch wenn man mal schnell die Auflösung oder ISO ändern will). Die Kamera braucht zum Blitz aufladen länger als meine alte F601, liegt wohl am schwächeren Akku. Ich muss mich mal umsehen ob´s da einen stärkeren gibt. (der aktuelle hält aber auch ausreichend lang) Die Farbwiedergabe macht einfach spaß. Aufnahmen im Freien mit Herbstlaub werden spitze, und Hautfarben auch supergut. (für "farbgeile" gibts auch einen Chrome-Effekt zum auswählen, macht extra-intensive Farben. ) Dead-Pixel bei Nachtaufnahmen sind so gut wie garnicht zu finden. entweder ist der chip echt so gut, oder fuji macht das kameraintern weg. meine F601 hat dagegen diese phänomen durchaus gezeigt.

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