Für zuhause und unterwegs: Tipps zur Auswahl von Trinkflaschen & Isolierbechern

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Für zuhause und unterwegs: Ratgeber zur Auswahl von Trinkflaschen & Isolierbechern

In vielen Lebenslagen sind sie ein warmer, tröstender Begleiter. Wenn es morgens zeitig auf in den Urlaub gehen soll, weil man so früh wie möglich Autobahn sein möchte. Wenn der Brummifahrer eine Nachtschicht einlegen muss. Wenn es im Winter morgens auf dem Weg zur Arbeit kalt und dunkel ist. Die Isolierkanne hat schon vielen Menschen einen warmen Schluck Kaffee oder Tee gespendet, wenn sie ihn am nötigsten hatten oder eine wärmende Suppe aufbewahrt.

Sie möchten sich auch einen Isolierbecher für sich oder ein Familienmitglied kaufen? Für den Sport eine praktische Trinkflasche haben oder den Kindern in die Schule mitgeben? Alles zum Thema Trinkflaschen und Isolierbechern finden Sie in diesem Ratgeber.

Von der Isolierkanne im Chemielabor zur Thermoskanne für den Kaffee

Eine Isolierkanne funktioniert nach einem recht einfachen Prinzip. In einem Gehäuse aus Metall oder Plastik steckt ein Glas- oder Metallgefäß mit doppelter Wand – dazwischen befindet sich ein Vakuum. Auf diese Art wird ein erstaunlicher isolierender Effekt erzeugt, der kaum Wärme aus dem Glasgefäß entkommen lässt. Weil das Prinzip so einfach ist, ist die Isolierkanne auch keine ganz neue Erfindung. Schon im Jahr 1874 wurde zum Beispiel ein Vakuumgefäß von Chemiker James Dewar für Experimente benutzt und 1881 war das Prinzip Teil eines Apparats zur Quecksilberverfestigung. Auf die Idee die Isolierwirkung für den Alltag zu benutzen, kam man aber erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Reinhold Burger erhielt ein Patent für seine Version, mit der man verflüssigte Luft in einer Eismaschinenfabrik aufbewahren konnte und begann ab 1903 das Produkt zu vermarkten. Schon wenige Jahre später verkaufte er dieses Patent allerdings an die eigens gegründete Thermos AG in Berlin, sowie an andere Länder. Diese begann im Jahr 1920 mit der Serienproduktion von so genannten „Thermoskannen“. Der Begriff ist seither synonym mit dem der Isolierkanne.

Heiß bleibt heiß und kalt bleibt kalt

Die Isolierfunktion der Isolierkanne funktioniert nicht nur in eine Richtung. Denn die Temperatur der Flüssigkeit, die sich darin befindet wird gehalten, egal ob es sich dabei um etwas Heißes handelt oder nicht. Meist wird die Isolierkanne zwar verwendet um heiße Getränke oder Suppen über lange Zeit hinweg warm zu halten, eine Verwendung als Kühler ist aber ebenfalls möglich. Wer im heißen Sommer ein kühles Getränk aus dem Kühlschrank in die Thermoskanne füllt, der kann auch noch viele Stunden später einen kühlen, erfrischenden Schluck nehmen. Die Isolierkanne schützt die Temperatur der befüllten Flüssigkeit vor äußeren Einflüssen, egal ob eine Abkühlung oder einen Erhitzung von dort droht. Isolierkannen können also das ganze Jahr über nützliche Dienste leisten.
Nach einer Norm soll übrigens 100 Grad heißes Wasser auch sechs Stunden nach dem Einfüllen eine Temperatur von 78 Grad nicht unterschritten haben. Sonst isoliert die Kanne schlecht. Denn trotz desselben Funktionsprinzips sind nicht alle Isolierkannen gleich gut. Zudem kann die Isolierung auch durch Gebrauch nachlassen, zum Beispiel wenn stark salzige Flüssigkeiten eingefüllt werden und Rost im Edelstahl verursachen. Das kann bei Glasgefäßen zwar nicht passieren, diese sind dafür aber umso anfälliger für Brüche.

Und so tropft auch nichts - auslaufsichere Isolierbecher

Einige Isolierbecher halten zwar Wärme oder Kälte des Getränks, jedoch keine Flüssigkeit an sich. Werden sie einmal nicht gerade gehalten, dann kann es leicht passieren, dass Kaffee oder Tee tröpfchenweise entweicht und die Tasche oder die Hose nass werden. Für die Qualität einer Isolierflasche ist die Dichtheit allerdings ein wichtiges Kriterium und auch ein Markenname ist nicht immer Garantie dafür. Einige Hersteller versprechen explizit hundertprozentige Dichtigkeit, wenn Getränke eingefüllt werden, in denen sich keine Kohlensäure befindet. Achten Sie beim Kauf am besten auf Tests zu einzelnen Produkten, um sicherzugehen, dass diese auch wirklich halten, was sie versprechen. Auslaufsichere Isolierbecher sind besonders für Kinder wichtig.

Der Verschluss – schrauben, drücken oder drehen

Die Schwachstelle der meisten Isolierflaschen ist der Verschluss. Es gibt mittlerweile eine sehr große Vielfalt an unterschiedlichsten Verschlüssen. Es soll nicht tropfen, wenn die Flasche geschlossen ist und nicht kleckern, wenn man daraus trinken möchte. Außerdem soll über den Verschluss nicht zu viel Wärme entweichen können. Ein Faktor hier ist auch wie heiß die Flasche insgesamt wird, denn bei manchen Varianten, kann die Flasche zum Öffnen dann kaum noch angefasst werden. Es gibt grob gesagt drei verschiedene Arten von Verschlüssen an Isolierbechern:

  • Schraubverschlüsse: Der Klassiker wurde schon bei den ersten Thermoskannen so verwendet.
  • Drucktasten: Durch Betätigen eines Knopfes, kann Flüssigkeit ausgegossen werden
  • Klickverschlüsse: kommen in verschiedensten Formen vor

Klick- und Druckverschlüsse schnappen von allein in die geschlossenen Position, wenn der Deckel abgeschraubt wird. Welche Art Verschluss sie bevorzugen ist eine persönliche Frage und hängt auch davon ab, ob die Flasche für ein Kind oder einen Erwachsenen gedacht ist. Am besten ist es im Geschäft einmal die Verschlüsse auszuprobieren, vor allem, wenn Sie die Kanne für Kinder kaufen, die diese dann selbstständig in der Schule oder unterwegs betätigen müssen.

Edelstahl oder Kunststoff? Schadstofffreie Getränke aus der Isolierkanne

Auch Thermosflaschen sind heutzutage nicht mehr nur aus Glas und Edelstahl gefertigt. Gerade die Verschlüsse bestehen in den allermeisten Fällen aus Plastik oder anderen Kunststoffen. Hier macht man sich nicht umsonst Sorgen, um gesundheitliche Bedenken, besonders gerade wenn heiße Flüssigkeiten eingefüllt werden, die an der Plastik zu mikroskopischen Ablösungen führen könnten, welche dann mitgetrunken werden. Schadstoffe, um die es hier geht sind vor allem PAK und BPA (Bisphenol-A), welche gesundheitliche Schäden hervorrufen können: Fruchtschädigungen, Krebsgefahr und mögliche Veränderungen am Erbgut stehen damit in Verbindung. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, macht einen Bogen um diese Schadstoffe. Viele Anbieter bewerben ihre Produkte sogar damit, dass sie frei von diesen Schadstoffen sind.

Hygiene im Becher – spülmaschinenfest oder Handwäsche

Da Isolierbecher beständig wieder verwendet werden, müssen sie auch regelmäßig gereinigt werden. Es ist generell davon abzuraten in Isolierkannen Milch oder Babynahrung zu füllen, weil diese Nahrungsmittel sehr schnell eine Verkeimung auslösen, ganz besonders wenn sie warm gehalten werden. Auch von Flüssigkeiten mit Kohlensäure sollte man absehen. Eine regelmäßige Reinigung ist aber auch bei Verwendung mit allen anderen Flüssigkeiten vonnöten. Manche Thermosbecher sind spülmaschinenfest und können leicht auf diese Art gereinigt werden. Die meisten Isolierkannen müssen jedoch per Hand gereinigt werden. Da es meist nicht möglich ist mit einem Schwamm oder einer Bürste in die Kannen zu kommen, gibt es spezielle Reinigungstabletten für Thermoskannen zu kaufen. Alternativ sind aber auch Reinigungstabletten für das zweite Gebiss geeignet bzw. Natron oder Backpulver. Nachdem die Isolierbecher gründlich abgetropft wurden, sollten sie trotzdem offen gelagert werden. Schrauben sie im Schrank niemals den Deckel zu.

Isolierbecher – praktische Warmhalter für den Morgenkaffee

Wer sich oft unterwegs ein warmes Getränk wünscht, der sollte sich also einen Isolierbecher kaufen um seinen heißen Kaffee, Kakao oder Tee immer dabei zu haben. Isolierbecher gibt es in praktischen Größen für Einzelpersonen oder als Kanne für einen großen Ausflug mit vielen Leuten. Darin können Sie ein oder zwei Tassen Ihres heißen Lieblingsgetränks aufbewahren oder eben auch zehn Tassen für alle Mitreisenden.

Trinkflaschen – für die Schule und für unterwegs

Getränke sollen nicht immer warm gehalten werden und sind dennoch jeden Tag ein wichtiger Begleiter durch den Alltag. Ganz besonders in der Schule. Statt täglich gebrauchte Plastikflaschen neu aufzufüllen, neue Plastikflaschen zu kaufen oder gar Tetrapacks mitzunehmen, können Sie sich auch eine individuelle Trinkflasche kaufen. Besonders Trinkflaschen für Kinder haben mehrere Vorteile:

  • Die Flaschen sind auslaufsicher und sorgen so dafür, dass keine Unfälle passieren.
  • Die Flaschen sind oft isolierend, sodass je nach Jahreszeit auch angenehm kühle oder schön warme Getränke in die Schule mitgegeben werden können.
  • Eine individuelle Flasche mit einem hübschen Motiv, das dem Kind gefällt, verhindert, dass die Flasche in der Schule vergessen wird.

Manche dieser Trinkflaschen sind aus Glas, andere aus Plastik oder Edelstahl gefertigt. Für die Glasflaschen gibt es praktische Flaschenbeutel, damit sie nicht zu Bruch gehen. Häufig werden sie auch in Sets angeboten, zusammen mit einer farblich passenden Brotdose und Verschlüssen zum Austauschen.

Auch für Erwachsene gibt es praktische Trinkflaschen für unterwegs und für den Sport, in Designs die von schlicht bis interessant reichen.

Ersatzdeckel für die Trinkflasche im Set

Wer regelmäßig eine Trinkflasche verwendet, der wird sich auch mit dem Thema Reinigung auseinandersetzen müssen. Ganz besonders die Deckel bedürfen da besonderer Aufmerksamkeit. Denn diese sind am anfälligsten für Keime und andere Verschmutzungen, die so schnell nicht wieder abgehen. Man riecht die Verkeimung dann und schmeckt es auch. Spätestens dann sollten solche Deckel entweder sehr gründlich gereinigt werden oder einfach ausgetauscht. Daher gibt es Trinkflaschen oft bereits im Set mit Deckeln zum Austauschen zu kaufen. Auch ein Nachkauf von Ersatzdeckeln ist bei vielen Herstellern möglich. Zu den bekanntesten Herstellern von Trinkflaschen und Isolierbechern gehören:

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