Für wen lohnt sich die Anschaffung eines Wagner Farbspritzgerätes?

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Lange Zeit waren Farbspritzpistolen den Besitzern von Druckluftkompressoren vorbehalten. Denn für den Betrieb einer Farbspritzpistole benötigte man immer eine ausreichende Menge Druckluft. Insbesondere für Hobbyhandwerker mit kleinem Budget war das Lackieren und Malen mit einer Spritzpistole daher keine Alternative. Inzwischen gibt es aber eine Reihe hochwertiger und leicht zu bedienender Spritzpistolen, die Sie ohne Druckluft betreiben können. Einer der bekanntesten Hersteller auf diesem Gebiet ist Wagner. Doch für wen eignet sich die Anschaffung eines Wagner Farbspritzgerätes und worauf sollten Sie bei der Anwendung achten?

 

Was unterscheidet Wagner Farbspritzgeräte von herkömmlichen Farbsprühsystemen?

Wagner bietet Ihnen sogenannte Airless-Sprühsysteme. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich hierbei um Farbspritzpistolen, die ohne Druckluft betrieben werden. Der Kauf eines teuren Kompressors entfällt. Dies hat einige Vor- und Nachteile. So überzeugen Farbsprühsysteme mit Druckluft durch die Möglichkeit, den Farbstrahl sehr fein zu dosieren. Dies erlaubt sehr dünne Farbaufträge, was besonders bei kleinen und verwinkelten Teilen von Vorteil ist. Der Nachteil eines Farbsprühsystems mit Kompressor ist der große Sprühnebel. Bei diesem System wird der Farbe Druckluft zugeführt, die die Pigmente weitläufig verteilt. Dieses Problem gibt es bei den Airless-Systemen von Wagner nicht. Hier ist es eine integrierte Pumpe, die einen Unterdruck erzeugt und die Farbe durch eine Düse drückt. Erst die Düse macht aus der flüssigen Farbe einen Farbnebel. Hierdurch erhalten Sie einen zielgerichteten Farbstrahl, der nur wenig streut.

 

Farbsprühsysteme von Wagner für großflächige Farbaufträge

Am besten eignen sich Wagner Feinsprühsysteme wie die Wagner W450 oder die W550 für den Auftrag von Farben auf großen Flächen. Hier spielen sie ihre Stärke voll aus und beschleunigen die Lackierarbeiten deutlich. Dabei sollten Sie allerdings auf die Übergänge achten, da hier schnell zu viel Farbe aufgetragen wird. Dies erfordert ein wenig Übung. Möglich ist das Arbeiten mit Lacken auf Wasserbasis sowie auf Grundlage chemischer Lösungsmittel. Auch Wanddispersionsfarben können Sie mit den Wagner Farbspritzpistolen verarbeiten.

 

Wann Sie besser den Pinsel oder eine Farbpistole mit Druckluft nutzen

Wenn Sie kleine oder verwinkelte Werkstücke lackieren möchten, dann brauchen Sie sehr viel Übung für den Einsatz einer Wagner Farbsprühpistole. Dies liegt an der fehlenden Druckluft im Farbnebel: Mit einem Druck auf den Auslöser verteilt die Pistole ausschließlich Farbe. Dabei besteht die Gefahr, zu viel Farbe aufzutragen, was schnell zu Farbnasen führt. Wenn Sie zum Beispiel einen Fahrradrahmen lackieren möchten, dann sind die Systeme von Wagner eher ungeeignet. Dasselbe gilt für andere Werkstücke mit Ecken, Kanten und Winkeln. Mit ausreichender Übung ist allerdings auch dies möglich. Laien sollten eher zu einem System mit Kompressor, einer Sprühdose oder dem Pinsel greifen.

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